Ingelbach

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Dieser Artikel erläutert die Ortsgemeinde Ingelbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald). Zum gleichnamigen Bach siehe Ingelbach (Wied).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ingelbach
Ingelbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ingelbach hervorgehoben
50.683777.7077255Koordinaten: 50° 41′ N, 7° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 5,08 km²
Einwohner: 511 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57610
Vorwahl: 02688
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 057
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: www.vg-altenkirchen.de
Ortsbürgermeister: Dirk Vohl
Lage der Ortsgemeinde Ingelbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild
Blick auf Oberingelbach

Ingelbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Niederingelbach und Oberingelbach.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Ingelbach liegt etwa vier Kilometer östlich von Altenkirchen, unweit des Treffpunktes der Landesstraßen 265, 290 und der Bundesstraße 414. Wiesen und Mischwald umgeben die Ortsgemeinde. Die Wied, die bei Niederingelbach ihren nördlichsten Punkt erreicht, fließt südwestlich an der Siedlung entlang.

Geschichte[Bearbeiten]

Ingelbach wurde erstmals im Jahre 1262 in einer Urkunde des Zisterzienserklosters Marienstatt erwähnt. Ein Schultheiß Konrad von Ingelbach (Ingellenbach oder Ingillinbach) ist als Zeuge einer Schenkung des Grafen Gottfried von Sayn an das Kloster Marienstatt aufgeführt. Die Kenntnis von dieser Urkunde geht auf Wolf-Heino Struck zurück, der 1965 alle Marienstätter Urkunden für den Buchdruck übertrug. In Strucks Werk „Das Cistercienserkloster Marienstatt im Mittelalter. Urkundenregesten, Güterverzeichnisse und Nekrolog“, Wiesbaden 1953, ist die Pergamenturkunde auf Seite 28 unter der Nummer 59 „übersetzt“ abgedruckt. Das Original der Urkunde befindet sich im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.[2]

An einer Urkunde von 1362 befand sich das Siegel eines Thele von Ingelbach, ein Gerhard von Ingelbach war in der Zeit von 1355–1372 Stadtschultheiß in Hachenburg. An einer Urkunde der Abtei Marienstatt von 1428 hing das Siegel eines Godart von Ingelbach.

In Erinnerung an jüdische Mitbürger – vier Mitglieder der Familie Veit –, die in Ingelbach lebten und die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden, wurden in Höhe der alten Schule im Rahmen des künstlerischen Projekts Stolpersteine vier beschriftete Messingplatten verlegt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Ingelbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 213
1835 268
1871 282
1905 322
1939 343
1950 398
Jahr Einwohner
1961 421
1970 472
1987 441
1997 569
2005 587
2013 511

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ingelbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Ingelbacher Wappens lautet: „In Gold schreitender, rot bewehrter schwarzer Hahn mit rotem Kamm und rotem Halslappen.“[5]

Das Ingelbacher Wappen geht auf das mittelalterliche Siegel der Familie von Ingelbach zurück, das durch Urkunden des 14. und 15. Jahrhunderts belegt ist.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Ingelbach verfügt über einen Bahnhof, der von der Oberwesterwaldbahn (Au [Sieg] - Altenkirchen [Westerwald] - Hachenburg - Westerburg - Limburg [Lahn]) bedient wird. Durchgeführt wird der Bahnverkehr von der vectus Verkehrsgesellschaft mbH. Auf dem Abschnitt zwischen Au (Sieg) und Ingelbach gilt aufgrund der Lage im Landkreis Altenkirchen sowohl der VRS-Tarif als Übergangstarif sowie ebenso der Tarif des VRM. Der Bahnhof wurde von der DB mit Ausschreibung ab dem 14. August 2006 zur Auflassung ausgeschrieben.

Ingelbach liegt an der B 414, die in Richtung Hachenburg führt.

Trivia[Bearbeiten]

Ingelbach diente als Handlungsort für den Jugendroman "whisper" von Isabel Abedi. Im Buch kommen einige Lokalitäten in Ingelbach vor, wie z. B. der alte Bahnhof oder die kleine Gastronomie. Die alten Fachwerkhäuser, wie das vom Bauern Hallenscheidt auf die im Roman Bezug genommen wird, stehen tatsächlich im Ort.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Ingelbach (Hrsg.): 750 Jahre. Ingelbacher Geschichte(n). 1262-2012, 1. Auflage, Ingelbach 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ingelbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Urkunde Ersterwähnung HHStA Wiesbaden, Abteilung 74 (Abtei Marienstatt), Nr. 46.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Abdruck der Genehmigungsurkunde vom 4. Dezember 1991 bei Jürgen Janke: Das Wappen der Ortsgemeinde Ingelbach, in: Ortsgemeinde Ingelbach (Hrsg.): Ingelbacher Geschichte(n), S. 62.
  6. Vgl. Jürgen Janke: Das Wappen der Ortsgemeinde Ingelbach, in: Ortsgemeinde Ingelbach (Hrsg.): Ingelbacher Geschichte(n), S. 57-64.