Im Glanz der Sonne

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Filmdaten
Deutscher Titel Im Glanz der Sonne
Originaltitel The Power of One
Produktionsland USA, Frankreich, Deutschland, Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie John G. Avildsen
Drehbuch Robert Mark Kamen
Produktion Arnon Milchan
Musik Hans Zimmer
Kamera Dean Semler
Schnitt John G. Avildsen
Besetzung

Im Glanz der Sonne ist ein Gesellschaftsdrama mit politischer Aussage nach dem Roman (The Power of One) von Bryce Courtenay. Der Film ist eine Co-Produktion zwischen Frankreich, Deutschland und den USA von dem Regisseur John G. Avildsen aus dem Jahr 1992.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in Südafrika in den 30er Jahren. Der kleine P.K., ein immigrierter Halbwaise, gehört einer Minderheit des Landes an, den Engländern. Sein Vater, ein Farmer, starb in der afrikanischen Wildnis. Gemeinsam mit seiner Mutter wächst P.K. mit seiner Amme aus dem Volk der Zulu auf, die ihn ihre Kultur und Sprache lehrt. P.K.'s Mutter stirbt und er kommt in einem Internat unter, in welchem er wegen seiner englischen Herkunft gehänselt und verprügelt wird, bis er zum Bettnässer wird.

Im Internierungslager trifft P.K. auf den Ruhepol der Kulisse, einem deutschstämmigen Komponisten und Kakteenfreund, der ihn unter seine Fittiche nimmt und weiter unterrichtet. Schnell schließt P.K. Freundschaft mit dem Sträfling Geel Piet, einem Boxer, der ihn das Boxen lehrt. Schnell wird klar, dass P.K. ein einzigartiges Boxtalent besitzt, und Geel Piet macht sich auf, Legenden über einen weißen Mann, den "Regenmacher", zu verbreiten, der die Völker einst vereinen wird.

Das Ende des Krieges rückt näher. Der deutsche Professor wird entlassen, Geel Piet wird im Gefängnis von einem Wärter zu Tode geprügelt. P.K., mittlerweile zu einem jungen Mann herangewachsen, findet sich in einem englischen Internat wieder. P.K. ist unter "seinesgleichen", die Vergangenheit längst verdrängt. Er boxt und siegt, ist unter den Mitschülern ein kleiner Held im Ring. Doch die Vergangenheit holt ihn wieder ein, als er sich in eine Boxschule einschreibt, die das Gesetz des Landes verhöhnt und öffentlich propagiert, dass alle Rassen hier boxen dürfen. Der Leiter arrangiert für P.K. einen Kampf in Alexandria mit einem schwarzen Boxer namens Gideon.

P.K. verliebt sich in Maria, die Tochter eines Erzkonservativen der höheren Schicht. Der Vater kommt ihrem Freund auf die Schliche und verbietet ihr, ihn zu sehen. Doch Maria schleicht sich aus dem Haus und wagt mit P.K. einen Schritt nach Alexandria, einem von der Apartheid gezeichneten Dorf. Maria wohnt dem Boxkampf bei, ist aber gleichzeitig erschreckt und fasziniert von der Armut und dem innigen Zusammenhalt der Zulu-Gemeinschaft. P.K. gewinnt den Boxkampf, und Gideon schreitet schnell gegen die aufgebrachte Masse ein - P.K. sei der "Regenmacher". Die Menge feiert und P.K. hat eine Ahnung, welches Schicksal auf ihn zukommt.

Die Boxschule wird von den weißen Rassisten niedergebrannt und der Schulleiter verhaftet. Zusammen mit Maria eröffnet P.K. auf Drängen von Gideon und seiner Frau ein geheimes Klassenzimmer in einer Kirche. Sie halten ein paar Sitzungen ab, um den Schwarzen das Lesen und Schreiben beizubringen. Die Machthaber kommen hinter das Versteck, brechen in das Gebäude ein und töten Maria unabsichtlich, als sie sich in die Kämpfe einmischt.

P.K. fällt in ein tiefes Loch und lässt sich nur schwer wieder aufrichten. Er plant, nach England zurückzukehren, um sein Stipendium zu erfüllen. Doch Gideon schafft es letztendlich, ihn daran zu hindern. Gemeinsam durchqueren sie das Land und haben große Pläne, allen Schwarzen das Lesen und Schreiben beizubringen.

Besonderheit[Bearbeiten]

Die Rolle des P.K. musste mit drei verschiedenen Darstellern besetzt werden. Der Film zeigt diese Person im Alter von 6, 12 und 18 Jahren. Beim Casting für die Rolle des 18 jährigen P.K. wurden mehr als 2000 Darsteller getestet, bevor diese Rolle an Stephen Dorff vergeben wurde.

Der Drehbuchautor Robert Mark Kamen hat das Skript nach einem Roman von Bryce Courtenay verfasst.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1993 von der Political Film Society mit dem Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. In der Kategorie Menschenrechte erhielt er eine Nominierung.

Im gleichen Jahr war der Film in drei Kategorien, u.a. Best Young Actor Starring in a Motion Picture (Stephen Dorff), für den Young Artist Award nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]