Immer Ärger mit Sergeant Bilko

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Filmdaten
Deutscher Titel Immer Ärger mit Sergeant Bilko
Originaltitel Sgt. Bilko
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Jonathan Lynn
Drehbuch Andy Breckman
Produktion Brian Grazer
Musik Alan Silvestri
Kamera Peter Sova
Schnitt Tony Lombardo
Besetzung

Immer Ärger mit Sergeant Bilko (Sgt. Bilko) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Jonathan Lynn aus dem Jahr 1996. Die Hauptrolle spielt Steve Martin. Die Handlung beruht auf der amerikanischen Fernseh-Comedy-Serie The Phil Silvers Show aus den 1950er Jahren.

Handlung[Bearbeiten]

Der Private First Class Wally Holbrook trifft auf dem Stützpunkt der US Army, befehligt von Colonel John T. Hall, ein. Der Colonel meint, dass er Mechaniker ist und daher dem Motorpool (eine Art Werkstatt für die Basis) zugeteilt wurde, das von Master Sergeant Ernest G. Bilko geführt wird. Colonel Hall warnt den jungen Holbrook vor Bilko und seinen Männern und empfiehlt ihm, sein Geld in der Mütze zu verstecken. Im Motorpool eingetroffen bemerkt Holbrook sofort, dass die gesamte Kompanie nur dem Glücksspiel frönt und Kapital aus Wetten der Soldaten des gesamten Stützpunktes schlägt. Auch werden Lotterien und Hunderennen veranstaltet. Holbrook wird von seinen neuen Kameraden ausgenommen, um zu sehen, was er bei sich führt. Auch Bilko bemerkt sofort das Versteck von Holbrooks Geld. Holbrook wird in die Machenschaften eingeweiht: Sein erster Auftrag ist es, den Meilenstand des PKWs von Colonel Hall zurückzudrehen, da das Auto über das Wochenende verliehen war. Dieser ist allerdings noch fest von seinen soldatischen Pflichten überzeugt und weigert sich daher, das zu tun. Mittlerweile kommt es zur Konfrontation mit Colonel Hall, der nach seinem Wagen fragt, jedoch hat Bilko Dutzende von Ausreden parat, um vom eigentlichen Thema abzulenken.

Bilko hat eines Tages um 12 Uhr einen Termin. Beim Mittagessen grübelt er darüber nach, was es denn für einer sein könnte. Als es ihm schließlich einfällt, ist es aber zu spät: Seine Verlobte Rita Robbins wartet wieder einmal vergeblich in der Kirche auf die Trauung. Bilko kommt zu spät und hat wieder eine Reihe von Ausreden parat. Rita stellt Bilko aber ein Ultimatum: Wenn er sie nicht innerhalb von 30 Tagen heiratet, ist es für immer und ewig aus.

Holbrook steht pünktlich um 5 Uhr in der Früh mit dem Weckruf auf. Im Aufenthaltsraum der Kompanie angekommen sieht er die Auswirkungen der Party des vergangenen Tages und stellt wieder einmal fest, dass es den Leuten an der notwendigen Disziplin fehlt. Langsam kursieren Gerüchte in der Army, dass kleinere Stützpunkte aus Kostengründen geschlossen werden sollen. Diese Gerüchte verdichten sich noch mehr, als Major Colin Thorn als Inspizient des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten die Basis besucht. Da der Stützpunkt einen neuartigen Hoverpanzer entwickelt, will Thorn sich die Fortschritte ansehen. Bei der Demonstration geht alles schief: Der Panzer schwebt zwar, feuert er aber einen Schuss ab, gerät er außer Kontrolle. Thorn will den Stützpunkt bereits wieder mit der Andeutung, diesen schließen zu lassen, wieder verlassen. Als er jedoch hört, dass Bilko auf dem Stützpunkt stationiert ist, entschließt er sich zu bleiben. Thorn und Bilko verbindet eine alte Feindschaft: Vor einigen Jahren wurde auf einem anderen Armeestützpunkt ein Boxkampf veranstaltet. Da Bilko bei Wetten den Ausgang des Kampfes niemals dem Zufall überlassen wollte, manipulierte er den Kampf, indem er einen der beiden Kontrahenten besticht, damit dieser absichtlich K.O. geht. Aufgrund eines Fehlers wird das Geld aber dem falschen Boxer übergeben. Beide denken also, sie sollen K.O. gehen. Somit endet der Kampf mit einem K.O. beider Boxer nach nur einem Schlag. Thorn vermutet die Manipulation und findet das Geld im Spind eines der Boxer. Er hält ihm das Geld unter die Nase, als genau in diesem Moment die Militärpolizei den Raum betritt. Thorn wird irrtümlich verhaftet. Zur Strafe wird er auf einen Stützpunkt nach Grönland versetzt. Diesen Umstand trägt er Bilko nach.

