Ingress (Spiel)

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Ingress
Ingress Logo vector.svg
Studio Niantic Labs
Publisher Google
Erstveröffent-
lichung
14. Dezember 2013 (Android)
14. Juli 2014 (iOS)
Genre Augmented Reality, Alternate Reality, MMOG
Medium Download
Sprache Englisch, Deutsch, Tschechisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Koreanisch, Japanisch, vereinfachtes Chinesisch, traditionelles Chinesisch
Aktuelle Version 1.81.0 (Android), 1.81.1 (iOS)

Ingress ist ein Augmented-Reality-/Alternate-Reality-Spiel[1] der Google-Tochterfirma Niantic Labs für mobile Geräte mit den Betriebssystemen Android und iOS. Das Spiel wird unter Zuhilfenahme der von den Mobilgeräten gelieferten standortbezogenen Daten im Freien gespielt und orientiert sich an Gebäuden, Denkmälern und Objekten zur Einteilung und Gestaltung der Spielwelt. Im Spiel existieren zwei Gruppierungen, die mit dem Ziel gegeneinander antreten, möglichst große öffentliche Bereiche unter ihre virtuelle Kontrolle zu bringen.

Handlung[Bearbeiten]

Ingress-Spieler der Erleuchteten (grün)

Hintergrund des Spiels bildet die Entdeckung einer neuartigen fiktiven Energie (Exotic Matter, kurz: XM), die sich zunehmend auf der Erde ausbreitet. Als Verursacher wird eine unbekannte Gruppierung namens Shaper vermutet, die überall auf der Erde sogenannte Portale errichtet hat, durch die die neue Energie beständig in die Welt einsickert. Die Beweggründe der Shaper sind nicht bekannt, allerdings wurde festgestellt, dass Menschen mit Hilfe dieser Energie unterschwellig beeinflusst werden können. Zwei Fraktionen befinden sich im Wettstreit um den Umgang mit dieser neuen Energie: die Erleuchteten und der Widerstand. Der Spieler muss sich zu Beginn entscheiden, welcher Seite er sich anschließen möchte.[2]

Die Fraktion der Erleuchteten (engl.: Enlightened) wird im Spiel grün dargestellt. Es ist die Fraktion, die die Energie zum Vorteil der Menschheit nutzen möchte. Allerdings beruht das nur auf Vermutungen, da im Spiel nicht bekannt ist, ob diese Energie der Menschheit wirklich den Fortschritt bringt oder noch unbekannte, negative Auswirkungen hat. Sie werden im Spielerjargon auch als Frösche (engl.: Frogs) bezeichnet.

Ingress-Spieler des Widerstands (blau)

Ihre Gegenspieler bildet der Widerstand (engl.: Resistance), der verhindern möchte, dass die Energie weiter auf die Erde kommt. Sie gehen davon aus, dass das schlecht für die Menschen ist, weil sie durch die Energie manipuliert werden. Auch diese Fraktion hat keine genaue Kenntnis über die Energie, somit ist nicht klar, ob sie den Fortschritt verhindert oder tatsächlich Schaden von der Menschheit abwendet. Sie werden im Spiel blau dargestellt, im Spielerjargon werden die Spieler dieser Fraktion als Schlümpfe (engl.: Smurfs) bezeichnet.

