Iio Sōgi

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Iio Sōgi

Iio Sōgi (jap. 飯尾 宗祇, kurz auch Sōgi, 宗祇; * 1421; † 1. September 1502) war ein japanischer buddhistischer Mönch und Renga-Dichter.

Über die frühen Jahre Sōgis ist nichts bekannt. Er lebte offenbar als zen-buddhistischer Mönch in Kyōto, bevor er in den 1450er Jahren als professioneller Renga-Dichter bekannt wurde. Von 1466 bis 1472 lebte er in den östlichen Provinzen Japans, danach kehrte er nach Kyōto zurück, wo er mehrere Sammlungen seiner Gedichte veröffentlichte. Eine Reise 1480 nach Kyūshū fand ihren Niederschlag in dem Tagebuch Tsukushi no michi no ki (筑紫道記).[1]

Bekannt wurden vor allem seine beiden Renga-Sammlungen Minase Sangin Hyakuin (水無瀬三吟百韻; 1488, mit seinen Schülern Sōchō und Shōhaku) und Yuyama Sangin Hyakuin (湯山三吟百韻; 1491). Insgesamt hinterließ Sōgi mehr als neunzig Werke, darunter neben Renga-Sammlungen auch Tagebücher und literaturkritische und -theoretische Schriften.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Iio Sogi. In: Encyclopedia Britannica. Abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).
  2.  Handbook to life in medieval and early modern Japan. Oxford University Press, 2007 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Iio der Familienname, Sōgi der Vorname.