Informationskosten

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Von Informationskosten wird häufig in der Volkswirtschaftslehre (Makroökonomie) gesprochen. Bedeutsamer ist dieser Begriff jedoch in der Zeit der Informationsgesellschaft in der Betriebswirtschaftslehre.

Informationskosten stellen den Aufwand an Zeit dar, den ein Individuum benötigt um sich, z. B. über verschiedene Angebote auf einem Markt, Informationen zu sammeln. Diese Zeit wird umgerechnet in einen Geldwert. Dieser Geldwert ergibt sich aus dem möglichen Verdienst desselben Individuums in der für die Informationsgewinnung benötigten Zeit.

Informationskosten stellen verallgemeinert den betrieblichen Aufwand dar, den ein Unternehmen benötigt um sich, z. B. für eine anstehende Entscheidung über den nächst folgenden Schritt in einem betrieblichen Prozess, Informationen zu sammeln. Dieser Aufwand wird umgerechnet in einen Geldwert für den Einsatz von Ressourcen. Dieser Geldwert ergibt sich aus dem möglichen Ertrag des Unternehmens mit dem für die Informationsgewinnung eingesetzten Kapital.

Rechenbeispiel[Bearbeiten]

A isst gerne Eis. In dem Wohnort von A gibt es drei Eisverkäufer. Da diese Eisverkäufer ihre Stände nicht direkt nebeneinander haben benötigt A 15 Minuten um sich zu informieren wo eine Kugel Eis wie viel kostet. A bekommt auf seiner Arbeit einen Stundenlohn von 10 Euro. Also liegen seine Informationskosten bei 2,50 Euro.

Anwendungsbeispiel[Bearbeiten]

Auf dem Markt der vollkommenen Konkurrenz wird unterstellt, die Informationskosten seien gleich null.