Beide Fraktionen versuchen, möglichst viel Gebiet unter so genannten Kontrollfeldern, die zwischen den Portalen errichtet werden, zu erobern. Das Gebiet wird weltweit zusammengezählt und daraus die Spielwertung errechnet.[3] Im weiteren Verlauf des Spiels findet der Spieler Informationsfetzen (Medien wie Zeitungsausschnitte, Dokumente oder Tonaufnahmen auf YouTube und Facebook), anhand derer die Story weiterentwickelt wird. Diese Informationen kann der Spieler auch über den wöchentlichen Ingress Report erhalten. Susanna Moyer (die Moderatorin) gibt den Spielern nicht nur neue Story-Elemente, sondern auch Infos über neue Funktionen des „Scanners“ (App des Spiels), XM-Anomalien oder Aktionen von „Agenten“ auf der ganzen Welt.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Alle Aktionen eines Spielers werden über den sogenannten Scanner ausgeführt. Dieser ist stark mit Google Maps mit dunklem Farbschema vergleichbar und zeigt die nähere Umgebung. Neben der aktuellen Position des Spielers (Pfeil) und seinem Aktionsradius (als Kreis), werden Portale, Resonatoren und die Exotische Materie (exotic matter, XM) dargestellt. Gespielt wird, indem man sich mit seinem Android- oder iOS-Gerät zu den Portalen bewegt und der Scanner dadurch herumliegendes XM einsammelt. Befindet sich ein Portal im Aktionsradius, kann mit diesem interagiert werden. Es kann gehackt, eingenommen, ausgebaut, verlinkt oder angegriffen werden. Ein Gebiet wird erobert, indem mehrere Portale verlinkt, also virtuell verbunden werden. Werden drei Portale miteinander verlinkt, entsteht ein Feld. Der Wert eines eroberten Gebiets richtet sich danach, wie viele Menschen – „Mind Units“ (MU) – statistisch gemittelt in diesem Gebiet wohnen.

Bei zu hoher eigener Geschwindigkeit (ca. über 50 km/h) sind abgesehen vom Sammeln von XM keine Aktionen möglich. Durch bereits oben genannte Aktionen erhält man Aktionspunkte (AP); diese werden zum Aufsteigen im Level benötigt. Erst durch die Verifizierung der Telefonnummer können mehr als 19.999 AP gesammelt und der dritte Level erreicht werden. Spieler, die bereits vor der Einführung der Verifizierungsphase Level 3 oder höher waren, sind davon nicht betroffen und können sich optional verifizieren lassen.

Exotic Matter (XM)[Bearbeiten]

Die „exotische Materie“ (XM) [engl. Exotic Matter] wird durch weiß-blaue Punkte auf der Karte dargestellt und entsteht insbesondere an Portalen in großer Konzentration. Sie wird innerhalb des Aktionsradius automatisch aufgesammelt, solange man noch nicht seinen maximalen XM-Vorrat (abhängig vom Spieler-Level) erreicht hat. Die vorhandenen XM-Punkte sind für alle Spieler vor Ort eine gemeinsame Ressource. Sammelt ein Spieler sie auf, sind sie für andere für 20 Minuten verbraucht, dann wird sie erneuert.

XM wird für nahezu alle Aktionen im Spiel benötigt, also z.B. für das Hacken von Portalen oder das Setzen oder Angreifen von Resonatoren. Das Aufladen angeschlagener Resonatoren kostet relativ viel XM.

Portale[Bearbeiten]

Um die für das Spiel wichtigen Items (XMP Burster, Resonatoren, Modifikatoren, Powercubes, Portal-Schlüssel und Medien) zu erhalten, muss der Spieler Portale hacken. Portale sind mit real existierenden Sehenswürdigkeiten, Statuen, Bauwerken oder anderweitig auffälligen Orten verknüpft und müssen mit Hilfe von GPS-Koordinaten und der Scanner-App vom Spieler aufgesucht werden. Unbesetzte Portale werden grau dargestellt und können von einer Fraktion eingenommen werden, indem mindestens einer von bis zu acht Resonatoren um das Portal herum platziert wird. Es wird dann in der Farbe der eigenen Fraktion dargestellt. Gehackt werden können sowohl neutrale, als auch eigene und gegnerische Portale, wobei man bei eigenen Portalen mehr Gegenstände (Items) bekommt, bei den gegnerischen dafür jedoch zusätzlich 100 Erfahrungspunkte (Action Points, AP). Wurde ein Portal von einem Spieler viermal gehackt, gilt es für diesen für die nächsten 4 Stunden als ausgebrannt. Mit dem Itemtyp Multihack kann diese Zahl jedoch erhöht werden.

