Ilja Grigorjewitsch Tschaschnik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ilja Grigorjewitsch Tschaschnik (russisch Илья Григорьевич Чашник, wiss. Transliteration Il'ja Grigor'jevič Čašnik; * 1902 in Ljuzin, Lettland; † 1929 in Leningrad) war ein russischer Künstler der Russischen Avantgarde, der vor allem die Grundideen des Suprematismus in die angewandte Kunst übertrug.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Tschaschnik studierte ab 1919 an der Kunstschule in Witebsk. Seine Lehrer waren zunächst Marc Chagall und später Kasimir Malewitsch und El Lissitzky. Er war ein Anhänger Malewitschs und wie Nikolai Suetin und Lasar Chidekel Anfang 1920 Mitbegründer der Künstlergruppe UNOWIS.[1] Er folgte Malewitsch 1922 nach Petrograd, und wurde dort 1923–1926 dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für künstlerische Kultur, dem Vorgänger des GINChUK. Nach der Auflösung des GINChUK arbeitete er in einem Architekturbüro.

Tschaschnik entwarf ab 1922 auf Basis der suprematistische Ideen Porzellan für die Lomonossow-Porzellanfabrik in Leningrad, an der auch Nikolai Suetin tätig war.

Sein Sohn war der Architekt Ilja I. Tschaschnik (1929–1977), verheiratet mit der Architektin Nina Suetina, der Tochter von Sarra Abramowna Kamenetskaja (1916–1942) und Nikolai Suetin. 1929 starb Tschaschnik an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Kataloge
  • Tendenzen der Zwanziger Jahre. 15. Europäische Kunstausstellung Berlin 1977. (Katalog) Dietrich Reimer Verlag Berlin, Berlin 1977, ISBN 3-49601000-2, Kat. 1/661-662, 1/935, S. B/67.
  • Ilja G. Tschaschnik (1902 Ljucite - 1929 Leningrad). Kunstmuseum, Düsseldorf 1978. (Ausstellung: Kunstmuseum Düsseldorf, 10. Mai 1978 - 2. Juli 1978; Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung, Berlin 21. Juli 1978 - 4. September 1978. Katalog: Stephan von Wiese).
  • Suprematismus : Werke von Kasimir S. Malewitsch, Nikolaj M. Suetin, Ilja G. Tschaschnik aus dem Archiv Lew Nussberg, Orange, USA. Ausstellung vom 30. Mai bis 10. September 1989. Galerie & Edition Schlégl, Zürich 1989.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikolai Suetin : 1897-1954. The State Russian Museum. Palace Editions, [Bad Breisig]; RA, [Moskau] 2008, ISBN 978-3-940761-00-2, S. 12

Weblinks[Bearbeiten]