Inge Aures

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Inge Aures (2012)

Inge Aures (* 10. Juli 1956 in Presseck) ist eine deutsche Kommunal- und Landespolitikerin (SPD). Von 1995 bis 2007 war sie Oberbürgermeisterin im oberfränkischen Kulmbach. Seit Herbst 2008 gehört sie als Abgeordnete dem Bayerischen Landtag an. Im Juni 2011 wurde Aures zur stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gewählt.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Aufgewachsen in Presseck schloss Aures an der Carl-von-Linde-Realschule in Kulmbach mit der Mittleren Reife ab. Im Anschluss erwarb sie an der Kulmbacher Fachoberschule die Fachhochschulreife. Das Architekturstudium an der Fachhochschule Coburg beendete sie als Diplom-Ingenieurin, war im Anschluss zunächst als Projektleiterin bei einer privaten Planungsgesellschaft in Kulmbach angestellt und ließ sich danach als selbständige Architektin nieder. Nach Wegfall ihres Amtes als Oberbürgermeisterin schloss sie ein Masterstudium an der Universität Bamberg für Denkmalpflege erfolgreich ab.

Ihre politische Laufbahn begann 1976 mit dem Eintritt in die SPD. 1988 wurde sie zur Stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Kulmbach gewählt. Bei den Kommunalwahlen 1994 wurde sie nicht nur zur Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Kulmbach, sondern auch in den Kreistag des Landkreises Kulmbach und in den Bezirkstag von Oberfranken gewählt. Von 2004 bis 2007 fungierte sie als Vorsitzende des SPD-Bezirks Oberfranken.

Erste politische Mandate übernahm Aures nach der Kommunalwahl im Frühjahr 1990 im Stadtrat von Kulmbach, im Kreistag des Landkreises Kulmbach und im Bezirkstag von Oberfranken. Am 16. Oktober 1994 wurde sie als Nachfolgerin von Erich Stammberger zur Oberbürgermeisterin der Stadt Kulmbach gewählt. Ihr Amt trat sie am 16. Januar 1995 an. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 22. Oktober 2006 unterlag sie Henry Schramm (CSU).

Nach der Kommunalwahl im Frühjahr 2008 übernahm sie im Kreistag den Vorsitz der SPD-Fraktion sowie den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Kulmbach. Für die Landtagswahl am 28. September 2008 wurde sie im Stimmkreis Kulmbach und auf Platz 5 der SPD-Liste im Wahlkreis Oberfranken gesetzt und zog mit dem zweitbesten Ergebnis aller SPD-Kandidaten in Oberfranken erstmals in den Bayerischen Landtag ein. Aktuell gehört sie dem Ausschuss für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit und der Kommission zur parlamentarischen Begleitung der Krisenbewältigung bei der BayernLB des Landtags an. Zudem ist sie eine Vertreterin des Bayerischen Landtags im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks. Am 8. Juni 2011 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion gewählt.[1]

Am 7. Oktober 2013 wurde Aures auf der konstituierenden Sitzung des 17. Bayerischen Landtags zur zweiten Landtagsvizepräsidentin gewählt.[2] Zuvor hatte sie sich fraktionsintern in einer Kampfabstimmung gegen mehrere andere Bewerber durchgesetzt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inge Aures – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Über mich. Inge Aures. Abgerufen am 15. November 2013.
  2. Inge Aures zur zweiten Landtagsvizepräsidentin gewählt. SPD Bayern. 7. Oktober 2013. Abgerufen am 15. November 2013.
  3. Kulmbacher SPD-Politikerin Aures soll Landtags-Vizepräsidentin werden. Nordbayerischer Kurier. 20. September 2013. Abgerufen am 15. November 2013.