Ingelheim am Rhein
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
|
|
|||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||||
| Landkreis: | Mainz-Bingen | ||||
| Höhe: | 80–247 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 49,86 km² | ||||
| Einwohner: | 26 355 (31. Dez. 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 529 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 55204–55218 | ||||
| Vorwahlen: | 06132 06130-Großwinternheim 06725-Sporkenheim |
||||
| Kfz-Kennzeichen: | MZ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 39 030
|
||||
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Neuer Markt 1 55218 Ingelheim |
||||
| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Joachim Gerhard (CDU) | ||||
Ingelheim am Rhein liegt auf dem westlichen Ufer des Rheins im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Stadt bezeichnet sich selbst als: Die Rotweinstadt und ist seit 1996 die Kreisstadt des Landkreises Mainz-Bingen. Seit der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts befand sich hier die Ingelheimer Kaiserpfalz, die den Kaisern und Königen bis ins 11. Jahrhundert als Aufenthalts- und Regierungsort diente.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Etymologie
Die für Rheinhessen typische Endung -heim geht wohl auf fränkische Zeiten zurück, d. h. wahrscheinlich auf das 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. Siedlungen oder Höfe wurden damals mit dem Namen ihres Herren und diesem Suffix versehen. Der Ortsname wird in Urkunden aus späteren Zeiten unter anderem als Ingilinhaim, Ingilinheim (782), Ingilenhaim, Engelheim, Hengilonheim, Engilonheim (822), Engilinheim (826), Hingilinheim (855), Ingilunheim (874), Ingulinheim (889), Ingelesheim (891), Ingelenheim (940), Anglia sedes (1051), Ingilheim und Ingelnheim (1286) überliefert.
Seit 1269 wird zwischen Nieder- und Ober-Ingelheim unterschieden.
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Ingelheim am Rhein liegt im Norden von Rheinhessen, am so genannten Rheinknie, westlich der Landeshauptstadt Mainz. Der Rhein bildet die nördliche Grenze des Stadtgebiets. Südlich erstreckt sich die Stadt in das Tal der Selz hinein, die im Stadtteil Ingelheim-Nord in den Rhein mündet.
Die Stadtteile Ingelheim-Mitte und Ingelheim-Süd schmiegen sich an die nordwestliche Ecke des so genannten Mainzer Berges.
Niedrigster Punkt des Stadtgebietes ist der Rheinhafen mit 80,8 m ü. NN. Die beiden höchsten Punkte sind der Mainzer Berg mit 247,8 Meter ü. NN sowie der Westerberg mit 247,5 Meter über NN.
[Bearbeiten] Ausdehnung des Stadtgebiets
Die Nord-Süd Ausdehnung des Stadtgebietes beträgt 7,9 Kilometer, die Ost-West Ausdehnung 5,0 Kilometer.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ingelheim, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Rechtsrheinisch liegen Geisenheim und Oestrich-Winkel, Linksrheinisch die Orte Heidesheim am Rhein und Wackernheim als Teil der Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein, Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Schwabenheim und Gau-Algesheim (VG Gau-Algesheim), Bingen am Rhein.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Ingelheim gliedert sich in gegenwärtig sechs Stadtteile: Ingelheim-Mitte, Ingelheim-Nord, Ingelheim-Süd, Sporkenheim, Groß-Winternheim sowie Ingelheim-West. Die ersten drei Stadtteile trugen bis zur Stadtwerdung im Jahr 1939 die Namen Nieder-Ingelheim, Frei-Weinheim und Ober-Ingelheim. Vielfach werden auch noch die alten Bezeichnungen der Stadtteile verwendet.
[Bearbeiten] Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Ingelheim beträgt 9,8 °C. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,0 beziehungsweise 18,5 °C und der kälteste Januar mit 1,0 °C im Mittel. Die meisten Niederschläge fallen im Juni und im August mit durchschnittlich 64 Millimeter, der geringste im März mit durchschnittlich 31 Millimeter. Wie ganz Rheinhessen liegt auch Ingelheim wettergeschützt durch Hunsrück, Taunus, Odenwald und Donnersberg. Deshalb liegen die durchschnittlichen Jahresniederschläge auch nur bei 560 Millimetern.
|
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Ingelheim
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
[Bearbeiten] Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Ingelheim
Das Ingelheimer Gebiet war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Besondere Bedeutung erlangt der Ort jedoch erst unter Karl dem Großen und seinen Nachfolgern. Karl ließ hier eine Pfalz errichten, in der in der Folge Synoden und Reichstage abgehalten wurden. Sein Sohn und Nachfolger, Kaiser Ludwig der Fromme, starb am 20. Juni 840 in Ingelheim.
