Ijon Tichy: Raumpilot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel Ijon Tichy: Raumpilot
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) 2006–2007, 2010–2011
Produktions-
unternehmen
dffb
Kosmische Kollegen
Sabotage Films
ZDF
Länge Staffel 1: 6 × 15 Minuten
Staffel 2: 8 × 24 Minuten
Episoden 14 in 2 Staffeln
Genre Science-Fiction-Satire
Produktion Karsten Aurich
Oliver Jahn
Dennis Jacobsen
Randa Chahoud
Idee Dennis Jacobsen
Randa Chahoud
Oliver Jahn
Musik Eike Groenewold
Erstausstrahlung 26. März 2007 auf ZDF
Besetzung
Oliver Jahn
Ijon Tichy
Nora Tschirner
Analoge Halluzinelle
Nebenfiguren
Peter Princz
verschiedene Außerirdische
Nils Schmitz
Außerirdischer

Ijon Tichy: Raumpilot ist eine deutsche Science-Fiction-Satire-Fernsehserie von Randa Chahoud, Dennis Jacobsen und Oliver Jahn, die auf einer freien Bearbeitung von Stanisław Lems Geschichtensammlung Sterntagebücher basiert. Das Trio verfasst die Drehbücher und führt Regie, Jahn spielt außerdem den Titelhelden Ijon Tichy. Die weibliche Hauptrolle ist mit Nora Tschirner besetzt.

Die erste Staffel wurde erstmals ab dem 26. März 2007 immer montags gegen 23:55 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Jede Folge wurde schon eine Woche zuvor in der ZDFmediathek online bereitgestellt. Die zweite Staffel wurde im November bzw. Dezember 2011 auf ZDFneo und dem ZDF ausgestrahlt.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

„Der Weltraum und die unendlichen Weiten der Einbildungskraft sind der Schauplatz für die Abenteuer des ebenso tollkühnen wie eigensinnigen Raumpiloten Ijon Tichy.“

Ijon Tichy, eine Art „Weltraummünchhausen“, fliegt in seiner wohnlichen „Drei-Raum-Rakete“ durchs All. Immer mit dabei ist seine selbstgebaute analoge Halluzinelle, ein weiblicher Roboter in Erscheinung eines Hologramms. Gemeinsam durchleben sie skurrile Abenteuer auf fremden Planeten, in kosmischen Strudeln oder in ihrer eigenen Rakete. Begleitet von Tichys Erzählerstimme mit osteuropäischem Akzent, wird der Zuschauer durch eine bunte, trashige Welt geführt, die voll von Genrezitaten und aberwitzigen Einfällen ist.

[Bearbeiten] Produktion

Die Fernsehserie beruht auf Themen und Motiven aus Stanisław Lems Sterntagebüchern und weiteren Werken dieses Autors um die Hauptfigur Ijon Tichy. Aus diesem Material entwickelten Randa Chahoud, Dennis Jacobsen und Oliver Jahn, Kommilitonen an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), die beiden Kurzfilme Aus den Sterntagebüchern des Ijon Tichy (1999) und Aus den Sterntagebüchern des Ijon Tichy II (2000). Der erste Teil gewann unter anderem 1999 auf dem Internationalen Kurzfilm-Festival Hamburg den Publikumspreis. 2005 gründeten Chahoud, Jacobsen und Jahn das Produktionsunternehmen Kosmische Kollegen. Dieses realisierte gemeinsam mit Karsten Aurich von Sabotage Films als Ko-Produzenten und der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) die Fernsehserie für das ZDF.[2][3]

In der Serie finden zahlreiche Retro-Gegenstände Verwendung, Haushaltsgeräte und anderes aus den 80er- und 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Tichys Rakete ist eine Pressstempelkanne, die von innen aussieht wie eine Berliner Altbauwohnung; die Außerirdischen sind mit bewusst einfachen Mitteln skurril und charaktervoll gestaltet. Die erste Staffel wurde in Oliver Jahns damaliger Wohnung gedreht. Da er in der Zeit zwischen den beiden Staffeln umgezogen und die Wohnung mittlerweile renoviert ist, wurde für den Dreh der zweiten Staffel die Wohnung originalgetreu in einem Studio nachgebaut. Der spezielle Charme der Serie liegt in der liebevollen Ausgestaltung von Kulisse, Requisiten und Kostümen.

[Bearbeiten] Episodenliste

[Bearbeiten] Staffel 1

Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden mit einer Länge von jeweils rund 15 Minuten. Diese wurden erstmalig vom ZDF zwischen dem 26. März und dem 7. Mai 2007 ausgestrahlt.

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Originaltitel Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D)
1  1  Kosmische Kollegen 26. Mär. 2007
2  2  Planet der Reserven 02. Apr. 2007
3  3  Relativistische Effekte 16. Apr. 2007
4  4  Der futurologische Kongress 23. Apr. 2007
5  5  Sabotage 30. Apr. 2007
6  6  Die innere Stimme 07. Mai 2007

[Bearbeiten] Staffel 2

Die zweite Staffel besteht aus acht Episoden mit einer Länge von jeweils rund 24 Minuten. Die Erstausstrahlung fand zwischen dem 4. und 25. November 2011 auf ZDFneo statt.

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Originaltitel Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D)
7  1  Held von Kosmos 04. Nov. 2011
8  2  Shøpping 04. Nov. 2011
9  3  Schön schaumig 11. Nov. 2011
10  4  Biste fix Zeitblasen 11. Nov. 2011
11  5  Sepulken verboten 18. Nov. 2011
12  6  Das Erinnerungsstück 18. Nov. 2011
13  7  Schein und Sein I 25. Nov. 2011
14  8  Schein und Sein II 25. Nov. 2011

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • 2007 – Deutscher Fernsehpreis: Förderpreis/Regie für Randa Chahoud, Dennis Jacobsen und Oliver Jahn
  • 2007 – nominiert für den First Steps Award
  • 2008 – World Bronzemedaille beim New York Broadcasting Festival
  • 2008 – nominiert für den Adolf-Grimme-Preis 2008 als beste Serie

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ab Freitag, 04. November 2011 um 21:00 Uhr auf ZDFneo! Produktionsblog von Ijon Tichy: Raumpilot, 26. September 2011, abgerufen am 26. September 2011.
  2. Wir. Kosmische Kollegen, abgerufen am 16. November 2011.
  3. Team. Sabotage Films, abgerufen am 16. November 2011.
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen