Impromptu

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Ein Impromptu [ɛ̃prɔ̃'ty:] (frz.; von lat. in promptu esse „in Bereitschaft sein“, „zur Verfügung stehen“) ist ein kleineres Musikstück in der Instrumentalmusik.

Das Impromptu ist regelmäßig an einen festen musikalischen Aufbau gebunden, der an das Rondo oder die barocke Da-capo-Arie erinnert: Dem ersten Thema folgt ein Mittelteil, nach dem das erste Thema unverändert wiederholt wird (a-b-a = die dreiteilige Liedform).

Zu den Komponisten, die sich mit dieser Musikform beschäftigt und berühmte Impromptus geschrieben haben, zählen u. a. Robert Schumann, Alexander Skrjabin, Frédéric Chopin und Franz Schubert.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die acht Impromptus (zwei Zyklen, D 899 (op. 90) und D 935 (op. 142), mit jeweils vier Sätzen) von Franz Schubert, da diese Stücke allesamt sehr eingängig sind, wobei das eine oder andere auch von Klavierliebhabern ohne pianistische Ausbildung gespielt werden kann, während andere Stücke der Reihe technisch extrem anspruchsvoll sind. Eine Besonderheit stellt das erste Thema des Impromptus Nr. 2 aus op. 142 dar, da seine Melodie – sei es Zufall oder Absicht – mit der des in den 1920er Jahren produzierten Schlagers Wer hat denn den Käse zum Bahnhof gerollt identisch ist. Auch Mireille Mathieu hat diese Melodie für ihr Lied Die Tage der Liebe verwandt, das erstmals bei einem Galaabend in Leipzig am 31. Dezember 1970 aufgeführt wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Der Begriff bezeichnet in der Zauberkunst Zaubertricks, die jederzeit ohne spezielle Hilfsmittel aufgeführt werden können.
  • Unter dem Namen Impromptü spielt ein Improvisationstheater in Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten]