Ingeborg Charlotte von Dänemark

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Ingeborg Charlotte von Dänemark

Prinzessin Ingeborg Charlotte Caroline Frederikke Louise von Dänemark (* 2. August 1878 in Charlottenlund bei Kopenhagen; † 12. März 1958 in Stockholm) war die Tochter von König Friedrich VIII. von Dänemark. Sie ist die Großmutter von König Harald V. von Norwegen, sowie der beiden belgischen Könige Baudouin und Albert II. Außerdem ist sie die Urgroßmutter von Henri, Großherzog von Luxemburg und des jetzigen Königs Philippe von Belgien.

Herkunft[Bearbeiten]

Ingeborg Charlotte wurde am 2. August 1878 in Charlottenlund bei Kopenhagen geboren. Sie war das vierte der acht Kinder von König Friedrich VIII. von Dänemark und dessen Ehefrau Königin Louise. Durch ihren Großvater, dem dänischen König Christian IX. (Schwiegervater Europas genannt), war sie mit vielen europäischen Königshäusern verwandt. So zählten der letzte russische Zar Nikolaus II., der spätere König Georg V. von Großbritannien, König Konstantin I. von Griechenland und letzte regierende Herzog Ernst August von Hannover zu ihren Cousins. Sie wuchs sehr schlicht, aber glücklich in einer großen Familie auf.

Heirat und Nachkommen[Bearbeiten]

Ingeborg Charlotte mit ihren drei Töchtern Margaretha, Astrid und Märtha
Prinz Carl von Schweden mit seiner Frau Ingeborg Charlotte

Am 27. August 1897 heiratete sie in der Kopenhagener Schlosskirche von Christiansborg Prinz Carl von Schweden, Herzog von Västergötland. Er war der dritte Sohn von König Oskar II. von Schweden und dessen Frau Sophia von Nassau.

Aus der sehr glücklichen Ehe gingen drei Töchter und ein Sohn hervor:

  1. ∞ 1937–1951 Gräfin Elsa von Rosen (eine Tochter)
  2. ∞ 1954–1961 Ann Margareta Larsson
  3. ∞ 1978–2003 Kristine Rivelsrud

Familienleben und Interessen[Bearbeiten]

Die Familie war in Schweden sehr beliebt. Nicht nur wegen ihres einfachen Erscheinungsbildes, sondern auch durch das harmonische Zusammenleben. Allgemein sprach von ihnen als „Die glückliche Familie“. Die Kinder verlebten eine sehr schlichte, dennoch liebevolle Jugend. Die Töchter lernten auf einem richtigen Ofen zu kochen und halfen auch im Haushalt mit. Kindermädchen und Gouvernanten gab es so gut wie nicht. Ingeborg und Carl erzogen ihre Kinder selbst und lernten ihnen Tugend und Hilfsbereitschaft. Bald wurde Ingeborg in ganz Schweden zur Symbolfigur einer Frau und Mutter und war oft in Zeitungen dargestellt.

Sie galt über viele Jahre als das beliebteste Mitglied des Hauses Bernadotte. Wegen ihrer lockeren Persönlichkeit und klugen Art und Weise des Handelns, hatte sich Ingeborg sehr viele Sympathien eingebracht. Eigentlich galt ihr ganzes Interesse der Familie, doch auch Sport, insbesondere das Eislaufen gefiel ihr. Ungewöhnlich für eine Frau ihrer Zeit, besuchte sie 1903 eine Automobilausstellung in Stockholm und zeigte sich daran sehr interessiert. Spontan machten sie und der Kronprinz Gustav an diesem Tag einen Ausflug in einem Scania-Automobil.

Königliche Pflichten[Bearbeiten]

Da Königin Sophia sich seit 1897 fast ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte und Kronprinzessin Victoria aus gesundheitlichen Gründen die meiste Zeit des Jahres im Ausland lebte, war Ingeborg für die Repräsentation Schwedens verantwortlich. Sie fungierte jetzt als First Lady. Dazu gehörten Dinge wie offizielle Anlässe, Staatsbesuche anderer Landesoberhäupter, Krankenhäuser und Schulen besuchen und sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Ingeborg nahm diese Aufgaben in einer Kombination aus Würde und Freundlichkeit wahr. Dadurch wurde sie in der Gesellschaft des Landes sehr geachtet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ingeborg Charlotte von Dänemark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien