Indira Weis

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Indira Weis, Mallorca Opening 2011 im MegaPark am 1. Mai 2011

Indira Weis (* 30. September 1979 in Groß-Gerau, eigentlich Verena Weis) ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin, die 2001 als eine der Sängerinnen der Band Bro’Sis bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Verena Weis ist das zweite Kind von Manju, einer indischen Dolmetscherin, und Helmut Weis, einem deutschen Lehrer. Den Spitznamen „Indira“ bekam sie auf einer Indienreise, auf der sie Verwandte besuchte. Im Alter von fünf Jahren begann sie mit Gitarrenunterricht und brachte sich später autodidaktisch das Klavierspielen bei. Nach dem Abitur, das sie auf dem Gymnasium Gernsheim absolvierte, begann sie ein Studium der Musikwissenschaften, Amerikanistik und Indologie. Dieses brach sie ab, um Schauspielunterricht mit Schwerpunkt Gesang und Tanz an der Internationalen Michael-Tschechow-Schule in München zu nehmen. Dort wirkte sie in einer Hip-Hop-Band mit und begann als Fotomodell zu arbeiten. Nach einem Jahr brach sie auch die Schauspielschule ab und absolvierte stattdessen ein Praktikum in einer Internet-Agentur. Zuletzt arbeitete sie vor ihrer Bewerbung bei Popstars als Produzentin beim Frankfurter Regionalradiosender Planet Radio.

Bro’Sis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bro’Sis

Weis nahm am 26. September 2001 beim Popstars-Casting in Frankfurt am Main teil. Die Teilnahme kam durch Planet Radio zustande: „Ich war vorher bei "Planet Radio", die Leute dort wollten mich zum Casting schicken, um darüber zu berichten. Allerdings war mir das zu blöd. Ich wäre gleich abgestempelt worden, weil ich so ein komisches T-Shirt von unserem Sender hätte tragen müssen. Ich bin also alleine hingegangen, weil ich einfach neugierig war.“ Mit You Make Me Wanna von Usher konnte sie die Jury von sich überzeugen. Sie wurde letztlich als Mitglied in die R&B-Band Bro’Sis aufgenommen. Auf der zweiten Single der Band wurde als Bonustrack der Titel Peace of Soul veröffentlicht, eine englischsprachige Version des von Weis verfassten Liedes Mein Glück. Am 5. August 2002 wurde sie mit Tobi Schlegl in der Kategorie Fashion zum „Trendsetter des Jahres“ des New Faces Award gewählt.[1]

Solokarriere[Bearbeiten]

Nach ihrem Ausstieg bei Bro’Sis im Mai 2003 konzentrierte sich Weis auf die Schauspielerei und trat 2004 unter anderem in einer Folge von SOKO Köln und in Traumhotel Karibik sowie 2005 im Musical Quo Vadis in Trier auf. Danach nahm sie eine mediale Auszeit und studierte von 2007 bis 2009 in einer Frauenjeschiwa in Jerusalem die Tora und lernte hebräisch. Während des Aufenthalts konvertierte sie zum Judentum.[2] Nachdem sie nach Deutschland zurückgekehrt war, wandte sie sich mit einer eigenen GmbH wieder der Musik zu. Im September 2009 erschien ihre Comeback-Single, eine Coverversion des Rudi Carrell-Titels Wann wird's mal wieder richtig Sommer.[3]

Für Anfang 2010 kündigte sie an, nach New York zu ziehen und dort eine Schauspielschule zu besuchen.[4] Bei ihrer Einreise wurde Weis am Flughafen in Miami festgenommen, da die Behörden ihr vorwarfen, dass sie in den USA ohne Arbeitsgenehmigung für einen deutschen TV-Sender arbeiten wolle. Laut ihrem Management lag eine Anfrage der Vox-Dokureihe Goodbye Deutschland! Die Auswanderer vor. Eine Zusammenarbeit habe aber zum Zeitpunkt der Festnahme noch nicht bestanden. Nach einer Nacht im Flughafengefängnis wurde sie von der Polizei zurück nach Deutschland abgeschoben.[5]

Im März 2010 wechselte Weis zur Genius Group Productions und nahm mit dem Produzenten Gabriel Ioana ihre zweite Single Beautiful Destination auf, die am 25. Juni 2010 erschien.