Die Einnahme von Portalen ist weiterhin wichtig, um Gebiete unter die virtuelle Kontrolle der eigenen Fraktion zu bringen und so Punkte für die Gesamtwertung der eigenen Gruppierung zu sammeln. Dies geschieht über das Verlinken der eingenommenen Portale. Dafür müssen drei Portale (im Dreieck - also drei Links) verlinkt werden. Um Portale verlinken zu können, müssen beide zum Zeitpunkt der Verlinkung mit jeweils acht Resonatoren voll bestückt sein. Außerdem benötigt man einen sogenannten Portal-Schlüssel für das Portal, zu dem gelinkt werden soll, der mit Hilfe des Scanners aufgenommen werden kann. Zudem dürfen zwischen diesen Portalen keine andere Links im Weg sein und das Ausgangsportal darf auch nicht bereits von einem Feld abgedeckt sein. Ein Portal kann maximal acht ausgehende Links haben und benötigt zum Aufrechterhalten des Links immer mindestens drei Resonatoren.[4]

Gegnerische Portale können erobert werden, indem die Resonatoren mit Items des Typs XMP-Burstern oder Ultra-Strikes beschossen und zerstört werden. Sind alle Resonatoren zerstört, wird das Portal wieder neutral (grau) und kann mit eigenen Resonatoren bestückt werden. Darüber hinaus gibt es den Jarvis-Virus und den ADA-Refactor, mit denen ein Spieler ein Portal direkt übernehmen kann, wodurch alle Resonatoren und Modifikatoren erhalten bleiben.

Mitspieler können neue Portale vorschlagen, die nach einer Frist von einigen Wochen bis wenigen Monaten gegebenenfalls von Niantic Labs freigeschaltet oder auch abgelehnt werden.[5]

Action-Points und Spieler-Level[Bearbeiten]

Für ausgeführte Aktionen werden Action-Points (AP) vergeben. Nach Erreichen einer bestimmten Menge dieser Punkte steigt der Spieler in ein höheres Level auf. Auch Resonatoren, XMP und Ultra-Strikes sind Leveln zugeordnet. Ein Spieler darf nur solche Objekte einsetzen, deren Level kleiner oder gleich seinem Spieler-Level sind. Neben den reinen AP werden auch weiterführende Statistiken erfasst (Anzahl der Hacks, Anzahl „entdeckter“ Portale, Anzahl der zerstörten oder eingebauten Resonatoren etc.). Sobald ein Spieler eine bestimmte Anzahl erreicht hat, erhält er dafür eine Medaille (Badge), die es in den Stufen Bronze, Silber, Gold, Platin und Onyx, auch Black genannt, gibt. Um über Level 8 hinaus zu gelangen, muss der Spieler zusätzlich noch eine gewisse Menge Medaillen verschiedener Stufen erreicht haben. Das derzeit maximale Spieler-Level ist 16. Resonatoren, XMP, Powercubes und Ultra-Strikes gibt es bis zu Level 8. Ein Vorteil von Spieler-Leveln höher als 8 ist, dass der XM-Tank vergrößert wird und sich die maximale Reichweite, in der man ein Portal wieder aufladen kann, erhöht.

Items[Bearbeiten]

Items sind benutzbare Gegenstände im Spiel und können vom Spieler durch das Hacken eines Portals oder durch Passcodes erlangt werden. Bei manchen Items gibt es verschieden Abstufungen im Level oder der Häufigkeit. Dies beeinflusst zum Beispiel die Resistenz gegenüber Angriffen, die Stärke im Angriff, erhöht die Hackgeschwindigkeit oder führt zu sinkenden Wartezeit zwischen den Hacks.

