Ilse Dvorak-Stocker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Ilse Dvorak-Stocker (* 19. Januar 1922; † 9. April 2011) war Leiterin des Leopold Stocker Verlages. Sie übernahm das Verlagshaus nach dem Tod ihres Vaters und leitete es zunächst gemeinsam mit ihrer Mutter Marianne Stocker.

Ehrungen[Bearbeiten]

Auf Beschluss der Landesregierung vom 21. Oktober 1982 wurde Ilse Dvorak-Stocker mit dem Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark geehrt.

Am 12. Dezember 1996 wurde sie zur „Bürgerin der Stadt Graz“ [1] ernannt. Außerdem wurde ihr der „Tiroler Adlerorden in Gold“ und das „Goldene Ehrenzeichen der Landeshauptstadt Graz“ verliehen.

Im April 2002 wurde Ilse Dvorak-Stocker von der in München ansässigen Gesellschaft für freie Publizistik, laut Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, „die mitgliederstärkste rechtsextremistische Kulturvereinigung in Deutschland“ [2], die Ulrich von Hutten-Medaille“ verliehen [3]. Der rechtsextreme FPÖ-Politiker und Publizist Otto Scrinzi (1918–2012) sagte in seiner Laudatio:

„Sehr früh wandte man sich der Zeitgeschichte in bestem revisionistischen Geiste zu. Diese sich ständig ausweitende Sparte des Verlages erfreut sich natürlich des besonderen Zuspruches unseres Gesinnungskreises und sichert ihr unsere große Dankbarkeit. Mit ebenso viel Festigkeit wie Klugheit hat die Jubilarin das Schifflein des Verlages durch die Untiefen und Stürme einer hoffentlich bald endenden Epoche geleitet, in der Sondergesetze, Staatsanwälte und Gerichte über vorgebliche Wahrheiten und über 'gerichtsnotorische Fakten' mit Strafurteilen entscheiden.“ [4]

Am 1. Juli 2002 wurde Dvorak-Stocker mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Ernennung zum „Bürger“ bzw. zur „Bürgerin der Landeshauptstadt Graz“ ist eine besondere Ehrung der steirischen Metropole. Gemäß den §§ 10 und 13 des Statutes der Landeshauptstadt Graz von 1967 sollen jährlich „13 Persönlichkeiten, die sich um die Stadt Graz besonders verdient gemacht haben“, durch die feierliche Überreichung von Bürgerbriefen geehrt werden. Die Bürger müssen von einer „erhöhten Mehrheit“ des Gemeinderates gewählt werden. (siehe: Stadt Graz, Personenstands- Kultus- und Standesamt, Bericht an den Gemeinderat vom 30. September 2004: Ernennung zu Bürgern der Landeshauptstadt Graz 2004, PDF-Datei).
  2. Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg (LfV): Sonstige rechtsextremistische Aktivitäten mit Baden-Württemberg-Bezug: „Gesellschaft für Freie Publizistik e.V.“ (GFP)
  3. Wege aus der Krise: für ein lebensrichtiges Menschenbild / Hrsg. vom Vorstand der Gesellschaft für Freie Publizistik. - Oberboihingen: GFP, 2002. - 175 S. - (Kongress-Protokoll). - (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Freie Publizistik ; 18). - ISBN 3-9805411-6-9
  4. GfP-Kongress-Protokoll 2002, S. 158, zitiert nach: Stellungnahme des DÖW zum Leopold Stocker Verlag. (Da die DÖW-Seite nicht direkt verlinkbar ist, wird auf einer Seite der Israelitischen Kultusgemeinde Wien verwiesen.)