Implosion

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Dieser Artikel beschreibt die Zerstörung durch mechanische Kräfte. Für den Vorgang, der die Explosion eines Sterns auslöst, siehe Gravitationskollaps
Bei einer Explosion (oben) wirken die Kräfte vom Zentrum fort, bei einer Implosion (unten) jedoch sind die Kräfte auf das Zentrum selbst gerichtet. Das Objekt bricht in sich selbst zusammen.
Implodierende Vakuumröhre

Eine Implosion ist der plötzliche Zusammenbruch eines Objekts infolge eines Außendrucks, der größer als der Innendruck ist, oder anderer Kräfte, die unausgeglichen auf die Objektmitte hin wirken. Die Implosion steht damit im Gegensatz zur Explosion, die dementsprechend aus dem umgekehrten Kräfteverhältnis resultiert.[1]

Eine Implosion kann beispielsweise bei der Zerstörung einer evakuierten Bildröhre eines Fernsehgerätes oder (CRT-)Computerbildschirmes auftreten. Ursache solcher Implosionen ist dabei der Verlust der Stabilität des Gefäßes, die den Druckunterschied tragen soll. Sie sind häufig mit einem lauten Knall auf Grund des sich rapide ändernden Luftdrucks verbunden. Zwar werden die Trümmerteile dabei zunächst ins Innere des zerstörten Gefäßes beschleunigt, durch die resultierenden Kollisionen aber nur teilweise abgebremst und fliegen in der Folge wieder explosionsartig auseinander.[1]

Implosionen können sich auch ohne die mechanische Zerstörung eines Gefäßes ereignen. So kollabieren etwa bei der Kavitation, welche zum Beispiel beim Betrieb von Schiffsschrauben auftreten kann, schlagartig kleine, nur kurz zuvor gebildete Dampfblasen, da der sie umgebene Wasserdruck ihren eigenen Innendruck übersteigt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Implosion. In: Lexikon der Physik. Spektrum Akademischer Verlag, abgerufen am 18. März 2014.
  2.  Janusz Ozonek: Application of Hydrodynamic Cavitation in Environmental Engineering. CRC Press, 2012, ISBN 0415616263, S. 43 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).