Informationsparadoxon (Physik)

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Das Informationsparadoxon ist ein Paradoxon, das sich bei der Zusammenführung der Quantenmechanik und der Allgemeinen Relativitätstheorie ergibt.

Wenn ein Objekt in ein Schwarzes Loch fällt, verliert es alle physikalischen Informationen bis auf seine quantenmechanischen Eigenschaften (Masse, Spin und Ladung). Da die Quantenmechanik jedoch auf der Annahme beruht, dass Informationen nicht verloren gehen können, entsteht so ein paradoxer Sachverhalt. Stephen Hawking löst das Problem mit der Erklärung, dass in das Schwarze Loch fallende Objekte kurzzeitig dessen Strahlungsfeld stören könnten, sodass Informationen, wenn auch beschädigt, durchsickern können.

Einen neueren Ansatz einer Erklärung postulierte Hawking Ende 2013 und Anfang 2014 mit der Beschreibung eines Scheinhorizonts und der Aussage, dass Schwarze Löcher daher im Gegensatz zu klassischen Annahmen keinen Ereignishorizont besitzen.[1] Die Beschreibung schwarzer Löcher mittels eines Scheinhorizontes stellt jedoch neue Herausforderungen an die Beschreibung schwarzer Löcher. Der Entfall des Ereignishorizontes würde zu einem radikalen Umdenken führen. So wären schwarze Löcher keine stabilen Systeme mehr, die z.B. Photonen hinter dem Ereignishorizont auf alle Zeit gefangen halten. Sie wäre dann instabil und würden Materie, wie auch Photonen, nur für eine begrenzte Zeit binden.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Hawking, S. W. (July 2005), Information Loss in Black Holes, arxiv:hep-th/0507171. Stephen Hawking's purported solution to the black hole unitarity paradox.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephen Hawking, Videokonferenz. 13. August 2013, abgerufen am 28. Januar 2014 (englisch).
  2. Stephen Hawking: 'There are no black holes'. 24. Januar 2014, abgerufen am 28. Januar 2014 (englisch).