Illingen (Württemberg)
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Enzkreis | |
| Höhe: | 235 m ü. NN | |
| Fläche: | 29,36 km² | |
| Einwohner: | 7204 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 245 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 75424 75428 | |
| Vorwahlen: | 07042 (Illingen) 07043 (Schützingen) |
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| Kfz-Kennzeichen: | PF | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 36 028 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ortszentrum 8 75424 75428 Illingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Eiberger | |
| Lage der Gemeinde Illingen im Enzkreis | ||
Illingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, Deutschland und gehört zum Enzkreis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Das Gemeindegebiet von Illingen liegt an der südlichen Flanke des Strombergs, etwa 30 km nordwestlich von Stuttgart, zwischen Vaihingen/Enz im Südosten und Mühlacker im Westen. Nördlich von Schützingen zieht sich der Höhenzug mit Gleichenberg (379,2 m), Endberg (363,7 m) und Gausberg (371,6 m) hin. Südlich von Schützingen trennt der Höhenzug vom Burgberg (394,5 m) zur Eselsburg (bei Ensingen, zu Vaihingen/Enz) die Ortsteile Illingen und Schützingen. Im Süden endet das Gemeindegebiet auf der Höhe der Schmiechberge (325 m) am Abhang zur Enz. Geprägt wird die Landschaft durch den Wechsel von Tälern mit Grünland und Streuobstwiesen, bewaldeten Bergen und Weinbergen.
Gewässer: Das Gemeindegebiet wird in Illingen durch Schmie, Sulzbach und Erbach durchflossen, den Ortsteil Schützingen durchfließt die Metter und der Streitenbach. Beliebtes lokales Ausflugsziel sind die Klosterseen.
[Bearbeiten] Ausdehnung des Gemeindegebiets
Das Gemeindegebiet erstreckt sich etwa 9,5 km in Nord-Süd-Richtung vom Heuberg bei Häfnerhaslach im Norden bis zur Enz bei Roßwag im Süden. In West-Ost-Richtung beträgt die Ausdehnung etwa 3,5 km.
Von dem 29,36 km² großen Gemeindegebiet entfallen 46,4 % (13,62 km²) auf Waldflächen und 39,2 % (11,51 km²) Landwirtschaftsfläche. 7,0 % sind Gebäude oder Freiflächen und 5,5 % Verkehrsflächen.[2]
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind, im Westen beginnend und im Uhrzeigersinn genannt: Mühlacker, Maulbronn, Sternenfels und Vaihingen an der Enz.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Illingen besteht aus den beiden Ortsteilen Illingen und Schützingen. Die Ortsteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens. Zum Ortsteil Schützingen gehört zudem das seit dem 11. März 1969 amtlich benannte Gehöft Meisenbach.[3]
[Bearbeiten] Geschichte
Der Name Illingen ist wahrscheinlich auf ein alemannisches Urdorf zurückzuführen, das Dorf von Illo, dem Sippenältesten. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Illingen 766 n. Chr. im Urkundenbuch des Klosters Lorsch. Dort ist von „Illincheimer marca“, das heißt der Markung des Dorfes Illingen, die Rede.
Illingen gehörte im Spätmittelalter zum Gebiet der Grafen von Calw. Diese hielten sich über 200 Jahre an der Macht bis zum Jahr 1260. Illingen kam anschließend zur Grafschaft Vaihingen. Aus erbitterten Kriegen zwischen den Grafen von Württemberg, den Pfalzgrafen von Tübingen, den Grafen von Calw und Vaihingen ging letztendlich der Graf von Württemberg als Sieger hervor.
Die Lage an den Verbindungsstraßen zwischen dem römischen Kastell Cannstatt an den oberen Rhein in Richtung Straßburg und den mittleren Rhein Richtung Mainz, die sich in Illingen bereits in der Anfangszeit der christlichen Zeitrechnung gabelten, machten Illingen zu einem Zentrum der Postbeförderung.
