Ihlienworth
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cuxhaven | |
| Samtgemeinde: | Sietland | |
| Höhe: | 1 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,29 km² | |
| Einwohner: | 1705 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 42 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21775 | |
| Vorwahl: | 04755 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 025 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 40 21775 Ihlienworth |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Hannelore Blohm (CDU) | |
Ihlienworth (plattdeutsch Helnnworth), ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Sietland im Landkreis Cuxhaven. Ihlienworth hat ca. 1800 Einwohner auf einer Fläche von ca. 40 km². Der Ferienort liegt zwischen Otterndorf und Bad Bederkesa.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Nur der Ort Ihlienworth liegt auf einem künstlichen Siedlungshügel (Wurt). Bei den anderen Gemeindeteilen handelt es sich um typische Reihendörfer. Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 1 m über NN liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Sie besteht aus den Gemeindeteilen Oster-Ihlienworth, Wester-Ihlienworth (mit Hasendorf, Mittelteil und Westerende), Medemstade, Straßdeich und Mislag.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Das Gemeindegebiet von Ihlienworth grenzt im Norden an Neuenkirchen und Osterbruch, im Osten an Bülkau, im Südosten an Odisheim, im Süden an Steinau, im Westen an Wanna und im Nordwesten an Nordleda.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Kirche in Ihlienworth gehört zu den ältesten in der Region und ist dem Heiligen Willehad geweiht († 789). Daher wird vermutet, dass der Heilige nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen hier gepredigt haben könnte. Die erste urkundliche Erwähnung als "Illingstede" stammt jedoch wohl erst von 1139, wenig später als "Elingewerh". 1185 wird eine "Holländer Hufe" an der Emmelke genannt. Anscheinend war die Urbarmachung (Hollerkolonisation) des anmoorigen Hadler Sietlands zu diesem Zeitpunkt schon weitgehend abgeschlossen.
Seit dem Mittelalter war Ihlienworth der Hauptort der "Fünf Kirchspiele" (ursprünglich die Kirchspiele Ihlienworth, Steinau, Odisheim, Wanna und Süderleda). Nach dem Abbruch der Kapelle in Süderleda gab es zwar nur noch vier Kirchen im Sietland, aber seit 1481 wurde Ihlienworth in die Kirchspiele Oster- und Wester-Ihlienworth eingeteilt. - Der Begriff Sietland wurde erst seit dem 18. Jahrhundert gängig.
[Bearbeiten] Kultur
2004 startete unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander in Ihlienworth das Projekt "RE-ART ONe". In einem ehemaligen Recyclingwerk wurden unter der Leitung des Heidelberger Konzeptkünstlers Samuel J. Fleiner Werke von 35 Künstlern aus 12 Ländern gezeigt, die Kunst aus Abfallmaterialien (Arte Povera und Recyclingkunst) herstellen. Diese Ausstellung wurde 2005 als weltweit erstes Kunstprojekt in der UN-Dekade Bildung für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. In der Folge wurde die Kunstschau Deutscher Beitrag beim Weltumwelttag in San Francisco und war dort mehrere Monate in der City Hall ausgestellt. Anschließend wurde sie erste Kunstausstellung im neuen Umweltbundesamt in Dessau und wurde dann von der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) nach Nairobi, Kenia, eingeladen. Zwischenzeitlich ist sie auf 50 Künstler aus 15 Ländern angewachsen. In Nairobi war die Ausstellung 2006 in der Main Lobby der United Nations Offices Nairobi (UNON)ausgestellt. Die Eröffnung wurde von Prof. Dr. Klaus Töpfer zusammen mit der Kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Muta Maathai und der Leiterin der UN-Habitat Anna Tibajuka vorgenommen. Insgesamt zählte man über 30.000 Besucher.
2007 gibt es mit "Kunst im Klimawandel" ein Folgeprojekt dieser erfolgreichen Ausstellung.
[Bearbeiten] St. Wilhadi Kirche
Mitten im Ort, auf einer großen Wurt direkt an der Medem, mit eigenem Anleger, da viele Bauern früher mit den Booten zur Kirche kamen, liegt die älteste Kirche im Land Hadeln. Es ist zwar nicht schriftlich belegt, aber es wird aus der Namensgebung geschlossen, dass der Heilige Willehad im 8. Jahrhundert als angelsächsischer Missionar im Land Hadeln das Wort Gottes predigte und erster Bischof in Bremen wurde.
Das heutige Aussehen des aus Feldsteinen im romanischen Stil im 13. Jahrhundert erbauten Gebäudes wird vor allem durch die Vergrößerung der Fenster im Jahre 1785 bestimmt. Die Holzdecke, der Chorraum und das Kirchenschiff sind mit Rankenwerk und Familienwappen bemalt und Verleihen der Kirche ein Aussehen wie es bei vielen Kirchen in Hadeln typisch ist. Diese Bemalung wurde vom Kirchenmaler Ebeling nach Mustern des 17. Jahrhunderts in den Jahren 1904/05 restauriert. Bilder aus dem Leben Willehads und des neuen Testamentes zeigt der gotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert. Die Kanzel, eine Stiftung von 17 Gemeindemitgliedern aus dem Jahre 1671, wurde von dem in Hadeln sehr bekannten Otterndorfer Bildschnitzer Jürgen Heydtmann angefertigt. Aus dem Jahre 1717 stammt das Taufbecken aus Sandstein mit einer Messingschale. Über die Orgel ist nicht viel bekannt, nur dass das Prospekt aus der Zeit um 1730 stammt und im letzten Jahrhundert erneuert worden ist.
Ein für Hadeln typischer Kirchturm, alleinstehender hölzerner Glockenturm, von denen es einige im Kirchspiel gibt, runden das Bild der Kirche ab.
[Bearbeiten] Politik
1970 schlossen sich die Gemeinden Ihlienworth, Steinau und Odisheim freiwillig zur Samtgemeinde Sietland zusammen. Zwei Jahre später schloss sich auch die Gemeinde Wanna an. Ihlienworth ist der Verwaltungssitz.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Touristisch von Bedeutung ist der Wassertourismus auf dem Medem und anderen Gewässern; dazu zählen Kahnfahrten, Bootstouren, Kanutouren und Angeln. Jährliche Feste sind das Sietländer Kahnfest und der Holzmarkt.
[Bearbeiten] Sagen und Legenden
- Die billige Wurt
- Die Hexenfahrt
- Der Goeshof
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ „Hake Betken siene Duven“ Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung
ISBN 3-931771-16-4 von den Männern vom Morgenstern
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