Ilulissat
| Kommune | Qaasuitsup Kommunia | |
| Geographische Lage | 69° 12′ 59″ N, 51° 6′ 0″ W69.216388888889-51.10Koordinaten: 69° 12′ 59″ N, 51° 6′ 0″ W | |
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| Höhe | 0 m | |
| Einwohner | 4.621 (2012) | |
| Gründung | 1741 | |
| Zeitzone | UTC-3 | |
| Website | ilulissat.gl | |
| Gemeinde / Provinz (bis 2008)
Ilulissat / Kitaa |
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| Fläche | 36 400 km² | |
Ilulissat (dän. Jakobshavn) ist die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Kommune liegt in Westgrönland am Ostufer der Disko-Bucht und hat 4.621 Einwohner (Stand 2012).[1]
Ilulissat ist berühmt für den Ilulissat-Eisfjord, ein UNESCO-Weltnaturerbe.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Jakobshavn wurde zwei Kilometer nördlich von Sermermiut, der mit 250 Einwohnern damals größten Inuit-Siedlung Grönlands, gegründet. 1741 errichtete Jacob Severin die erste Niederlassung. Bekanntester Einwohner Ilulissats war der Polarforscher Knud Rasmussen, der in vielen Expeditionen die Arktis erkundete und für den Zusammenhalt und ein neues Selbstbewusstsein der Inuit eintrat.
Am 16. August 2007 besuchte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem dänischen Staatsminister Anders Fogh Rasmussen den Ort, um die Klimaerwärmung und das Abschmelzen des Grönlandeises zu thematisieren.
Bis zur Gründung der Kommune Qaasuitsup Kommunia 2009 war Ilulissat eine eigenständige Gemeinde mit insgesamt 4996 Einwohnern (Stand 2007), von denen 4512 in der Stadt lebten. Die übrigen Einwohner verteilten sich auf die Siedlungen Ilimanaq, Oqaatsut, Qeqertaq und Saqqaq.
Wappen [Bearbeiten]
Beschreibung: In Silber und Blau gespalten mit einem Eisberg in verwechselten Farben, die linke Seite ist die höher, von in jedem Obereck schwebenden Schneeflocke in verwechselten Farben begleitet.
Symbolik: Eisberg = Ort der Eisberge
Wirtschaft [Bearbeiten]
Ilulissat verfügt über zwei Fischfabriken, in denen insbesondere Krabben und Heilbutt verarbeitet werden. Der Tourismus hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem weiteren Standbein der lokalen Wirtschaft entwickelt. Im Winter locken bei bis zu −30 °C (die aufgrund des trockenen Klimas aber gut zu ertragen sind) spannende Hundeschlittenfahrten. Im Sommer entfaltet Ilulissat bei bis zu 25 °C die Pracht des Nordens mit phantastischen Blicken über die Disko-Bucht und den Eisfjord. Neben der Erkundung der lokalen Kultur, etwa des Knud-Rasmussen-Museums, bietet sich Ilulissat für Wanderungen und Bootsfahrten an. Ilulissat verfügt über einen Flugplatz, einen Hubschrauberlandeplatz und einen Hafen.
Geografie [Bearbeiten]
Ilulissat liegt rund 2 km nördlich von der Mündung des Ilulissat-Eisfjords (Jakobshavn Isfjord). An seinem Ursprung liegt der Jakobshavn Isbræ, der schnellste Gletscher der Welt. Täglich schiebt er sich bis zu 22 m nach Westen. Dabei brechen riesige Eisberge ab, die mehrere Kilometer lang und bis zu 1000 Meter hoch sein können. Sie ragen bis zu 150 m aus dem Wasser. Mit dem Tidenstrom schwimmen sie im Fjord hin und her, bis sie über die Isfjeldsbanken, eine Untiefe von weniger als 300 m geschoben werden. Größere Eisberge stranden und zerbrechen dort. Der Fjord wurde 2004 durch die UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
Im Westen liegt die Disko-Bucht mit der Disko-Insel. Mit dem Schiff oder Hubschrauber kommt man gut dorthin oder zu den anderen Orten der Disko-Bucht.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Knud Johan Victor Rasmussen (1879–1933) grönländisch-dänischer Polarforscher und Ethnologe
- Mathias Storch (1883–1957), grönländischer Theologe und Autor
- Aviaaja Geisler (* 1982), Badmintonspielerin
- Ricky Jørgensen (* 1989), dänischer Radrennfahrer
Weblinks [Bearbeiten]
- Ilulissat Kommune (dänisch; mit ausführlicher Weblink-Liste)
- Ilulissat – Ort der Eisberge
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistics Greenland (Hrsg.): Greenland in Figures 2012. März 2012, ISBN 978-87-986787-6-2, ISSN 1602-5709, S. 9 (stat.gl, abgerufen am 13. Mai 2012).
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