Im Hoch- und Spätmittelalter ging die Bedeutung der Pfalz und damit Nieder-Ingelheims zurück.
Für die deutsche Justizgeschichte ist der Ingelheimer Oberhof von besonderer Bedeutung, da von ihm eine einzigartige Sammlung von Urteilen aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten ist.
1939 wurden die vormals selbständigen Ortschaften Nieder-Ingelheim, Ober-Ingelheim und Frei-Weinheim zur Stadt Ingelheim am Rhein zusammengeschlossen. Den Zweiten Weltkrieg überstand Ingelheim als einzige Stadt zwischen Mainz und Koblenz unzerstört. Heute ist Ingelheim ein Mittelzentrum in Rheinland-Pfalz, Große kreisangehörige Stadt (Status nach der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz) und Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Mainz-Bingen. Ebenso beherbergt Ingelheim das mittlerweile weltweit tätige Unternehmen Boehringer Ingelheim.
[Bearbeiten] Einwohner Daten
[Bearbeiten] Religionen
Im Jahr 2004 waren 36 Prozent der evangelischen Konfession zugehörig, 34 Prozent waren katholisch, 24 Prozent konfessionslos und zu zwei Prozent gibt es keine Angaben.
Die sechs katholischen Pfarreien gehören innerhalb des Bistums Mainz zum Dekanat Bingen.
Die fünf evangelischen Pfarreien der EKHN gehören zur Propstei Mainz und innerhalb derer zum Dekanat Ingelheim.
Daneben gibt es in Ingelheim noch jeweils eine kleine baptistische, freireligiöse und islamische Gemeinde sowie eine Gemeinde der Zeugen Jehovas. Bis 1942 bestand in Ingelheim eine jüdische Gemeinde, deren Entstehung in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurückgeht. Um 1850 lebten in Ober-Ingelheim etwa 200 jüdische Einwohner, 1933 in Ober- und Niederingelheim noch insgesamt 134 jüdische Personen. 1840/41 wurde eine im Blick auf die Architekturgeschichte bedeutende Synagoge erbaut (Einweihung am 27. August 1841, Zerstörung 1938). Zahlreiche jüdische Einwohner kamen nach den Deportationen in der NS-Zeit in den Vernichtungslagern ums Leben.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Am 22. April 1972 wurde die Gemeinde Groß-Winternheim eingemeindet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten] vor 1939
| Jahr | Nieder-Ingelheim | Ober-Ingelheim | Frei-Weinheim | gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1815 | 1360 | 1738 | 192 | 3290 |
| 1871 | 5760 | |||
| 1885 | 2729 | 3160 | 701 | 6590 |
| 1900 | 3435 | 3402 | 838 | 7675 |
| 1905 | 8098 | |||
| 1910 | 3852 | 3479 | 882 | 8213 |
| 1933 | 5157 | 4116 | 1183 | 10.456 |
| 1939 | 5526 | 4309 | 1200 | 11.035 |
[Bearbeiten] ab 1939
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
Bei der Stadtratswahl 2004 ergab sich das folgende Ergebnis
| Partei | % | Sitze |
|---|---|---|
| CDU | 37,53% (-4,24%) | 13 |
| SPD | 29,64% (-5,90%) | 11 |
| Die Grünen | 10,41% (+2,52%) | 4 |
| Liste Klose | 10,19% (+10,19%) | 4 |
| Freie Wähler | 7,30% (-2,33%) | 2 |
| Freie Demokratische Partei | 4,93% (-0,24%) | 2 |
[Bearbeiten] Oberbürgermeister
Bei der Oberbürgermeisterwahl vom 15. Juni 2003 erreichte keiner der Kandidaten die nötige Mehrheit:
| Kandidat | Partei | % |
|---|---|---|
| Joachim Gerhard | CDU | 45,85 % |
| Ralf Claus | SPD | 29,51 % |
| Hans-Werner Klose | Liste Klose | 19,04 % |
| Joachim Frey | Die Grünen | 5,60 % |
In der Stichwahl vom 29. Juni 2003 konnte Amtsinhaber Gerhard sich mit 52,76 % gegenüber seinem Herausforderer Claus (47,24 %) durchsetzen.
