Ingemar Stenmark
| Ingemar Stenmark |
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| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 18. März 1956 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Joesjö | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Slalom, Riesenslalom, Super-G, Kombination |
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| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 9. März 1989 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im alpinen Skiweltcup | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ingemar Stenmark (* 18. März 1956 in Joesjö bei Tärnaby) ist ein ehemaliger schwedischer Skirennläufer.
Mit insgesamt 86 Weltcup-Triumphen, die er in seiner aktiven Zeit von 1973 bis 1989 erzielte, führt er klar die FIS-Statistiken an und ist damit der erfolgreichste alpine Skirennläufer seit der Einführung des Weltcups 1967. Der Doppelolympiasieger Stenmark ist auch bekannt als die „lebende Legende aus Tärnaby“.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Karriere
Stenmark gewann dreimal den Gesamtweltcup, obwohl er fast nie im Abfahrtslauf antrat. Einmal fuhr er die legendäre Streif hinunter, um in der Kombination zu punkten.[1] In seiner Zeit war er derart überragend, dass alleine die Slalom- und Riesenslalomerfolge für den Sieg des Gesamtweltcups reichten – allerdings wurden in den Jahren, als er den Weltcup gewann, nur Slalom-, Riesenslalom- und Abfahrtsrennen sowie einige wenige Kombinationen für den Weltcup gewertet, der Bewerb Super-G kam erst später dazu, daher hatten spezialisierte Abfahrer nur sehr geringe Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcups.
Einer seiner größten Erfolge waren die beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid. Er konnte diese Titel nicht verteidigen, denn er durfte an den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajewo nicht teilnehmen, da er zu dieser Zeit eine Profilizenz besaß.[2]
[Bearbeiten] Technik
Er fuhr sehr elegant und hatte in seiner besten Zeit auf Grund seiner einzigartigen Technik kaum ebenbürtige Gegner. Ernstzunehmende Kontrahenten, die den Schweden manchmal zu besiegen vermochten, waren etwa Gustav Thöni zu Beginn von seiner Laufbahn, Heini Hemmi 1976/77 im Riesenslalom und gegen Ende seiner Laufbahn Phil Mahre.
Stenmark war ein absoluter Ausnahmekönner unter den alpinen Skiathleten. Neben einer exzellenten Körperbeherrschung und einem extrem ausgeprägten intuitiven Ski- und Schneegefühl zeichnete ihn eine phänomenale Balance aus. Gerade diese Eigenschaft war ausschlaggebend, dass er in den vielen von ihm souverän absolvierten Skirennen so gut wie nie in Sturzgefahr geriet, geschweige denn gestürzt ist. Dieses hohe Niveau der Balance erreichte Stenmark bereits in seiner Kindheit in Nordschweden, indem er auf einem zwischen zwei Bäumen gespannten Seil zur Schulung des Gleichgewichtssinns stundenlang akrobatische Turnübungen ausführte. Der Südtiroler Skiexperte Hermann Nogler erkannte als Erster das enorme Potential des jungen schwedischen Supertalents und wurde in den Folgejahren Stenmarks Coach und Mentor.
[Bearbeiten] Persönlichkeit
Ingemar Stenmark war ein Sportler von großer Fairness und zeichnete sich durch ein hohes sportliches Ethos aus. Dies belegt folgendes Beispiel: Als Stenmark als schwedischer Nobody im alpinen Skizirkus auftauchte, erhielt er von den renommierten Ski-Firmen keine Unterstützung, da man dort mit Schweden den nordischen Skilauf assoziierte und mit einem schwedischen alpinen Skiläufer nichts Rechtes anzufangen wusste. Lediglich in der relativ unbekannten jugoslawischen Firma Elan fand Stenmark einen Ausrüster. Als Dank dafür blieb Stenmark vom Anfang bis zum Ende seiner beispiellosen Karriere dieser Firma treu und bestritt sämtliche seiner Rennen ausschließlich auf Elan-Skiern – obwohl er millionenschwere Angebote von den anderen Firmen erhielt, nachdem er zum Superstar aufgestiegen war. Im Grunde war Stenmark ein bescheidener Naturbursche geblieben, dem mammonistische Starallüren zuwider waren.[3] Nicht zuletzt diese charakterlichen Eigenschaften sind der Grund dafür, dass Stenmark nach wie vor nicht nur das Sportidol des alpinen Skilaufs ist, sondern allgemein ein Vorbild für die sportlich interessierte Jugend darstellt – vornehmlich in Schweden.
