Ingeborg von Zadow

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Ingeborg von Zadow, 6. Juli 2013

Ingeborg von Zadow (* 24. Mai 1970 in Berlin) ist eine deutsche Theaterautorin, die vor allem Kinderstücke schreibt. Außerdem ist sie als literarische Übersetzerin tätig.

Leben[Bearbeiten]

Ingeborg von Zadow wuchs zweisprachig (deutsch/englisch) auf in Berlin, Bonn, Poughkeepsie/N.Y., Brüssel und Heidelberg, wo sie 1989 das Abitur ablegte. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der Binghamton University und schloss dort 1994 mit dem Master of Arts (M.A.) for Theatre ab.[1]

Schon vor dem Studium begann sie, als Autorin und als Regieassistentin an verschiedenen Theatern zu arbeiten. Sie war seit dem Studium freiberuflich tätig in Berlin, Mannheim und seit 1998 in Heidelberg.

Ihre Stücke, die vor allem im Verlag der Autoren erscheinen, wurden seit 1993 in über 50 Aufführungen gezeigt und übersetzt (englisch, polnisch, hebräisch, türkisch, russisch, schwedisch und estnisch). Das Theaterfestival Triangel Festival Konstanz zeigte 1997 eine Werkschau. Beim 6. Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen in Berlin 2001 erhielt sie den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin für ihr bisheriges Werk. Das Goethe-Institut ermöglichte es ihr, Einladungen nach England, Griechenland, und Australien zu folgen. Sie arbeitete als Tutorin bei den Autorentreffen World Interplay Australia und Interplay Europe.

Veröffentlichungen und Aufführungen[Bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Ich und Du (1992), UA Theater Nordhausen, Regie Peter Fischer, 1993
  • Pompinien (1992), UA Stadttheater Konstanz, Regie Gotthart Kuppel, 1995
    Aufführung am 3. Mai 2009 im Staatstheater Wiesbaden[2] zur Eröffnung der Jungen Woche im Rahmen der Internationalen Maifestspiele, Regie Matthias Faltz[3]
  • Besuch bei Katt und Fredda (1995), UA Junges Theater Zürich, Regie Marcelo Diaz, 1997
  • Der vergessene Tag (1997), UA Junges Theater Zürich, Regie Marcelo Diaz, 1997 (unveröffentlicht)
  • Friedas Reise (1997/98), UA Landestheater Tübingen, Regie Jochen Fölster, 1998 (unveröffentlicht)
  • Hexenspiel (1999), UA Zwinger 3, Stadttheater Heidelberg, Regie Rüdiger Pape, 2000
  • Alte Schachteln, UA Bühnen der Stadt Gera, Regie Therese Thomaschke, 4. Juni 2004
  • Zwischenzeit (2005), Beitrag zum Festival Stunde Null, Landestheater Tübingen, 2005 (unveröffentlicht)
  • Filipa Unterwegs, UA Theater Feuer und Flamme, Braunschweig, Regie Joachim von Burchard, 10. Februar 2006[4]
  • Über Lang oder Kurz (2009), UA Theater Junge Generation Dresden, Regie Gerald Gluth, 12. Dezember 2010[5][6]

Übersetzungen von Theaterstücken[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1993/1994: Fulbright-Stipendium für das Studium in den USA
  • 2001: Jahresstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
  • 2001: Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin
  • 2009: Förderung im Rahmen von „Nah Dran! Neue Stücke für das Kindertheater“, ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der BRD und des Deutschen Literaturfonds mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes[7]

Bühnenmusik[Bearbeiten]

Friedemann Schmidt-Mechau komponierte 1999 zu Pompinien eine Bühnenmusik für Viola sola.

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Innere wird öffentlich gemacht. Interview in: Henning Fangauf, Wolfgang Sting (Hrsg.): Schreibwerkstatt Kindertheater – Beiträge zur zeitgenössischen Dramatik. Universität Hildesheim 1996. (Leseprobe)
  • Christoph Lepschy: Der Trick ist das Wort Pause. In: Stückwerk 2. Arbeitsbuch Theater der Zeit, 1998. (online)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtbücherei Heidelberg Ingeborg von Zadow Kurzporträt
  2. Staatstheater Wiesbaden Pompinien, Presse, Fotos 2009
  3. Judith von Sternburg: Für ima getrennt, zur Premiere von Pompinien, Frankfurter Rundschau, 5. Mai 2009
  4. Theater Feuer und Flamme Filipa Unterwegs
  5. Tobias Becker: Hin und Weck Weihnachtsmärchen-Uraufführung, Der Spiegel Online, 12. Dezember 2010
  6. Über Lang oder Kurz (PDF; 1,1 MB) Theater Junge Generation, Dezember 2010
  7. „Nah dran! – Autoren im Theater“