Imponderabilien

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Dieser Artikel bezieht sich auf „Imponderabilien“ als bildungssprachlichen Ausdruck. Zum rechtlichen Imponderabilienbegriff siehe Imponderabilien (Recht).

Imponderabilien (lat. imponderabilis - unwägbar) ist ein bildungssprachlicher Ausdruck für Unwägbarkeiten, also z.B. Befindlichkeiten, Gefühls- und Stimmungsschwankungen oder nicht quantifizierbare Risiken. Der Ausdruck wird nur im Plural verwendet; der Gegenbegriff Ponderabilien [1] wird noch seltener verwendet. Beide Begriffe gehen wahrscheinlich auf Antoine Laurent de Lavoisier zurück, der damit die nicht wägbaren Elementarstoffe (z. B. den Lichtstoff) von den wägbaren Grundbestandteilen der Gase unterschied.

In der Betriebswirtschaftslehre werden unter Imponderabilien wertmäßig nicht oder nur ungefähr quantifizierbare Einflussfaktoren auf eine Investitionsentscheidung verstanden. Das Vorsichtsprinzip ("Prinzip der kaufmännischen Vorsicht") gebietet, in Rechnungswesen und Bilanzierung alle Risiken und Verluste angemessen zu berücksichtigen und sie im Zweifel eher zu hoch als zu niedrig anzusetzen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Drosg: Der Umgang mit Unsicherheiten: Ein Leitfaden zur Fehleranalyse. Facultas, 1. Auflage 2006. 978-3850767484

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annalen der Physik, Band 42, 1812 (Digitalisat bei Google-Books).