Indulf (Schottland)

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Gemälde von König Indulf aus dem 18. Jahrhundert – Es gibt jedoch keinerlei Beweise für die Echtheit der Darstellung

Indulf (Idulb mac Causantín; † 962) war schottischer König von 954 bis zu seinem Tod. Er war der Sohn von Konstantin II. sowie Cousin seines Vorgängers Malcolm I. und seines Nachfolgers Dubh. Von 946 bis 952 war er bereits König von Strathclyde gewesen und trat diesen Titel an Dubh ab.

Während seiner Herrschaft begann eine erneute Phase dänischer Invasionen. Diese führten dazu, dass die Schotten ein immer stärkeres Nationalbewusstsein entwickelten. Nachdem die Dänen zuerst die Südküste Englands heimgesucht hatten, segelten sie nordwärts bis zum Firth of Forth. Doch die Dänen wurden von einer beeindruckenden Streitmacht empfangen, zogen sich zurück. Schließlich landeten sie bei Cullen in Banffshire. Indulf führte seine Truppen dorthin und vertrieb die Invasoren.

Konstantin II., Indulfs Vater, hatte im Jahr 937 die Schlacht von Brunanburh gegen den englischen König Æthelstan verloren und musste Lothian abtreten. Nach einer Entscheidungsschlacht eroberte Indulf die Festung Dun Eden zurück, das spätere Edinburgh, das Hauptstadt Schottlands werden sollte.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben hatte Indulf geheiratet, doch die genauen Umstände sind nicht bekannt, wie der Ort und das Datum der Hochzeit und der Name seiner Ehefrau. Er hatte drei Söhne, die später alle bei verschiedenen Feldzügen ums Leben kamen. Culen, einer dieser Söhne, bestieg 966 den schottischen Thron.

Wie sein Vater hatte Indulf die Absicht, abzudanken und Mönch zu werden. Widersprüchliche Quellen behaupten, er sei im Jahr 962 bei Findochty in Banffshire von Wikingern getötet worden. Es ist unklar, ob er zu diesem Zeitpunkt noch König war oder bereits abgedankt hatte.

Literatur[Bearbeiten]

D. J. Corner: Indulf. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 5, Artemis & Winkler, München/Zürich 1991, ISBN 3-7608-8905-0, Sp. 411–412.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Malcolm I. König von Schottland
954–962
Dubh