Indoktrination

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung‘) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.

Charakteristik[Bearbeiten]

Ein wesentliches Merkmal bzw. eine zentrale Methode der Indoktrination ist die Propaganda. Die Form der Informationsdarbietung ist hier einseitig verzerrt, die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird zensiert, die der Ideologie widersprechenden Angaben werden zurückgehalten, deren Äußerung mit diskreten Benachteiligungen oder konkreten Strafen bedroht.

Die Möglichkeiten, ein entsprechendes Informationsmonopol über eine große Menschenmenge zu erreichen, sind auffällig in Diktaturen gegeben. Aber auch eine unkontrollierte Monopol­isierung der Massenmedien und autoritäre, religiös oder politisch motivierte Erziehungs­formen können Indoktrination fördern. Dabei werden die (scheinbar) positiven Seiten des Systems überhöht, während kritische oder missliebige Informationen unterdrückt werden. Indoktrination geht zwangsläufig mit einem starken Lobbyismus einher und kann daher in jeder Ideologie bzw. Staatsform auftreten.

Markenführung[Bearbeiten]

Moderne Beispiele der Indoktrination sind die Methoden der Markenführung.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Indoktrination – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Praxisorientierte Markenführung, S. 511 unten
  2. http://www.focus.de/panorama/welt/tid-32578/david-miscaviges-nichte-packt-aus-so-tickt-der-innerste-zirkel-von-scientology-sklaverei-gehirnwaesche-und-angst-die-scientologische-indoktrinierung-endlose-verhoere_aid_1055157.html