Von Thorn wird nun auch der Zustand der Kompanie bemängelt, da es den Leuten sowohl an militärischem Können fehlt als auch an der körperlichen Fitness, was Thorn am Beispiel von Private Doberman deutlich macht, der das zulässige Höchstgewicht der US Army sichtbar überschreitet. Thorn engagiert zwei Spezialisten, die die Aktivitäten von Bilko überprüfen sollen. Diese finden einige Ungereimtheiten, jedoch hat Bilko für alles eine plausible Erklärung. Bei der Inventur seiner Einheit werden die beiden von Bilkos Männern gekonnt hinters Licht geführt. Schließlich melden die Inspektoren Thorn, dass Bilko zwar einige ominöse Vorkommnisse aufzuweisen hat, letztlich aber für jedes dieser Ereignisse eine passende Erklärung liefern konnte. Thorn überredet Hall, Bilko und seine Truppe an einem Manöver in der Nähe von Las Vegas teilnehmen zu lassen. In der Abwesenheit von Bilko, der inzwischen mit seinen Männern lieber in Las Vegas spielt, anstatt am Manöver teilzunehmen, knacken die Spezialisten seinen Computer. Sobald sie dies geschafft haben, schickt Thorn die beiden weg und manipuliert die Daten so, dass es aussieht, als hätte Bilko die Gelder für das Hoverpanzerprojekt veruntreut.

Mit diesen konstruierten Beweisen konfrontiert, sieht Colonel Hall sich dazu gezwungen, Bilko nach Grönland zu versetzen, um ihm das Militärgericht zu ersparen. Dieser weiß aber schon, wie er sich an Thorn rächen kann. Er überredet Hall mittels einer List dazu, nochmals eine Vorführung des Hoverpanzer zu veranstalten. Er garantiert, dass alles funktionieren wird und der Stützpunkt somit seiner Schließung entgehen kann. Thorn wird eine Falle gestellt: Im Saloon unterhalten sich zwei von Bilkos Männern darüber, dass die Taktische Hover-Steckkarte das fehlerverursachende Modul sei, aber die Probleme inzwischen behoben seien. Daraufhin entwendet dieser in der Nacht die besagte Steckkarte aus dem Panzer. Am folgenden Tag kommt es zur neuerlichen Vorführung, auch der zuständige General und zahlreiche Kongressabgeordnete nehmen an diesem Spektakel teil. Der Panzer beginnt mit seiner Demonstration: Er schwebt über dem kleinen See und feuert auf das erste Ziel – welches auch getroffen wird. Der Panzer nimmt Anlauf für einen zweiten Versuch und auch das zweite Ziel wird ohne Schwierigkeiten zerstört. Thorn ist außer sich vor Wut. Das restliche Publikum ist jedoch begeistert. In Wirklichkeit wird mittels Flammenwerfer lediglich ein Feuerstrahl durch das Rohr des Panzers geschickt, das Ziel aber wird per Fernzündung von Bilkos Männern gesprengt. Das Publikum ist von der Vorführung so begeistert, dass nicht mal mehr auffällt, dass der Panzer Ziel drei anvisiert, aber Ziel vier in die Luft fliegt. Unter Gratulationen beschuldigt Thorn Bilko des Betruges; alle halten diese Anschuldigung für haltlos. Nachdem Thorn aber Bilko unbedingt eins auswischen will, verplappert er sich und zeigt triumphierend die von ihm entwendete Steckkarte, ohne die der Panzer überhaupt nicht hätte funktionieren dürfen. Thorn hat sich selbst überführt und endet schließlich wieder in Grönland. Nachdem alle Gefahren abgewehrt wurden, hat sich auch Private Holbrook bei der Gruppe eingelebt. Er ist bereits damit beschäftigt, den Meilenzähler des Autos von Colonel Hall zurückzudrehen. Auch kommt es am Ende doch noch zur Hochzeit zwischen Sergeant Bilko und Rita Robbins.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, dass der Film zu den unwitzigen und unoriginellen Filmen Martins der letzten Zeit gehöre. Die Komödie schwanke in ihrer Qualität von Mittelmaß bis schrecklich. Die Besetzungsliste wirke wie ein Treffen der Alumni der Fernsehshow Saturday Night Live.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 29. März 1996, dass er sich Jim Carrey oder Joe Mantegna in der Rolle des Sgt. Bilko vorstellen könne. Er lobte jedoch am Ende die Darstellung von Steve Martin.[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in Kalifornien gedreht. Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 39 Millionen US-Dollar, der Film spielte in den Kinos der USA 30,4 Millionen US-Dollar ein.[3]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Kritik von James Berardinelli
  2. Kritik von Roger Ebert
  3. Business Data for Sgt. Bilko

Weblinks[Bearbeiten]