[Bearbeiten] Bürgermeister vor 1939
- Nieder-Ingelheim
- Weitzel um 1881
- Leonard Muntermann (DDP, 1912 - 7. April 1932)
- Ober-Ingelheim
- Georg Rückert (Februar 1932 - April 1933)
- Gaul (1933-)
[Bearbeiten] (Ober-) Bürgermeister seit 1939
Bürgermeister seit 1946, Oberbürgermeister ab 1972
- 1939-1945: Franz Bambach (NSDAP)
- 15. April 1945 - 23. Juni 1945: Georg Schick
- 23. Juni 1945 - :Georg Rückert (SP)
- 22. September 1946-1948: Georg Rückert (SP)
- 1949-1. Oktober 1956: Heinz Brühne (SPD)
- 1957-1964: Heinz Kühn (Ingelheim)
- 1964-1965: Albert Saalwächter (Ingelheim)
- 1966-1972: Hans-Ulrich Oehlschlägel, BM (SPD)
- 1972-1975: Hans-Ulrich Oehlschlägel, OB (SPD)
- 1975-1995: Anno Vey (CDU)
- seit 1995: Joachim Gerhard (CDU)
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter und bezungter Adler.
Der Adler ist der Reichsadler. Die Herkunft des Wappens erklärt sich über die Reichsfreiheit des Ingelheimer Grundes.
[Bearbeiten] Alte Wappen
- Nieder-Ingelheim: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter Adler hinter einer durchgehenden roten Zinnenmauer.
- Ober-Ingelheim: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter und bezungter Adler.
[Bearbeiten] Patenschaften
- Airbus Ingelheim am Rhein D-ABJE, Boeing 737-530, SN 25310/2126
- Bis zur Außerdienststellung am 28. Juni 2001 bestand eine Partnerschaft zu S58 Pinguin, einem Schnellboot der Deutschen Marine.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Autun, Frankreich, seit 19. Mai 1963
- Stevenage, England, seit 28. September 1963
- Berlin-Kreuzberg (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg), seit 1971
- San Pietro in Cariano, Italien, seit 1984
- Limbach-Oberfrohna, seit 1990
- Nysa, dt. Neisse, Polen, seit 2002
Am 24. Oktober 1975 wurde die Dreierpartnerschaft zwischen Ingelheim, Autun und Stevenage offiziell besiegelt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Ingelheimer Fassenacht
Es gibt in Ingelheim eine gut ausgeprägte Fassenachtkultur die allerdings sehr unter dem Einfluss aus der Mainzer Fassenacht steht. Insgesamt 4 Vereine zählt die Stadt:
- Carneval-Verein „Wäschbächer" 1885
- Carnevalverein Frei-Weinheim
- Ingelheimer Carnevalverein
- Narrenclub Ingelheim 1987
[Bearbeiten] Museen
Das Museum bei der Kaiserpfalz informiert in einer eigenen Abteilung über die nach 785 von Karl dem Großen in Ingelheim erbaute Kaiserpfalz. Präsentiert werden archäologische Kleinfunde, Objekte aus dem Bereich der Bauplastik sowie ein anschauliches Modell des einst imposanten Bauwerks. Reste der Kaiserpfalz sind in unmittelbarer Nähe des Museums zu besichtigen. Von europäischer Bedeutung ist der 1996 gefundene goldene Solidus, die bisher einzige gefundene Goldmünze mit dem Bildnis Karls des Großen [2]
[Bearbeiten] Musik
- Sinfonieorchester des Weiterbildungszentrums
- Ingelheimer Konfettis ( Show und Gesangsgruppe )
- Ingelheimer Kantorei
- Bläserchöre Ingelheim
- Carolus Magnus-Ingelheimer Kaiserpfalzbläser
- Telemann-Chor Ingelheim
Gesangsvereine
-
- GV Liederkranz 1857
- GV Einigkeit 1885
- GV Germania 1862
- MGV 1866
- Schubert-Quartett 1924 e.V.
