Ina Grätz

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Ina Grätz (* 1983 in Aurich) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Kuratorin mit den Schwerpunkten Design und Gegenwartskunst.

Werdegang[Bearbeiten]

Ina Grätz studierte an der Universität Hamburg und an der Rijksuniversiteit Groningen Kunstgeschichte, Kulturanthropologie, Evangelische Theologie und Museumsmanagement. In Hamburg schloss sie ab mit einer Magisterarbeit über Organische Formen bei Sitzmöbeln aus Plastik (1940–1960). Nach ihrem Volontariat am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg arbeitete sie dort als Kuratorin für Design in der Sammlung Moderne. [1]

2011 kuratierte Ina Grätz im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg die Ausstellung „Stylectrical. Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“, für die sie eineinhalb Jahre gearbeitet hat. Es ist die weltweit erste Apple-Gesamtschau.[2] Sie umfasste rund 400 Exponate, im Zentrum stand das Design von Jonathan Ive für Apple.[3][4][5][6][7]

Seit Januar 2012 leitet Ina Grätz das private Museum Villa Schöningen in Potsdam.[8] Sie kuratierte dort seitdem die Ausstellungen Grenzgänge mit Werken von Olafur Eliasson, Tobias Rehberger, Katharina Grosse und Anselm Reyle[9]; Walls, eine Installation des Objektkünstlers Andreas Slominski im Garten der Villa Schöningen[10][11], und die Sonderschau „aus der zeit“, die abstrakte und informelle Kunst der Nachkriegsmoderne zeigte, darunter Werke von Hans Arp und Willi Baumeister.[12]

Kuratierte Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 2010: Mitarbeit an der Ausstellung Ideen Sitzen – 50 Jahre Stuhldesign, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • 2010: Made in USA – Industriedesign von Albrecht Graf Goertz, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • 2011/2012: Stylectrical. Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • 2012/2013: Andreas Slominski – WALLS, Villa Schöningen
  • 2012: Grenzgänge, Villa Schöningen
  • 2013: „aus der zeit“, Villa Schöningen

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ina Grätz. Curator of the modern collection at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Study of art history, protestant theology, German studies, and cultural anthropology in Hamburg and Groningen. Thesis on “Organische Formgebung bei Sitzmöbeln aus Plastik (1940 –1960)” (Organic Form in Seating Furniture Made of Plastic, 1940–1960). In 2007, head of the project “Wert-Schöpfung: kunst · unternehmen · hafen” within the framework of the project competition “Herausforderung Unternehmertum” of the Foundation of German Business and the Heinz Nixdorf Foundation. In: Apple-Design. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2011, S. 8 (Auszug auf pdf)
  2. Evelyn Runge: Ein Knopf für alles. Eine Gesamtschau des Apple-Designs in Hamburg. DIE ZEIT Nº 35/2011. Online 25. August 2011
  3. Kunsthistorikerin: Jobs hat moderne Kultur geprägt, Berliner Zeitung, 6. Oktober 2011
  4. Ingeborg Wiensowski: Apple im Museum: Keine Angst, der will doch nur speichern!, Spiegel online, 23. August 2011
  5. Klaus Irler: Eine Frage der Philosophie, taz vom 26. August 2011
  6. Interview mit Ina Grätz, die Kuratorin der Hamburger Ausstellung "Stylectrical", Berliner Zeitung, 6. November 2011
  7. Daniel Völzke: Apple-Retrospektive in Hamburg. Ende der Ära Steve Jobs. Interview mit Ina Grätz. In: Monopol (Zeitschrift), 25. August 2011
  8. art. Das Kunstmagazin. 25. März 2013
  9. Grenzgänge, Villa Schöningen
  10. Andreas Slominski: WALLS. Curated by: Ina Gratz. ArtSlant
  11. Gegen Mauern im Kopf, Berliner Zeitung, 6. Juni 2012
  12. „Endlich konnten sie frei malen“. Kuratorin Ina Grätz über die Ausstellung „aus der zeit“ in der Villa Schöningen, Potsdamer Neueste Nachrichten, 8. März 2013
  13. Die "Süddeutsche Zeitung" rezensiert das von Sabine Schulze und Ina Grätz herausgegebene Buch "Die SPIEGEL-Kantine". Rezensionsnotiz, DER SPIEGEL 50/2012
  14. "Spiegel"-Kantine. Mittagessen in einer Stilikone (Bildergalerie), Zeit Online