Capsules
In Capsules (dt. Kapseln) können bis zu 100 Items gespeichert werden und ermöglich dadurch einen schnellen Itemtransfer zwischen zwei Spielern.
Resonatoren
Resonatoren verstärken die „exotische Materie“ (XM „Exotic Matter“), die der Spieler in seinem vom Spielgrad abhängigen Vorrat sammeln kann. Werden sie nicht von Spielern derselben Fraktion wieder aufgeladen, verlieren sie pro Tag einen Teil ihrer Energie. Resonatoren, deren Energie auf 0 sinkt, zerfallen und ihre Resonatorslots werden wieder frei. Zerfällt der letzte Resonator, wird das Portal wieder neutral. Resonatoren sind Angriffspunkte, um ein gegnerisches Portal zu neutralisieren. Ein Portal besitzt acht Felder, die mit Resonatoren belegt werden können. Wie viele dieser Felder ein einzelner Spieler belegen kann, hängt wiederum von seinem Spielerlevel und dem Level der eingesetzten Resonatoren ab. Aus dem abgerundeten Durchschnitt aller Resonatorenfelder (incl. der unbelegten) ergibt sich dann der Portallevel.
Modifikatoren
Portale können mit bis zu vier Modifikatoren ausgestattet werden, um die Portaleigenschaften zu verbessern. Jeder Spieler kann maximal zwei Modifikatoren pro Portal setzen. Modifikatoren gibt es in bis zu drei verschiedenen Häufigkeitsstufen (häufig/selten/sehr selten). Je seltener, desto größer ist die Wirkung:
  • Portal Shield (häufig/selten/sehr selten): Reduziert den Schaden am Portal und den Resonatoren.
  • Turret (selten): Erhöht die Anzahl der vom Portal ausgeführten Attacken.
  • Force Amp (selten): Vervielfacht den durch das Portal verursachten Schaden.
  • Link Amp (selten/sehr selten): Erhöht die Reichweite der möglichen Links. Sehr seltene Link Amps sind lediglich über Passcodes verfügbar.
  • Heat sinks (häufig/selten/sehr selten): Verkürzt die Abkühlzeit eines Portals zwischen zwei Hacks.
  • Multi-hack (häufig/selten/sehr selten): Lässt ein Portal erst nach zusätzlichen Hacks ausbrennen.
  • AXA Shield (sehr selten): Eingeführt im Rahmen einer Kooperation mit dem Versicherungskonzern AXA. Reduziert den Schaden am Portal und den Resonatoren nochmals besser als der sehr seltene Portal Shield.
Während sich die Wirkung mehrerer eingesetzter Portal Shields addiert, verstärken sich die Wirkungen der restlichen Modifikatoren nicht im selben Maß.
Waffen
Waffen werden benutzt, um gegnerische Resonatoren zu zerstören. Man unterscheidet sie zwischen „eXotic Matter Pulse“ (kurz: XMP) und Ultrastrikes. Während XMPs für den allgemeinen Gebrauch genutzt werden, eignen sich Ultrastrikes im Besondern für das Zerstören von Modifikatoren. Für beide Arten gilt, dass sie „aufgeladen“ und ihre Angriffswirkung verstärkt werden können.
Viren
Viren, oder auch „Flipcards“, erlauben es, ein gegnerisches oder eigenes Portal zu drehen, sodass es die jeweils andere Farbe erhält. Oft werden sie bei Aktionen für riesige Felder genutzt, um störende Links zu entfernen. Es gibt zwei Varianten, den Jarvis-Virus (grün) und den ADA-Refactor (blau).
Der Jarvis-Virus kann blaue Portale drehen. Wird er von einem Spieler der Erleuchteten (grün) an einem blauen Portal angewendet, werden alle Resonatoren und Modifikatoren an den Anwender übertragen. Links und Felder, die anliegen, werden dabei zerstört. Falls ein Spieler des Widerstands (blau) ihn an einem blauen Portal benutzt, gehört das Portal anschließend einem Spieler namens __JARVIS__.
Umgekehrt verhält es sich beim ADA-Refactor. Er kann ein grünes Portal umkehren. Wird er daher von einem Spieler der Erleuchteten an einem grünen Portal angewendet, so gehört das Portal anschließend einem Spieler namens __ADA__. Falls ein Spieler des Widerstands ihn an einem grünen Portal benutzt, so werden alle Resonatoren und Modifikatoren an den Anwender übertragen. Links und Felder die anliegen, werden dabei zerstört.

Passcodes[Bearbeiten]

Passcodes gewähren dem Spieler Items. Sie sind üblicherweise in Medien und Dokumenten versteckt und müssen von den Spielern gefunden und entschlüsselt werden. Passcodes können auch zu verschiedenen Anlässen (z.B. Ingress Events) oder von Werbepartnern direkt an Spieler ausgegeben werden. Für die Eingabe eines Codes erhält man AP, XM, Items oder auch Badges. Dabei gibt es für jeden Code andere Belohnungen, für denselben Code jedoch immer die gleichen. Es gibt verschiedene Limitierungen, die eine zu häufige Eingabe eines Codes verhindern sollen. So ist es einem Spieler nicht möglich einen Code mehrmals einzugeben. Des Weiteren laufen Codes nach einer gewissen Zeit oder nach einer gewissen Anzahl an Benutzungen ab.

