Imre Payer

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Imre Payer
Spielerinformationen
Voller Name Imre Payer Perényi
Geburtstag 1. Juni 1888
Geburtsort SopronÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 1956
Position Abwehr
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1911–1919
1919–1920
1920–1921
Ferencváros Budapest
Wiener AC
Zuglói AC
Nationalmannschaft
1911–1918 Ungarn 21 (4)
Stationen als Trainer
1921–1922
1922–1923
1923–1924
1924–1926
1926–1927
1927–1929
1930–1931
1931–1932
1932–1933
1932–1933
1933–1934
1934–1935
1935–1936
1936–1937
1937–1938
1938–1940
1940–1942
1942–1943
1945–1946
1946–1947
1949–1950
AC Venedig
Brescia Calcio
FC Modena
SG Andrea Doria
US Carrarese
Atalanta Bergamo
Udinese Calcio
Savona 1907 FBC
Calcio Lecco
Atalanta Bergamo
US Carrarese
Virtus Entella
Atalanta Bergamo
Virtus Entella
Calcio Lecco
Acciaierie Falck
US Carrarese
US Grosseto
US Massese
US Carrarese
US Massese
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Imre Payer, ungarisch auch Imre Perényi, (* 1. Juni 1888 in Sopron, Österreich-Ungarn; † 1956) war ein ungarischer Fußballspieler und -trainer, der in den 1910er Jahren zur Stammformation der ungarischen Nationalmannschaft gehörte und mit dem Ferencvárosi TC drei Meistertitel gewann.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Imre Payer kam im Jahr 1910 von Győr nach Budapest, wo er sich dem FTC anschloss und gemeinsam mit Gyula Rumbold eines der stärksten Defensivpaare seiner Zeit bildete. Der linke Verteidiger konnte vor allem durch seine physische Stärke und Kampfkraft überzeugen, daneben verfügte er über einen gefürchteten Schuss, den er insbesondere bei Freistössen aus größerer Distanz zur Anwendung brachte.

Bei den Grün-Weißen spielte er in einer Mannschaft mit Gáspár Borbás, Imre Schlosser, István Tóth-Potya und Zoltán Blum und konnte 1911 auf Anhieb den Meistertitel gewinnen, dem in den folgenden Jahren zwei weitere sowie ein Cupsieg folgten. Ab Mitte des Jahrzehnts übernahm der MTK die führende Rolle im ungarischen Fußball, so dass Payer danach zu keinen weiteren Titeln mehr kam.

Im Jahr 1919 wechselte er wie viele ungarische Spieler zu dieser Zeit nach Wien und schloss sich dem Wiener AC an. Dort konnte er jedoch nicht überzeugen und kam nur auf zwei Einsätze in der Meisterschaft. In einer Saisonrückschau wurde er als eine der größten Enttäuschungen im Wiener Fußballsport bezeichnet, von dessen ehemals hervorragenden Fähigkeiten nur noch das geölte Mundwerk[1] übrig geblieben war. Payer kehrte nach Budapest zurück und beendete seine Karriere beim Zuglói AC.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab Payer im November 1911, als er bei einem 2:0 gegen Österreich als linker Läufer zum Einsatz kam. Bald rückte er jedoch auch im Nationalteam in die Verteidigung zurück, wo er ebenfalls am der Seite von Rumbold spielte. Bei den Olympischen Spielen 1912 gehörte er zum Aufgebot der Ungarn, die nach einer Auftaktniederlage gegen England die Trostrunde gewannen.

Letztmals kam er im Oktober 1918 bei einem 3:0 gegen Österreich zum Einsatz, wobei er neben Károly Fogl spielte und in diesem Spiel zwei Tore aus Elfmetern erzielte. Insgesamt vertrat er Ungarn 21mal international und schoss dabei vier Tore.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Im Jahr 1921 übersiedelte Payer nach Italien, wo er eine Trainerlaufbahn einschlug, die beinahe drei Jahrzehnte dauern sollte. In den 1920er Jahren betreute er mehrere erstklassige Vereine wie Brescia Calcio, SG Andrea Doria, FC Modena und Atalanta Bergamo. Später war er vor allem bei zweit- und drittklassigen Vereinen wie Calcio Lecco, US Carrarese und Falck Sesto San Giovanni tätig, ehe er seine Karriere in den frühen 1950er Jahren beendete.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Imre Payer in der Datenbank von Weltfussball.de
  • Foto bei www.tempofradi.hu

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Wiener Sporttagblatt, 9. Jänner 1920, S.2