Ingenieure ohne Grenzen

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Ingenieure ohne Grenzen
Logo
Gründer Neun Ingenieure und ein Volkswirt
Gründung 2003
Sitz Deutschland
Ursprung Deutschland
Aktionsraum weltweit
Schwerpunkt technische Hilfe
Methode Erkundung, Implementierung, Evaluation
Freiwillige ca. 650
Website www.ingenieure-ohne-grenzen.org

Ingenieure ohne Grenzen e. V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die ingenieurwissenschaftliche Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit durchführt. Der eingetragene Verein hilft sowohl durch Wissenstransferleistungen an andere Hilfsorganisationen und Bedürftige als auch vor Ort bei der Umsetzung von konkreten Hilfsprojekten. Dazu kommen Unterstützungsleistungen und Aufklärungsarbeit von Deutschland aus.

Der Verein besteht sowohl aus aktiven Ingenieuren aus den verschiedensten Bereichen sowie Architekten und Studenten des Ingenieurwesens, als auch aus aktiven Mitgliedern und Unterstützern anderer Berufe.

Geschichte[Bearbeiten]

Ingenieure ohne Grenzen wurde im Jahre 2003 in Marburg gegründet, um eine Plattform zu schaffen, über die ingenieurwissenschaftliche Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt werden können. Besonderer Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Lösungen und dem Wissensaustausch mit Experten innerhalb und außerhalb des Vereins. Heute gibt es Regionalgruppen in 32 Städten Deutschlands sowie fünf Kompetenzgruppen und über 1900 Fördermitglieder. Der Verein führt für Mitglieder und interessierte Externe regelmäßig Schulungen und Workshops zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit durch, in denen die Prinzipien nachhaltiger Entwicklungsarbeit anhand praktischer Beispiele aus den Projekten dargestellt werden.

Organisation[Bearbeiten]

Ingenieure ohne Grenzen e. V. ist in Regionalgruppen organisiert, die über ganz Deutschland verteilt sind. Die überregionale Geschäftsstelle ist in Berlin im Haus der Demokratie und Menschenrechte angesiedelt, Regionalgruppen sind in Aachen, Augsburg, Berlin, Biberach, Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Darmstadt, Dresden, Flensburg, Freiburg, Gießen, Hamburg, Hannover, Ilmenau, Jena, Kaiserslautern, Kassel, Koblenz, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Ilmenau, Regensburg, Ravensburg/Weingarten, Stuttgart und Ulm/Neu-Ulm zu finden. Außerdem bestehen überregionale Kompetenzgruppen zu den Fachbereichen erneuerbare Energien, Wasser, Brückenbau-/Hochbau, Sanitärversorgung und Interkulturelle Kommunikation/Ethnographie.

Experten der Ingenieure ohne Grenzen arbeiten unter anderem als Projektverantwortliche im Rahmen des Technischen Hilfswerks, Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Consultingunternehmen.

Der Verein ist eingetragen beim internationalen Zusammenschluss der Ingenieure ohne Grenzen (Engineers without Borders international). Dort bekommen Ingenieure und interessierte Mitglieder des Vereins umfassende Unterstützung aufgrund der Bündelung von Erfahrungen und Kompetenzen aus mehr als 40 Ländern.

Grundsätze[Bearbeiten]

Ingenieure ohne Grenzen unterstützt Menschen, für die die Versorgung der infrastrukturellen Grundbedürfnisse durch Not oder Armut nicht vorhanden oder gefährdet ist, unabhängig ihrer Hautfarbe, Weltanschauung oder Religion.

Der Verein löst akute Probleme in den Bereichen Wasser-, Sanitär- und Energieversorgung sowie Brückenbau und verbessert durch die Sicherung der infrastrukturellen Grundversorgung die Lebensbedingungen der Menschen. Erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit bedeutet für den Verein, in gemeinsamen Projekten mit lokalen Partnern praktische und professionelle Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Wirksame Unterstützung bedeutet, dass ein Projekt erst dann erfolgreich abgeschlossen ist, wenn es Menschen vor Ort selbständig weiterführen können - Hilfe zur Selbsthilfe.

Projekte[Bearbeiten]

Ingenieure ohne Grenzen e.V. betreibt technische Hilfeleistung vorrangig in den Bereichen Wasserversorgung, Sanitärversorgung, Erneuerbare Energien und Brücken- und Hochbau. Die Partnerländer befinden sich vor allem auf dem afrikanischen, asiatischen und dem lateinamerikanischen Kontinent.[1] Projekte werden bei Ingenieure ohne Grenzen von Projektgruppen betreut, welche wiederum einer Regionalgruppe angehören.

Projekte der Ingenieure ohne Grenzen e.V. sind grundsätzlich in vier Phasen aufgeteilt: Voranfrage, Erkundung, Durchführung und Evaluierung, wobei vor allem der Erkundung große Bedeutung beigemessen wird. Hierbei ist das Ziel, zusammen mit einer Partnerorganisation das Potenzial des Projektes in der jeweiligen Projektregion zu untersuchen. Neben der konkreten Planung der Projekte steht der absolute Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, wird bei der Auswahl der Projekte darauf geachtet, dass die Menschen im Partnerland hinter der Arbeit stehen und ihren Teil zum Gelingen des Projektes beitragen. Hierzu werden Projekte nur nach Bedarfen ausgerichtet, die von Organisationen oder Projektgruppen aus den Partnerländern angemeldet werden, es werden also keine Bedarfe von Ingenieure ohne Grenzen generiert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Webpräsenz[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresbericht 2012, Ingenieure ohne Grenzen e.V.
  2. Newsletter Dezember 2013, Geben Gibt
  3. BWK Umweltpreis 2013: Preisträger (PDF; 88 kB) Website der BWK-Nrw, abgerufen am 10. Oktober 2013
  4. Ludwig-Metzger-Preis 2012: Preisträger. Website der Sparkasse Darmstadt, abgerufen am 10. Oktober 2013
  5. Augewählter Ort 2011. Website von Deutschland - Land der Ideen, abgerufen am 10. Oktober 2013
  6. IKU: Preisträger 2011. Website des Innovationspreises für Klima und Umwelt IKU, abgerufen am 17. Januar 2013