Im Januar 2011 war Weis Teilnehmerin der RTL-Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, in der ihr Ex-Bandkollege Ross Antony bereits 2008 Teilnehmer war. Sie musste das Camp in der Sendung vom 27. Januar als Fünftplatzierte verlassen.[2] In Australien entwickelte sich ihre Beziehung zu Ex-US5-Sänger Jay Khan. Diese hielt bis zum Juli 2011.[6]

Direkt vor der Abreise nach Australien drehte Weis auf dem Marktplatz in Heppenheim und in der Altstadt von Bensheim das Musikvideo zu ihrer dritten Solo-Single Hol de Radio, die am 28. Januar als digitaler Download erschien.[7] Der Bayerische Rundfunk warf ihr vor, mit der Melodie von Hol de Radio einen Titel von Comedian Chris Boettcher kopiert zu haben. Dies weist Weis von sich, da die Melodie "in jedem dritten Song" vorkomme.[8] Nachdem Boettchers Musikverlag rechtliche Schritte einleitete, musste das Lied vom Markt genommen werden.[9]

In der Februar-Ausgabe 2011 des deutschen Playboy war eine am Strand von Mauritius aufgenommene Fotostrecke von ihr zu sehen.[10]

Für RTL war sie zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 als Botschafterin der Frauen-Fußball-WM im Einsatz.[11][12] Hierzu veröffentlichte sie am 1. Juli 2011 ihre vierte Solosingle unter dem Titel Frauenpower vor, die von Jay Khan geschrieben wurde.[13]

Im Januar 2012 gründete sie das Music Label Imperium Records und agiert seitdem als CEO.[14]

Im März 2012 nahm Weis am ProSieben Promiboxen teil und gewann dort ihren Kampf gegen Micaela Schäfer nach Punkten. Hierbei diente ihr ihre fünfte Solosingle Indian Electro Pop als Einlauf-Hymne, welches sie als erste Auskopplung ihres neu gegründeten Labels präsentierte.[15] Ende August 2012 veröffentlichte Weis auf Youtube das Lied Freedom is free - Free Pussy Riot (Freedom Song), als Zeichen dass die Mitglieder der Punkrock-Band Pussy Riot unverhältnismässig bestraft wurden.[16]

Im September 2012 wanderte Indira Weis nach Kalkutta aus, um in Indien eine Schauspielkarriere als Bollywood-Schauspielerin zu starten.[17] Hierbei wurde sie für die auf VOX ausgestrahlte Sendung Auf und davon – Mein Auslandstagebuch mit der Kamera begleitet.[18] Anlässlich der Doku veröffentlichte Weis auf YouTube das Lied My Life in India.[19]

Privates[Bearbeiten]

Seit 2011 ist Weis mit dem Sänger Manny Marc liiert.[20]

Diskographie[Bearbeiten]

Für die Diskografie von Bro’Sis, siehe Bro’Sis/Diskografie.

Solo-Singles[Bearbeiten]

  • 2009 – Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
  • 2010 – Beautiful Destination (feat. Cap.Z)
  • 2011 – Hol de Radio
  • 2011 – Frauenpower vor
  • 2012 – Indian Electro Pop (feat. Bhangra Brothers)

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Indira Weis auf der Premiere ihres Kinofilms Snowblind, Emden 2010

als Schauspielerin[Bearbeiten]

Sonstige Fernsehauftritte[Bearbeiten]

Indira Weis trat in mehreren Fernsehproduktionen als Kandidatin oder Darstellerin auf:

Kino[Bearbeiten]

  • 2005: Helloh
  • 2007: Miss Lucifer!
  • 2010: Snowblind
  • 2010: Dreams (Kurzfilm)
  • 2011: Blauer sucht Frau (Kurzfilm)[25]

Theater[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Indira Weis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "New Faces Award" in der Kategorie "Fashion"
  2. a b "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": Indira Weis im Dschungelcamp 2011
  3. Indira: Ex-Bro'Sis-Sängerin versucht Comeback mit Wiesn-Hit
  4. Ex-Brosis-Star zieht in die Bronx
  5. Indira muss leider draußen bleiben in Süddeutsche Zeitung vom 19. Januar 2010
  6. Indira Weis + Jay Khan: Aus nach sechs Monaten
  7. Indira feiert Veröffentlichung Ihrer neuer Single "Hol de Radio"
  8. Song-Diebstahl: Dschungelgirl Indira klaut bei Boettcher Pressemitteilung BR vom 3. Februar 2011
  9. Ausgejodelt: Indira nimmt Song vom Markt
  10. Indira Weis: Playboy 02/2011
  11. Lady-Fußball mit RTL und Indira Weis: Indira will WM-Begeisterung entfachen
  12. Indira: "Die Mädels zicken nicht so rum wie die Männer"
  13. Indira Weis: Botschafterin der Frauenfußball-WM
  14. Imperium Records
  15. Indian Electro Pop
  16. Video zuFreedom is free - Free Pussy Riot (Freedom Song)
  17. Indira Weis: Karriere in Bollywood?
  18. Indira Weis will in Bollywood als Schauspielerin durchstarten
  19. Video zu My Life in India
  20. Indira Weis liebt Atzen Manny
  21. Indira Weis: Gastrolle als Nonne bei Alarm für Cobra 11
  22. Indira: "Das perfekte Promi-Dinner" vom 6. Juli 2008
  23. Indira Weis: "Das perfekte Promi-Dinner" vom 13. März 2011
  24. http://www.3sat.de/page/?source=/kleinkunst/www/157608/index.html
  25. http://www.ofdb.de/view.php?page=film_detail&fid=218864