Industriestadt

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Das hochindustrialisierte Barmen im Jahre 1870. Gemälde von August von Wille (Ausschnitt).

Die Industriestadt ist eine Stadtform, die im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstand. Frühe deutsche Industriestädte waren Chemnitz, Zwickau und Berlin. Innerhalb Deutschlands war Chemnitz hierbei mit Abstand am weitesten entwickelt. Grundlage ihres Aufstiegs war die Textilindustrie. Daher wurde Chemnitz auch „sächsisches Manchester“ genannt.

Verteilung der Werkzeugmaschinenfabriken im Jahr 1846 in Deutschland[1]

  • Chemnitz/Zwickau = ca. 135 Fabriken
  • Dresden = ca. 60 Fabriken
  • Berlin = ca. 38 Fabriken
  • Leipzig = ca. 19 Fabriken
  • Köln = ca. 5 Fabriken
  • Düsseldorf = ca. 5 Fabriken
  • Mittelfranken = ca. 5 Fabriken

Als Verkehrssystem tritt die Eisenbahn sowie ein rasterförmiges Straßennetz auf. Weitere charakteristische Merkmale sind oftmals Mietskasernen sowie Villengebiete. Ferner fällt auf, dass eine räumliche Trennung von Arbeit und Wohnen erzielt wird, dies aber letztlich doch noch eng nebeneinander existiert.

Heutzutage kann man die meisten Großstädte in Deutschland als Industriestädte bezeichnen, auch wenn ihre Entwicklung nicht mit der eigentlichen Definition des Begriffes übereinstimmt. So ist die Stadt Hamburg jetzt eine Industriestadt, obwohl sie ihrem Ursprung nach als Handelsstadt bezeichnet werden müsste.

Auch Dortmund und Duisburg hatten bereits im Mittelalter Bedeutung als Handelsstädte und wuchsen dann im Zuge der Industrialisierung rasant an. Beispiele für „echte“ Industriestädte sind Herne oder Gelsenkirchen, die in der vorindustriellen Zeit lediglich kleine Dörfer waren.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Hans J. Naumann u. a. (Hrsg.): Werkzeugmaschinenbau in Sachsen: von den Anfängen bis zur Gegenwart. Chemnitz, 2003.