Ilaria Alpi

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Ilaria Alpi (* 24. Mai 1961 in Rom; † 20. März 1994 in Mogadischu) war eine italienische Journalistin. Nach ihr wurde der Ilaria Alpi Preis benannt.

Leben[Bearbeiten]

Bereits während ihr Kindheit pflegte sie eine Leidenschaft für das Reisen und für fremde Kulturen. Durch das Verfassen von Reisetagebüchern wurde ihr Interesse am Journalismus geweckt. Nach Beendigung ihrer Schullaufbahn studierte sie Literaturwissenschaft und orientalische Sprachen an der Universität von Rom. Nach ihrem Studium reiste sie für drei Jahre nach Kairo. Dort arbeitete sie als freie Mitarbeiterin italienischer Tageszeitungen. Aufgrund ihrer Kenntnisse in Arabisch und ihrer Arbeit interessierte sich auch Radiotelevisione Italiana für sie. Für ihren ersten Beitrag reiste sie nach Somalia. [1]

Reise nach Somalia und Ermordung[Bearbeiten]

Anfang 1994 recherchierte sie über illegale Giftmülltransporte nach Somalia, anfangs in Kroatien, dort jedoch ohne größeren Erfolg. Daraufhin reiste sie nach Somalia (das sie bereits öfter bereist hatte) und beobachtete, gemeinsam mit ihrem Kameramann, in Bosaso die Verladung von Giftmüll, und ihr gelangen Filmaufnahmen. Wenige Stunden nach einem Interview über illegale Waffentransporte mit Abdullahy Mussa Bogor, dem Sultan von Bosaso, wurden sie und ihr Kameramann in Mogadischu erschossen. Als Folge des Mordes setzte das italienische Parlament eine Untersuchungskommission ein. Der Mord ist bis heute allerdings nicht geklärt. [2]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Das Schicksal von Ilaria Alpi wurde 2002 unter dem Titel "Tödliche Reportage" verfilmt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.journalistenhelfen.org/juni2006.html
  2. http://www.arte.tv/de/3905174,CmC=3924952.html
  3. http://www.arte.tv/de/1277258,CmC=1274080.html