[Bearbeiten] Bauwerke
Die Stadt verfügt über eine Reihe sehenswerter historischer Bauwerke.
|
Saalkirche (ev.), 997 als Kapelle St. Peter der Kaiserpfalz errichtet. |
|||
|
Remigiuskirche (kath.) mit Sebastian Münster Statue |
|||
|
Heidesheimer Tor der Kaiserpfalz Ingelheim |
Weitere
- St. Michael mit Pestkreuz
- karolingische Wasserleitung
- jüdischer Friedhof
- Alte Markthalle in Nieder-Ingelheim
[Bearbeiten] Parks
- Kommerzienrat-Boehringer-Anlage
- Emmerlingscher Park
- Rosengärtchen
- Uffhubtor-Anlage
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
- Kalkflugsande bzw. Kalkflugsanddünen
In den Gemarkungen Nieder-Ingelheim und Frei-Weinheim, im wesentlichen nördlich der Autobahn entlang der Konrad-Adenauer-Straße, aber auch südlich der Autobahn - sogar innerhalb des Werksgeländes der Firma Boehringer Ingelheim - befinden sich Kalkflugsande. Ebenso befindet sich ein Vorkommen im Bereich der Griesmühle.
Diese Erdformationen stehen unter Naturschutz nach dem rheinland-pfälzischen Landespflegegesetz. Ihre Beschädigung, Beseitigung etc. gilt als unausgleichbarer Eingriff in Natur und Landschaft. Städtebauliche Nutzungen in Bereichen von Kalkflugsanden sind daher regelmäßig ausgeschlossen bzw. werden nur in ganz besonderen Ausnahmefällen genehmigt. Zwei solcher Ausnahmefälle waren der Bau der Konrad-Adenauer-Straße (von der Autobahnbrücke bis zur Rheinstraße) und der Bau der Kindertagesstätte an der Sporkenheimer Straße.
[Bearbeiten] Sport
- 1. Schwimmsportverein Ingelheim 1966 e.V.
- RV Ingelheim
- SpVgg Ingelheim
- TUS Ober-Ingelheim
- Turngemeinde 1847 Corp. Nieder-Ingelheim
- SV Ingelheim 1949 e.V.
- VfL Frei Weinheim
- HSC Ingelheim
- TV Frei-Weinheim
- MFG-Ingelheim e.V. - Modellfluggruppe Ingelheim e.V.
- TSC Ingelheim
- FSC Ingelheim 07
[Bearbeiten] Gemeinwesen
- Mütter- und FamilienZentrum e.V. MütZe
Ansässig im alten Gymnasium in Ober-Ingelheim ist die MütZe zu finden. Die MütZe kümmert sich um einen generationsübergreifenden Austausch aller Ingelheimer Bewohner. Babysitterbörse, Handarbeitsstunden, Frühstück und Mittagessen, Hausaufgaben- und Ferienbetreuung werden regelmäßig angeboten, sowie Kurse und Veranstaltungen rund um alle Familienthemen von Baby über Gesundheit bis hin zu Kreativität.
- HdJ - Haus der Jugend
In Ingelheim bestehen außerdem noch ein Haus der Jugend (weicht bald einem Einkaufszentrum wird durch einen Neues HdJ ersetzt). Erster Spatenstich ist getan.
- MGH West - Mehrgenerationenhaus in West
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Seit 1972 jährliche Folk-Musikveranstaltung, das Eurofolkfestival Ingelheim auf dem Burgkirchen-Festgelände. Es gilt als eines der Nachfolgefestivals der berühmten Waldeck-Festivals. Ein Großteil der Besucher besteht aus Menschen der Hippiekultur und Jugendlichen aus der Umgebung wie auch aus ganz Deutschland. Die Besucherzahl variiert zwischen 2000 bis 3000 Besuchern. Es findet meist zwischen Mitte Juni bis Mitte Juli statt und dauert immer von Freitag bis Sonntag. Vom Ingelheimer Eurofolkfestival aus wurde 1974/75 das OpenOhr Festival in Mainz gegründet.
- Hafenfest auf der Jungau, alljährlich Anfang August.
