Il sogno di Scipione

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Werkdaten
Titel: Der Traum des Scipio
Originaltitel: Il sogno di Scipione
Originalsprache: Italienisch
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Pietro Metastasio
Uraufführung: ?
Ort der Uraufführung: ?
Ort und Zeit der Handlung: Königspalast von Karthago, etwa 150 Jahre vor unserer Zeitrechnung
Personen
  • Scipio, römischer Feldherr (Tenor)
  • Costanza, Göttin der Beständigkeit (Sopran)
  • Fortuna, Göttin des Glücks (Sopran)
  • Publio, Großvater Scipios durch Adoption (Tenor)
  • Emilio, Vater des Scipio (Tenor)
  • Licenza, Allegorie der Huldigung (Sopran)
  • Chor der Seligen

Il sogno di Scipione (ital. ‚Der Traum des Scipio‘) ist eine Serenata in einem Akt von Wolfgang Amadeus Mozart, KV 126. Das Libretto von Pietro Metastasio wurde ursprünglich für den Geburtstag Karls VI. geschaffen. Mozart vertonte das Libretto zu den Feiern der Sekundiz, des fünfzigsten Jahrestages der Primiz, des damaligen Salzburger Fürstbischofs Sigismund Graf Schrattenbach, der jedoch kurz vor diesem Jubiläum starb. Die Serenata wurde dann seinem Nachfolger gewidmet.

Hinsichtlich der Uraufführung des Werkes wird heute häufig vermutet, dass es zu dem neuen Anlass nicht in seiner gesamten Länge aufgeführt wurde und man sich mit der abschließende Huldigungsarie begnügte. Dies könnte bedeuten, dass Mozart die Serenata selbst als Gesamtaufführung nie erlebt hat.

Die zweisätzige Ouvertüre in D-Dur erhielt auch eine eigene KV-Nummer 161. Zusammen mit dem nachkomponierten Finale in D-Dur KV 163 bildet sie eine vollständige Sinfonie in drei Sätzen, die in der 6. Auflage des Köchelverzeichnisses als KV 141a gezählt wird.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung nimmt Motive von Ciceros Somnium Scipionis auf.

Dem Feldherrn Scipio Aemilianus erscheinen die Göttinnen des Glücks und der Beständigkeit im Traum und verlangen von ihm, sich zwischen ihnen zu entscheiden. Dazu führen sie ihn in dem Himmel, wo er seinem Großvater Publio und seinem Vater Emilio begegnet, die ihn über die Tugenden belehren und ihm zeigen, wie klein und unbedeutend die Erde dagegen ist. Scipio würde gerne bei ihnen bleiben, wird aber belehrt, dass er auf der Erde noch eine Mission zu erfüllen habe, nämlich die Eroberung und Zerstörung von Karthago. Zuvor müsse er zwischen den Göttinnen wählen.

Scipio fragt die Göttinnen, wie sie ihm bei seiner Aufgabe helfen können. Zuerst führt ihm Fortuna ihre Waffen vor, die Reiche fallen und aufstehen lässt, doch Costanza setzt die Beständigkeit von Werten und Tugend dagegen, die sie auf Dauer erhält. Scipio lässt sich überzeugen. Obwohl Fortuna nun mit Unglück droht, wählt er die Beständigkeit.

Zum krönenden, nicht mehr zur Handlung gehörenden Abschluss tritt Licenza auf und preist die Tugend des wieder erwachten Scipio und verrät, dass er Hieronymus von Colloredo, den Fürstbischof von Salzburg, personifiziert.

Weblinks[Bearbeiten]