Imanan

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Landgemeinde Imanan
Landgemeinde Imanan (Niger)
Landgemeinde Imanan
Landgemeinde Imanan
Koordinaten 14° 1′ N, 3° 13′ O14.0108333333333.215Koordinaten: 14° 1′ N, 3° 13′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tillabéri
Departement Filingué
Einwohner 38.759 (2010)

Imanan ist eine Landgemeinde im Departement Filingué in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Imanan liegt in der Sahelzone am Dallol Bosso. Die Nachbargemeinden sind Filingué im Norden, Kourfeye Centre im Osten und Tondikandia im Südwesten. Das Gemeindegebiet ist in 32 administrative Dörfer und 28 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Bonkoukou.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Imanan wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von mehreren Tuareg-Gruppen besiedelt. Um 1870 besiegte Imanans Herrscher Bakkim die Zarma von Dosso. Nach seinem Tod 1888 erhielt sein Sohn Anar die Herrschaft, diesem folgte 1890 Efilla nach. Letzterer musste sich gegen Angriffe aus Karma und Filingué zur Wehr setzen. 1896 wurde Mazou sein Nachfolger.[3] Mazou ergab sich 1901 den Franzosen und flüchtete nach Nigeria.[4]

Die Landgemeinde Imanan ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Imanan/Bonkoukou hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Imanan 29.286 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 38.759 Einwohner berechnet.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Südrand einer Zone, in der Agropastoralismus betrieben wird.[6] Durch Imanan verläuft die Nationalstraße 25, die die Gemeinde mit der Nachbarstadt Filingué und der nigrischen Hauptstadt Niamey verbindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Henri Guillaume: Les nomades interrompus. Introduction à l'étude du canton twareg de l'Imanan. Centre nigérien de recherches en sciences humaines, Niamey 1974.
  • Rebecca Walker: Gender and Social Strata. Struggles Over Land in Imanan Canton, Niger. Dissertation, Carleton University, Ottawa 1992.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 100.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 243.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 56.
  6. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.