- Kinderspielefest, alljährlich zu Christi Himmelfahrt auf der Jungau in Frei-Weinheim. Organisiert von den Pfadfindern.
- Ingelheimer Rotweinfest auf dem Burgkirchen-Festgelände, findet alljährlich vom letzten Wochenende im September bis zum ersten Wochenende im Oktober statt.
- Kerb in Groß-Winternheim, 2. Wochenende im September
- Internationale Tage, alljährlich seit 1959.
- Umsonst-und-drinnen, internationales Musikfestival für Nachwuchsgruppen.
- Kinderfest der DPSG Ingelheim, alljährlich an Christi Himmelfahrt seit 1969 auf der Jungau in Frei-Weinheim.
- Entekerb, im Oktober in Frei-Weinheim.
- Altstadtfest, 2. Wochenende im August, veranstaltet vom NCI
- Fest der Generationen, zweiter Samstag im September rund ums alte Gymnasium, veranstaltet von der MütZe
[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten
Regionale rheinhessische Spezialitäten sind Spargel oder Schattenmorellen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die A 60 führt durch das Stadtgebiet und hat dort zwei Anschlussstellen. Die B 41 endet in Ingelheim. Die Autobahnen A 61 und A 63 liegen in unmittelbarer Nähe. Über die Autobahn ist der Flughafen Frankfurt in rund 30 Minuten zu erreichen. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist über die Bundesautobahnen A 60 und A 61 sowie die B 50 in rund 50 Minuten zu erreichen.
Ingelheim liegt an den Bahnstrecken Mainz-Bingen-Köln (Linke Rheinstrecke) und Saarbrücken-Mainz-Frankfurt. Zwischen Ingelheim-Nord und Oestrich-Winkel verkehrt eine Rheinfähre. Die Stadtteile sowie die umliegenden Gemeinden bedienen Stadtbus- sowie Regionalbuslinien der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH. Der Schienennahverkehr wird über den Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund bedient.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Boehringer Ingelheim, Pharmaunternehmen
- EA Phenomic, vormals Phenomic, Softwareentwickler
- Goldener Engel, Gasthausbrauerei
- Karl Gemünden, Bauunternehmung
- Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH
- Vereinigte Obst- und Gemüsemärkte (VOG), Europas größter Umschlagplatz für Sauerkirschen
- Weber-Stephen Products Co., Zentrale für Deutschland, Zentral- und Mitteleuropa des renommierten Grill-Herstellers
- WetterKontor, Anbieter von Wetterinformationen
[Bearbeiten] Landwirtschaftliche Erzeugnisse
| Größte Weinbaugemeinden im Anbaugebiet |
Rang nach Rebfläche (innerhalb von RLP) |
Bestockte Rebfläche |
Rebsorten | |
|---|---|---|---|---|
| Weißwein | Rotwein | |||
| ha | % | |||
| 26.228 | 67,4 | 32,6 | ||
| Worms | 3 | 1.490 | 59,6 | 40,4 |
| Nierstein | 6 | 783 | 75,6 | 24,4 |
| Alzey | 8 | 769 | 69,0 | 30,1 |
| Westhofen | 9 | 764 | 68,7 | 31,3 |
| Alsheim | 10 | 704 | 69,3 | 30,7 |
| Bechtheim | 11 | 654 | 70,2 | 29,8 |
| Ingelheim am Rhein | 12 | 641 | 45,1 | 54,9 |
| Flörsheim-Dalsheim | 13 | 635 | 65,0 | 35,0 |
| Bingen am Rhein | 15 | 590 | 72,6 | 27,4 |
| Saulheim | 16 | 508 | 72,2 | 27,8 |
| Osthofen | 20 | 464 | 67,8 | 22,2 |
| Guntersblum | 21 | 461 | 71,8 | 28,2 |
| Dittelsheim-Heßloch | 23 | 446 | 68,6 | 31,4 |
| Stadecken-Elsheim | 24 | 433 | 69,2 | 30,8 |
| Quelle: Weinbau 2005/2006. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz Bad Ems, Mai 2006. |
||||
Von den 4987 Hektar Gemarkungsfläche werden 641 Hektar für Weinbau und 1373 Hektar für Ackerbau genutzt. Die landwirtschaftlichen Hauptprodukte sind Sauerkirschen, Spargel und Wein. Obwohl die Stadt in einer vom Weißwein dominierten Region liegt, werden in Ingelheim am Rhein auf 54,9 Prozent der bestockten Rebfläche Rotweinsorten angebaut. Mit 641 Hektar bestockter Rebfläche ist die Stadt außerdem nach Worms (1.490 Hektar), Nierstein (783 Hektar), Alzey (769 Hektar), Westhofen (764 Hektar), Alsheim (704 Hektar) und Bechtheim (654 Hektar) größte Weinbaugemeinde Rheinhessens und eine der größten im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz.