Äußerer Ausdruck seines Charakters war seine legendäre, bewusst gepflegte Einsilbigkeit in Interviews, welche gerade die Zunft der aufdringlichen, sensationsheischenden Sportreporter abschrecken sollte. Daher beschränkte er sich zumeist auf lapidare, ausschließlich sachbezogene Antworten.[3] Erst gegen Ende seiner Karriere ging er mehr aus sich heraus, ließ im Gespräch mitunter durch das eine oder andere Bonmot seinen durchaus vorhandenen Humor aufblitzen. Es entsprach Stenmarks Naturell, seiner Persönlichkeit durch Taten Ausdruck zu verleihen statt durch Worte. Gerade dieses Understatement, ohne Prahlerei, machte Stenmark in weiten, auch außersportlichen Kreisen sympathisch und populär.
[Bearbeiten] Erfolge
[Bearbeiten] Olympische Spiele
- Innsbruck 1976: 3. Riesenslalom
- Lake Placid 1980: 1. Slalom, 1. Riesenslalom
- Calgary 1988: 5. Slalom
[Bearbeiten] Weltmeisterschaften
- St. Moritz 1974: 9. Riesenslalom
- Innsbruck 1976: 3. Riesenslalom
- Garmisch-Partenkirchen 1978: 1. Riesenslalom, 1. Slalom
- Lake Placid 1980: 1. Slalom, 1. Riesenslalom
- Schladming 1982: 1. Slalom, 2. Riesenslalom
- Bormio 1985: 4. Slalom
- Crans-Montana 1987: 5. Slalom, 10. Riesenslalom
- Vail 1989: 6. Riesenslalom
[Bearbeiten] Weltcup
- 3 x Gesamtweltcup-Sieger (1976, 1977, 1978)
- 8 x Riesenslalom-Weltcupsieger (1975, 1976, 1977 *, 1978, 1979, 1980, 1981, 1984)
- 8 x Slalom-Weltcupsieger (1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1983)
* Im Disziplinen-Weltcup für den Riesenslalom erreichten in der Saison 1976/77 Ingemar Stenmark und Heini Hemmi jeweils 115 gewertete Punkte für ihre 5 besten Ergebnisse (je 3 Siege à 25 Punkte und 2 zweite Plätze à 20 Punkte). Das sechstbeste Ergebnis war für Heini Hemmi ein dritter Platz, für Ingemar Stenmark ein sechster Platz. Laut Ski-DB wurde deshalb die Riesenslalom-Kristallkugel nur an Heini Hemmi vergeben und nicht an Ingemar Stenmark, in den heutigen FIS-Statistiken werden aber beide auf dem ersten Platz geführt.
