Immunmodulation

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Als Immunmodulation wird die Beeinflussung des Immunsystems durch pharmakologisch wirksame Stoffe bezeichnet

Dies kann zur Dämpfung des Immunsystems (Immunsuppression) etwa nach Transplantationen und zur Vermeidung einer Abstoßungsreaktion dienen oder auch zur Immunstimulation, also einer Erhöhung der natürlichen Immunreaktion, zur Behandlung von Infektionskrankheiten. Interferon ist beispielsweise eine mögliche Therapie bei Hepatitis C-Erkrankungen. Einige Stoffe bewirken eine Regelung der Immunantwort. Es wurden Belege gefunden, dass Cannabis zwar eine starke, im Falle von Autoimmunerkrankungen möglicherweise überschießende Reaktion dämpft, jedoch gleichzeitig Entzündungen bekämpfende Immunzellen zum Entzündungsherd lockt.[1]

Bestimmte Heilpflanzen, wie beispielsweise der Rote Sonnenhut, gelten ebenfalls als immunmodulierend. Zur Wirksamkeit des Roten Sonnenhuts gibt es widersprüchliche Studien. Als weitgehend belegt, wird die immunmodulierende Wirkung von Cannabis angesehen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. edoc.ub.uni-muenchen.de Untersuchungen zur entzündungshemmenden Wirkung von Cannabis sativa L.- Extrakten im Modell der Gewebekulturen, Lehrstuhl für Allgemeine Pathologie und Neuropathologie am Institut für Tierpathologie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Alexandra Nadig, Inaugural-Dissertation, PDF, zuletzt abgerufen am 24. Juli 2013