Das Fachgebiet Gemüsebau der Forschungsanstalt Geisenheim betreibt in Ingelheim ein Spargelversuchsfeld. Die Forschungsergebnisse können im Internet eingesehen werden. [3]
[Bearbeiten] Medien
Lokale Tageszeitung: Allgemeine Zeitung Ingelheim innerhalb der Rhein Main Presse, herausgegeben von der Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz.
Stadtfernsehen "Blickpunkt Ingelheim", welches jeden Montag und Dienstag auf dem Regionalen Kanal K3 auf Sendung geht.
Wochenblatt: wöchentliche kostenlose Lokalzeitung
die lokale Zeitung: monatliche lokal übergreifende Zeitung in kleinerem Format
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
- Ingelheim ist seit 1996 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Mainz-Bingen
[Bearbeiten] Bildung
Ingelheim beherbergt:
- drei Grundschulen (Präsident-Mohr-Grundschule, Theodor-Heuss-Grundschule, Brüder-Grimm-Grundschule)
- eine Grund- und Hauptschule (Pestalozzi-Grund- u. Hauptschule)
- eine Berufsbildende Schule, die BBS Ingelheim
- eine Schule für Lernbehinderte (Albert-Schweitzer-Sonderschule)
- eine Realschule, die Kaiserpfalz-Realschule
- eine Integrierte Gesamtschule "Kurt Schumacher"
- ein Gymnasium, das Sebastian-Münster-Gymnasium
Unter dem Dach des Weiterbildungszentrums Ingelheim arbeiten:
- Volkshochschule,
- Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung,
- Musikschule und
- Jugendbildungswerk.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Albert Gerhard de Roock (* 1787 in Zaltbommel (Holland); † 22. August 1867 in Ingelheim), am 8. August 1863 zum Ehrenbürger von Nieder-Ingelheim ernannt.
- Kommerzienrat Albert Boehringer (* 1861 in Stuttgart; † März 1939 in Ingelheim), 1921 zum Ehrenbürger von Nieder-Ingelheim ernannt.
- Albert Boehringer (* 7. Juni 1890 in Ingelheim; †) Am 7. Juli 1951 zum Ehrenbürger von Ingelheim ernannt
- Georg Rückert (* 8. November 1901; † 12. September 1990), Regierungspräsident i.R. und erster Nachkriegsbürgermeister von Ingelheim.
- Andreas Saalwächter (* 24. Oktober 1876 in Nieder-Ingelheim; † 10. August 1967 ebd.), Heimatkundler. Am 13. Oktober 1953 Ehrenbürger von Ingelheim. Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
- René Monrose, Bürgermeister von Autun. 1965 Ehrenbürger von Ingelheim.
- Robert Boehringer, Unternehmer und Lyriker, 1974 Ehrenbürger von Ingelheim
- Marcel Lucotte (* 16. Januar 1922; †), Bürgermeister von Autun. Ehrenbürger von Ingelheim.
- Christian Rauch (* 1878; † 31. Januar 1976), Archäologe. Am 16. Dezember 1974 Ehrenbürger von Ingelheim.
- Brian Hall, ehemaliger Bürgermeister von Stevenage und Leader of the Council (Vorsitzender der Mehrheitsfraktion). Im September 2005 zum Ehrenbürger ernannt.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Sebastian Münster (* 20. Januar 1488, † 26. Mai 1552), Wissenschaftler (Kosmograph, Hebraist),
- Freiherr Heinrich Joseph Dumont (* 8. Mai 1811, † 28. Dezember 1876), KuK-Oberst
- Carlo von Erlanger (* 5. September 1872, † 4. September 1904), Ornithologe und Forschungsreisender
- Philipp Dengel (* 15. Dezember 1888, † 28. März 1948), kommunistischer Politiker
- Hanns Niedecken-Gebhardt, Regisseur
- Frolinde Balser (* 1924), Wissenschaftlerin (Erwachsenenbildung), MdB 1976-80
- Christian Schmitt-Engelstadt (* 1967), Organist
- Klaus Knopper (* 1968), der Entwickler der Linux-Distribution Knoppix.
