Industry Foundation Classes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo der IFC

Die Industry Foundation Classes (IFC) sind ein offener Standard im Bauwesen zur digitalen Beschreibung von Gebäudemodellen (Building Information Modeling).

Definiert werden die IFC von buildingSMART International (bSI), früher bekannt als Industrieallianz für Interoperabilität (IAI). Registriert sind die IFC unter ISO-16739.

Inhalt[Bearbeiten]

Abgebildet werden die logischen Gebäudestrukturen (z. B. Fenster-Öffnung-Wand-Geschoss-Gebäude), zugehörige Eigenschaften (Attribute) sowie optionale Geometrie. Es lassen sich damit u. a. komplexe 3D-Planungsdaten mit den Bauelementen und beschreibenden Attributen zwischen Bausoftwaresystemen übertragen.

Verwendung[Bearbeiten]

IFC wird von zahlreicher Software zum Austausch von Gebäudedaten unterstützt. Anwendungsbereiche sind z. B. 2D/3D-CAD, Statik- und Energieberechnungen, Mengen- und Kostenermittlung sowie im Facilitymanagement. Der Austausch erfolgt durch IFC-Dateien mit der Endung *.ifc. Daneben sind auch IFC-Dateien im XML-Standard (*.ifcXML) und gezipte IFC-Dateien (*.ifcZIP) gebräuchlich.

  • buildingSMART unterhält eine Datenbank mit allen Programmen, die nach eigener Auskunft IFC unterstützen: IFC Softwaredatenbank.
  • buildingSMART bietet darüber hinaus allen Softwareherstellern, die ihre IFC-Schnittstelle einer unabhängigen Qualitätsprüfung unterziehen wollen, ein Zertifizierungsprogramm an.[1]

Versionen[Bearbeiten]

  • IFC 1.0 bis IFC 2.0: Frühe Prototypen, Jahre 2000 - 2002
  • IFC 2x bis IFC 2x2: Für Early Adopters, Jahre 2002 - 2008
  • IFC 2x3: in praktischer Anwendung, Jahre 2008 - 2016
  • IFC 4: ab dem Jahr 2014[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

buildingSMART[Bearbeiten]

Seiten von Softwarefirmen zum Thema IFC[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IFC-Zertifizierung
  2. buildingsmart-tech.org: IFC4_Whatisnew.pdf, Seite 6