Ingemar Stenmark gewann insgesamt 86 Weltcuprennen (46 Riesenslaloms, 40 Slaloms):
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Riesenslalom
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Slalom
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[Bearbeiten] Schwedische Meisterschaften
Ingemar Stenmark wurde neunmal Schwedischer Meister:
- Slalom: 1974, 1976, 1977, 1978 und 1979
- Riesenslalom: 1976, 1977, 1978 und 1979
[Bearbeiten] Ehrungen
Ingemar Stenmark ist neben Anja Pärson und Björn Borg der einzige Sportler, der zweimal mit der renommierten Svenska-Dagbladet-Goldmedaille geehrt wurde (1975, 1978). Außerdem erhielt er 1979 die Holmenkollen-Medaille und wurde 1979 und 1980 mit dem Radiosportens Jerringpris geehrt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Statistik auf der FIS-Website (englisch)
- Ingemar Stenmark bei Ski-db (englisch)
- Ingemar Stenmark in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Sein Sport gehört ihm In: DIE ZEIT 10/1981 vom 27. Februar 1981, abgerufen am 4. Januar 2012. „Nur in Ausnahmefällen hat er sich zur Teilnahme an Abfahrtsrennen verleiten lassen, zuletzt Mitte Januar in Kitzbühel, wo er — langsam, aber sicher — mit neun Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel kam.“
- ↑ Monika könnte mich Lügen strafen In: DER SPIEGEL 5/1984 vom 30. Januar 1984, abgerufen am 4. Januar 2012. „Außerdem fehlen in Sarajevo auch die Weltmeister Ingemar Stenmark und Hanni Wenzel, weil sie Profilizenzen besaßen.“
- ↑ a b Sein Sport gehört ihm In: DIE ZEIT 10/1981 vom 27. Februar 1981, abgerufen am 4. Januar 2012.
1952: Stein Eriksen | 1956: Toni Sailer | 1960: Roger Staub | 1964: François Bonlieu | 1968: Jean-Claude Killy | 1972: Gustav Thöni | 1976: Heini Hemmi | 1980: Ingemar Stenmark | 1984: Max Julen | 1988: Alberto Tomba | 1992: Alberto Tomba | 1994: Markus Wasmeier | 1998: Hermann Maier | 2002: Stephan Eberharter | 2006: Benjamin Raich | 2010: Carlo Janka
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1950: Zeno Colò | 1952: Stein Eriksen | 1954: Stein Eriksen | 1956: Toni Sailer | 1958: Toni Sailer | 1960: Roger Staub | 1962: Egon Zimmermann | 1964: François Bonlieu | 1966: Guy Périllat | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Karl Schranz | 1972: Gustav Thöni | 1974: Gustav Thöni | 1976: Heini Hemmi | 1978: Ingemar Stenmark | 1980: Ingemar Stenmark | 1982: Steve Mahre | 1985: Markus Wasmeier | 1987: Pirmin Zurbriggen | 1989: Rudolf Nierlich | 1991: Rudolf Nierlich | 1993: Kjetil André Aamodt | 1996: Alberto Tomba | 1997: Michael von Grünigen | 1999: Lasse Kjus | 2001: Michael von Grünigen | 2003: Bode Miller | 2005: Hermann Maier | 2007: Aksel Lund Svindal | 2009: Carlo Janka | 2011: Ted Ligety
1931: David Zogg | 1932: Friedl Däuber | 1933: Anton Seelos | 1934: Franz Pfnür | 1935: Anton Seelos | 1936: Rudolph Matt | 1937: Émile Allais | 1938: Rudolf Rominger | 1939: Rudolf Rominger | 1948: Edy Reinalter | 1950: Georges Schneider | 1952: Othmar Schneider | 1954: Stein Eriksen | 1956: Toni Sailer | 1958: Josef Rieder | 1960: Ernst Hinterseer | 1962: Charles Bozon | 1964: Josef Stiegler | 1966: Carlo Senoner | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Jean-Noël Augert | 1972: Francisco Fernández Ochoa | 1974: Gustav Thöni | 1976: Piero Gros | 1978: Ingemar Stenmark | 1980: Ingemar Stenmark | 1982: Ingemar Stenmark | 1985: Jonas Nilsson | 1987: Frank Wörndl | 1989: Rudolf Nierlich | 1991: Marc Girardelli | 1993: Kjetil André Aamodt | 1996: Alberto Tomba | 1997: Tom Stiansen | 1999: Kalle Palander | 2001: Mario Matt | 2003: Ivica Kostelić | 2005: Benjamin Raich | 2007: Mario Matt | 2009: Manfred Pranger | 2011: Jean-Baptiste Grange
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stenmark, Ingemar |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Skirennläufer, Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 18. März 1956 |
| GEBURTSORT | Joesjö |