Immortalisierung

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Die Immortalisierung bezeichnet in der Zellbiologie eine Methode, welche die Zellteilungsfähigkeit erhält.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die Immortalisierung erfolgt durch eine Aufhebung der Begrenzung der Anzahl von Zellteilungen in einer Zelle, die als Hayflick-Grenze bezeichnet wird. Immortalisierte Zellen können sich im Gegensatz zu gewöhnlichen Zellen beliebig häufig teilen und lassen sich in Zellkultur theoretisch unbegrenzt vermehren, woher die Bezeichnung immortalunsterblich‘ stammt. Dieses unbegrenzte Zellwachstum kann z. B. durch Infektion mit bestimmten Viren (manche Herpesviren,[1] das SV40-Virus,[2] HTLV[2]) durch Transfektion mit immortalisierenden Genen oder Proteinen (z. B. großes T-Antigen des SV40-Virus,[3] Adenovirus E1A[2] oder Papillomavirus E7 mit hTERT)[4] oder durch Fusion mit Tumorzellen im Rahmen der Hybridom-Technik erreicht werden. Natürlich kommt eine Immortalisierung bei Krebs vor. Bei einer Immortalisierung kann es zu einer Dedifferenzierung der Zellen kommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Immortalisierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. D. T. Rowe: Epstein-Barr virus immortalization and latency. In: Frontiers in bioscience : a journal and virtual library. Band 4, März 1999, S. D346–D371, ISSN 1093-9946. PMID 10077545.
  2. a b c Y. Katakura, S. Alam, S. Shirahata: Immortalization by gene transfection. In: Methods in cell biology. Band 57, 1998, S. 69–91, ISSN 0091-679X. PMID 9648100.
  3. P. An, M. T. Sáenz Robles, J. M. Pipas: Large T antigens of polyomaviruses: amazing molecular machines. In: Annual review of microbiology. Band 66, 2012, S. 213–236, ISSN 1545-3251. doi:10.1146/annurev-micro-092611-150154. PMID 22994493.
  4. C. Darimont, K. Macé: Immortalization of human preadipocytes. In: Biochimie. Band 85, Nummer 12, Dezember 2003, S. 1231–1233, ISSN 0300-9084. PMID 14739075.