Industries Mécaniques Maghrébines

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الصناعات الميكانيكية المغاربية
Industries Mécaniques Maghrébines
Rechtsform Société Anonyme
Gründung 1982 (Erstgründung)
1991 (Neugründung)
Sitz Kairouan, Tunesien
Leitung Tahar Latrous (CEO)[1]
Jameleddine Latrous (GM)[2]
Mitarbeiter 320 (Tunesien; 2009)[3]
20 (Algerien; 2009)[4]
Branche Automobilhersteller
Automobilhandel

Die Industries Mécaniques Maghrébines, kurz auch IMM, ist ein im Jahre 1982[5] und – nach der Schließung 1988 – im Jahr 1991[1] neu begründetes Unternehmen zur Automobilherstellung mit Unternehmenssitz in Kairouan, Tunesien. Seither haben sich zudem gleichnamige Tochtergesellschaften zum Vertrieb der Fahrzeuge in Carthage (Tunis, Tunesien) und Oued Smar (Algier, Algerien) herausgebildet.

Die IMM stellt ein Joint-Venture dar, an dem die amerikanische General Motors zu 20 Prozent und die japanische Isuzu Motors zu 10 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 70 Prozent übernimmt die als Lokomotivenbauer tätige lokale GM-Tochtergesellschaft General Motors du Tunisie. Diese stellt unter anderem die Belegschaft für das Unternehmen.[6]

Im Januar des Jahres 2008 wurde bekanntgegeben, dass die algerische Tochtergesellschaft ebenfalls für die Montage von Fahrzeugen umgestaltet werden soll. Hierbei soll ein zweites Werk entstehen indem jährlich bis zu 25.000 Einheiten vom Band rollen.[7] In Tunesien werden hingegen im selben Zeitraum nur 4.000 Einheiten gefertigt.[5]

Die Fahrzeuge werden neben den beiden lokalen Märkten im Export auch in Gibraltar, Marokko, Mauretanien und in Libyen vermarktet. Die beiden Märkte sind also für die Versorgung der Märkte der Maghreb-Region bzw. der der Arabischen Maghreb-Union zuständig. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die Fahrzeuge der IMM als sie im Libyschen Bürgerkrieg des Jahres 2011 von den Schergen Gaddafis benutzt wurden, die gezielt verschiedene Städte des Landes angriffen, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

Neben Wallyscar ist das Unternehmen der derzeit einzige Automobilhersteller Tunesiens. In Algerien hingegen gelten die SOVAC (Volkswagen), die Elsecom Motors (Ford) und die RPA (Renault) als ernstzunehmende Konkurrenten.[8]

Als erstes Modell baute das Unternehmen den Minivan Isuzu Midi für den lokalen Markt, der sich vor allem im Nutzfahrzeugsektor wie auch im Krankentransport großer Beliebtheit erfreuen konnte. Zivile Ausführungen des Midi sind wegen der geringen Nachfrage hingegen heutzutage eine Rarität. Vor allem die schlechte Versorgung mit Ersatzteilen aus anderen Märkten lassen das Modell finanziell unrentabel werden. Als zweites Modell gab es bereits wenige Monate später den Isuzu Rodeo, welcher bis in das Jahr 2002 angeboten worden war und sich in seiner Bauzeit zwei Modellpflegen unterziehen lassen musste um für die Kundschaft attraktiv zu bleiben. Vor allem verschiedene Aufbauten für private und andere Zwecke verhalfen dem Fahrzeug das meistverkaufte Modell in der LineUp zu werden. Erst 1995 erschien mit dem Isuzu Amigo ein zweitüriger SUV, der gezielt gegen den ebenfalls erfolgreichen Toyota Land Cruiser angesetzt wurde, sich jedoch nicht durchsetzte. 2002 ersetzte man dann die beiden Modelle Amigo und Rodeo durch den Isuzu D-Max, welcher sich international immer größerer Beliebtheit erfreute. Derzeit ist es das einzige angebotene Modell der japanischen Marke im nördlichen Afrika. Im Auftrag der in Tunis ansässigen Firma Economic Auto wird seit 2003 allerdings auch der Mazda Tribute in einer kleinen Stückzahl montiert. Der Vertrieb des Modells ist allerdings auf den tunesischen Markt beschränkt.

Am 28. September 2012 verkündete General-Direktor Hamadi Atrous das Personal des tunesischen Werkes im Jahr 2013 auf 500 Arbeitnehmer aufzustocken, indem bisher nur 250 Menschen tätig gewesen waren. Die Produktion der Sport Utility Vehicles wurde eingestellt um die Produktion von leichten, mittelschweren und gar schweren Lastkraftwagen zu ermöglichen. Die Produktion der neuen Modelle soll noch 2013 anlaufen. Des Weiteren wird nun mehr auch der Service für Fahrzeuge des chinesischen Automobilherstellers Xinkai Auto übernommen.

Modellübersicht[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b LES INDUSTRIES MECANIQUES MAGHREBINES KAIROUAN Tunisie Base de données Annuaire Tunisie
  2. Export tunisia, Exporter,Invest in Tunisia, investir en Tunisie - Development export consulting
  3. Société les industries mecaniques maghrebines fournisseur de sur Tunipages. Société les industries mecaniques maghrebines ,Tunisie
  4. http://dz.kompass.com/profile_DZ249830_fr/industries-mécaniques-maghrébines,sarl-gi.html
  5. a b The Middle East and North Africa - Google Bücher
  6. General Motors Begins Vehicle Assembly At Joint Venture In Tunisia - Free Online Library
  7. Industries Mécanique Maghrébine : Le Blog Maghreb Info
  8. L'automarché : Diamal s’insurge