→ Zur Geschichte des Ortsteils Schützingen siehe Schützingen.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Schützingen zum 1. Januar 1974 nach Illingen eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat nach der Hauptsatzung eine nominale Größe von 16 Gemeinderäten, die in einer Unechten Teilortswahl gewählt werden. Dabei bilden die beiden Ortsteile Illingen und Schützingen Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. Dabei stellt der Wohnbezirk Illingen 14, der Wohnbezirk Schützingen 2 Gemeinderäte.[4] Nach der Gemeinderatswahl vom vom 7. Juni 2009 hat der Rat 18 Mitglieder, die sich wie folgt verteilen:
| CDU | 7 Sitze (-1) | 38,8 % |
| Unabhängige Bürgerliste | 5 Sitze (-1) | 28,0 % |
| SPD | 3 Sitze (±0) | 18,0 % |
| GRÜNE | 3 Sitze (±0) | 15,1 % |
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1966–1994: Ewald Veigel (FDP/DVP)
- 1994–2002: Jochen Protzer (SPD)
- 2002–2005: Ulrich Hintermayer (CDU)
- seit 2005: Harald Eiberger
[Bearbeiten] Wappen
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In von Blau und Gold schrägrechts geteiltem Schild oben an schräglinker roter Stange mit goldener Spitze eine rechtshin flatternde goldene Fahne, unten ein schräggestellter roter Schlüssel. |
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Die Ölmühle hat eine vollständig erhaltene Einrichtung aus dem Jahr 1922. Das technische Kulturdenkmal kann nach Voranmeldung besichtigt werden.[5]
[Bearbeiten] Sport
Im Ortsteil Illingen betreibt der Sportverein Illingen die unterschiedlichsten Sportarten, von Badminton über Fuß- und Handball bis Turnen. Weitere größere Sportvereine in Illingen sind der Tanzsportclub Illingen sowie der Tennisclub Illingen.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Dorf- und Kelterfest jeweils am letzten Wochenende im Juni
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ortsteil Schützingen ist ein traditioneller Weinbauort mit drei Weinbaubetrieben, der zur Großlage Stromberg im Bereich Württembergisch-Unterland gehört. Örtliche Lagen sind Heiligenberg, Schanzreiter und Halde.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Kärcher (Anlagentechnik / CSA-Sonderanlagen)
- Horst MOSOLF GmbH & Co. KG (Auslieferungszentrum für Neu-PKW)
[Bearbeiten] Verkehr
Illingen liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 10 und der Bundesstraße 35, die am Illinger Eck beginnt/endet. In Richtung Westen erreicht man über die B 10 die A 8 bei Pforzheim in ca. 15 Minuten, über die B 35 erreicht man in ca. 45 Minuten die A 5 bei Bruchsal. Richtung Osten kann man in ca. 25 Minuten die A 81 bei Stuttgart erreichen. Schützingen erreicht man von Illingen aus über eine gut ausgebaute Kreisstraße (ca. 5 km).
Illingen liegt an der Württembergischen Westbahn. Vom Bahnhof Illingen aus kann man mit RE- und S-Zügen im Taktverkehr Richtung Mühlacker (weiter Richtung Pforzheim oder Bruchsal) oder Richtung Bietigheim (über Vaihingen/Enz) fahren. Ferner führt die Schnellbahntrasse Stuttgart–Mannheim (über Vaihingen/Enz) durch das Gemeindegebiet. Im ca. 5 km entfernten Bahnhof Vaihingen/Enz hat man Anschluss an den Fernverkehr mit ICE- und IC-Zügen in Richtung Mannheim und Stuttgart.
[Bearbeiten] Bildung
Illingen unterhält eine Verbundschule mit Grund-, Haupt- und Realschule in Illingen (genannt: GHRS Illingen) . Der Besuch eines Gymnasiums ist im benachbarten Mühlacker oder Vaihingen an der Enz möglich.
Für die vorschulische Betreuung stehen in Illingen sechs Kindergärten, davon einer in Schützingen, zur Verfügung. Zwei Kindergärten befinden sich in kirchlicher Trägerschaft.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Ewald Veigel (* 21. Juli 1936), Bürgermeister a.D. seit 1994
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Andreas Ehrenpreis (* 1589; † 1. August 1662) hutterischer Bischof
- Christian Friedrich August Dillmann (* 25. April 1823; † 4. Juli 1894), Orientalist und protestantischer Theologe
- Christian Heinrich Dillmann (* 30. Dezember 1829; † 18. Dezember 1899), Pädagoge
- Jakob Friedrich Wanner (* 28. April 1830; † 24. Januar 1903), Architekt (u.a. Hauptbahnhof Zürich)
- Gottlob Banzhaf (* 19. November 1858; † 11. Oktober 1930), Unternehmer (NSU-Werke)
- Eugen Wöhr (* 19. Dezember 1925; † 30. Novomber 2005), Leichtathlet, ehemaliger Deutscher Meister über 10.000 Meter
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Wilhelm Hager (* 26. Mai 1921 in Karlsbad; † 14. Oktober 2006 in Illingen), Bildhauer und Kunstmaler
- Thomas Knodel (* 10. März 1953 in Großsachsenheim), Diakon und Liedermacher
[Bearbeiten] Literatur
- Karl J. Mayer; Landratsamt Enzkreis, Kreisarchiv Pforzheim (Hrsg.): Diktatur auf dem Dorf. Die württembergische Gemeinde Illingen im Dritten Reich. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2005, ISBN 978-3-89735-436-4.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 538–539
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Illingen vom 24. Juni 1998 (PDF; abgerufen am 4. Oktober 2008)
- ↑ Illingen Online
[Bearbeiten] Weblinks
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