C/1965 S1 (Ikeya-Seki)
| C/1965 S1 (Ikeya-Seki) | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits (Animation) | |
| Orbittyp | langperiodisch |
| Numerische Exzentrizität | 0,99991 |
| Perihel | 0,008 AE |
| Aphel | 183,2 AE |
| Große Halbachse | 91,6 AE |
| Siderische Umlaufzeit | 876 a |
| Neigung der Bahnebene | 141,864° |
| Periheldurchgang | 21. Oktober 1965 |
| Bahngeschwindigkeit im Perihel | 476,9 km/s |
| Physikalische Eigenschaften des Kerns | |
| Durchmesser | ? |
| Geschichte | |
| Entdecker | K. Ikeya und T. Seki |
| Datum der Entdeckung | 18. September 1965 |
| Ältere Bezeichnung | 1965 f, 1965 VIII |
C/1965 S1 (Ikeya-Seki) (jap. 池谷・関彗星, Ikeya-Seki-suisei) ist ein Komet, der am 18. September 1965 unabhängig von den japanischen Amateurastronomen Kaoru Ikeya und Tsutomu Seki entdeckt wurde.
Er gehört der Kreutz-Gruppe an, einer Gruppe von Kometen, die der Sonne sehr nahe kommen. Seine Umlaufperiode beträgt ca. 880 Jahre. Ikeya-Seki gilt als einer der auffälligsten Kometen des letzten Jahrtausends und wird mitunter auch als der Große Komet von 1965 bezeichnet.
Erste Bahnbestimmungen ergaben, dass er sich am 21. Oktober 1965 der Sonnenoberfläche bis auf 450.000 km nähern und sehr hell würde. Die Voraussagen erfüllten sich und Ikeya-Seki war während dieser Zeit tagsüber deutlich neben der Sonne sichtbar. Er erreichte eine scheinbare Helligkeit von −10m und war damit seinerzeit das dritthellste Objekt am Himmel (nach der Sonne und dem Mond).
Kurz vor dem Periheldurchgang zerfiel der Komet in drei Teilstücke, die sich auf identischen Bahnen bewegten. Nach dem Durchgang wurden die Fragmente im späten Oktober wieder sichtbar, wobei immer noch ein sehr heller Schweif ausgebildet war. Im Frühjahr 1966 hatte er die äußeren Bereiche des Sonnensystems erreicht und war nicht mehr zu beobachten.