- Markus Kreuz (* 1977), Fußballspieler
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten
- Karl der Große, hielt 807 einen Hoftag in Ingelheim ab
- Ludwig der Fromme, starb 840 in einem Sommerzelt auf einer Rheininsel vor Ingelheim
- Das Geschlecht derer von Ingelheim, u.a. Anselm Franz von Ingelheim, Erzbischof von Mainz
- Jean-Baptiste Kléber, während der Belagerung von Mainz 1794 Hauptquartier in Ingelheim
- Martin Mohr (* 1788 Warmsroth, † 1865 Ingelheim)
- Wilhelm Hermann Carl von Erlanger (* 27. März 1834 in Frankfurt am Main, † 17. April 1909 in Ingelheim)
- Eduard Douwes Dekker genannt Multatuli (* 2. März 1820 in Amsterdam; † 19. Februar 1887 in Ingelheim am Rhein)
- Irmgard von Opel (* 1907 in Rüsselsheim; † 20. Mai 1986 in Ingelheim)
- Richard von Weizsäcker, von 1962 bis 1966 geschäftsführender Gesellschafter von Boehringer Ingelheim
- Carsten Lenz (* 1970), Kirchenmusiker
- Päpstin Johanna, Johanna von Ingelheim, vielleicht reale, vielleicht fiktive Gestalt
[Bearbeiten] Literatur- und Kartenverzeichnis
- Hans-Georg Meyer; Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns: zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Ingelheim 1998 ISBN 3-924124-29-9
- Friedrich, Reinhard [Hrsg.]: Karl der Große in Ingelheim: Bauherr der Pfalz und europäischer Staatsmann; Katalog zur Ausstellung im Alten Rathaus Nieder-Ingelheim, 29. August bis 27. September 1998. Ingelheim 1998. ISBN 3-00-003290-8
- Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz: Ingelheim am Rhein. Topographische Karte 6014 (1:25.000). ISBN 3-89637-076-6
[Bearbeiten] Dokumente
- Bild von Oberingelheim aus J.F. Dielmann, A. Fay, J. Becker (Zeichner): F.C. Vogels Panorama des Rheins, Bilder des rechten und linken Rheinufers, Lithographische Anstalt F.C. Vogel, Frankfurt 1833
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990
- ↑ Webseite der Kaiserpfalz Ingelheim.
- ↑ Geisenheimer Online-Beratungssystem: [www.asparagus-info.org]
Appenheim | Aspisheim | Bacharach | Badenheim | Bingen am Rhein | Bodenheim | Breitscheid | Bubenheim | Budenheim | Dalheim | Dexheim | Dienheim | Dolgesheim | Dorn-Dürkheim | Eimsheim | Engelstadt | Essenheim | Friesenheim | Gau-Algesheim | Gau-Bischofsheim | Gensingen | Grolsheim | Guntersblum | Hahnheim | Harxheim | Heidesheim am Rhein | Hillesheim | Horrweiler | Ingelheim am Rhein | Jugenheim in Rheinhessen | Klein-Winternheim | Köngernheim | Lörzweiler | Ludwigshöhe | Manubach | Mommenheim | Münster-Sarmsheim | Nackenheim | Nieder-Hilbersheim | Nieder-Olm | Niederheimbach | Nierstein | Ober-Hilbersheim | Ober-Olm | Oberdiebach | Oberheimbach | Ockenheim | Oppenheim | Sankt Johann | Schwabenheim an der Selz | Selzen | Sörgenloch | Sprendlingen | Stadecken-Elsheim | Trechtingshausen | Uelversheim | Undenheim | Wackernheim | Waldalgesheim | Weiler bei Bingen | Weinolsheim | Welgesheim | Wintersheim | Wolfsheim | Zornheim | Zotzenheim

