Ilopango-See

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Ilopango-See
Ilopango caldera.jpg
Geographische Lage El Salvador
Zuflüsse keine
Abfluss keiner
Inseln Islas Quemadas
Daten
Koordinaten 13° 40′ N, 89° 3′ W13.666666666667-89.05440Koordinaten: 13° 40′ N, 89° 3′ W
Ilopango-See (El Salvador)
Ilopango-See
Höhe über Meeresspiegel 440 m
Fläche 72 km²f5
Länge 11 km[1]
Breite 8 km[1]
Maximale Tiefe 230 mf10

Der Ilopango-See (Lago de Ilopango; auch Lago de Apulo genannt) ist ein Kratersee in El Salvador.

Lage[Bearbeiten]

Der Ilopango-See liegt etwa 12 Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador auf etwa 440 Metern Höhe ü. d. M.; er grenzt an die Departamentos San Salvador im Westen, La Paz im Süden und Cuscatlán im Osten.

Entstehung[Bearbeiten]

Der zu- und abflusslose See entstand wahrscheinlich nach dem letzten großen Ausbruch des Vulkans Ilopango im 3. bis 6. Jahrhundert n. Chr., bei dem auch die Maya-Stadt Joya de Ceren von Gesteins- und Ascheschichten (Tephra) verschüttet wurde. In der damals entstandenen Caldera bildete sich der 72 Quadratkilometer große und bis zu 230 Meter tiefe Lago de Ilopango, dessen Wasserspiegel nur von Regenwasser reguliert wird.

In den Jahren 1879/80 entstand darin ein vulkanischer Lavadom – die kleine Insel Islas Quemadas – mit einer Höhe von ca. 46 Metern und einem Durchmesser von 152 Metern. Im Jahr 1928 stieg das Wasser erneut und zerstörte viele Häuser entlang des Seeufers.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Fischreichtum des Sees dient den umliegenden Dörfern schon seit Jahrhunderten als proteinreiche Nahrungsquelle. Ende des 20. Jahrhunderts wurden Tilapias (Oreochromis niloticus) ausgesetzt, die möglicherweise einheimische Buntbarsche (Cichliden) verdrängen werden. Die westliche Küste des Sees und die Stadt Asino Ilopango sind beliebte Ziele für Ausflügler aus der Hauptstadt, was zu einer immer stärker werdenden Wasserverschmutzung geführt hat.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschätzt nach OpenStreetMap