Missionen und Anomalien[Bearbeiten]

Ingress-Spieler in Hannover während einer Anomalie

Missionen wurden mit dem Update auf Version 1.61.2 eingeführt. Missionen sind eine scriptbasierte Spielerweiterung, bei der beispielsweise Portale in einer bestimmten Reihenfolge aufgesucht und unterschiedliche Aufgaben erfüllt werden müssen. Die Missionen können seit ihrer Einführung zunächst nur von wenigen ausgewählten Spielern erstellt werden. Die Spielerweiterung arbeitet mit der Datenbank der Google-App Field Trip zusammen, die ebenfalls bei Niantic entwickelt wird. Das System befindet sich derzeit in der Open Beta. Derzeit ist das Erstellen von Missionen Agenten vorbehalten, die mindestens Level 8 erreicht haben und über ein bestätigtes Konto mit Bestätigungsmedaille im Spielerprofil verfügen.

Anomalien sind Ingress-bezogene Events, in welchen beide Fraktionen gegeneinander antreten und bestimmte Portale erobern müssen. Dabei wird auch die Hintergrundgeschichte weiter entwickelt. Neben den großen Anomalien (siehe unten), gibt es auch sogenannte XM-Anomalien, die weltweit ein höheres Aufkommen von XM verursachen. Bei Anomalien wird zwischen Hauptanomalien (Main) und Nebenevents (Satellite) unterschieden. Während bei den Hauptanomalien wichtige Personen mitwirken (europäische Events: Anne Beutenmüller), welche unter anderem Passcodes an Anomaliegänger geben, Interviews führen etc., geht es bei Nebenevents hauptsächlich um das Spielgeschehen.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Ingress wurde am 16. November 2012 als geschlossene Beta gestartet. Damals bestand die Pflicht, sich auf der Homepage als Interessent zu registrieren, bevor man nach einer Wartezeit einen Freischaltcode erhielt. Zudem bestand die Möglichkeit, einen Aktivierungscode durch das Erstellen von Artworks, welche auf der Google-+-Seite von Ingress eingereicht werden können, zu erhalten oder sich von bereits im Spiel befindlichen Spielern einladen zu lassen.

Ab dem 31. Oktober 2013 war das Spiel in der offenen Beta-Phase, d.h. es konnte jeder – auch ohne Einladungscode – daran teilnehmen.[6] Am 14. Dezember 2013 wurde die Beta-Phase des Spiels beendet.

Seit dem 14. Juli 2014 gibt es Ingress auch im iTunes Store für Apple iOS ab Version 7.0.[7] Die App ist für die iPhones 5, 6 und 6 Plus optimiert.[8] Seit Version 1.58.3 ist es unter iOS möglich, Portale vorzuschlagen, seit Version 1.63.0 auch zu verändern. Die Eingabe von Passcodes ist in iOS jetzt auch möglich.[9]

Ende 2014 wurden drei neue Medaillen in das Spiel gebracht; "Trekker" für das Laufen von Kilometern, "Engineer" für das Stecken von Modifikatoren und "Spec-Ops" für das Beenden von Missionen. Am 15. Januar 2015 wurde zusätzlich eine "Recruiter" Medaille eingeführt, welche man für erfolgreich eingeladene neue Spieler erhält. Dabei zählen nur Spieler, die verifiziert sind und mindestens Level 3 erreichen.[10]

Am 26. Februar 2015 wurde die Medaille „Illuminator“ freigeschaltet, mit der mittels Felder-Bau „eingefangene“ Mind-Units (MU) honoriert werden. Alle bis zu diesem Zeitpunkt von einem Spieler errungenen persönlichen MUs zählen für die Bewertung der Medaillenklasse mit, sodass ein Spieler mit entsprechend hoher Anzahl an MUs unmittelbar in die entsprechende Klasse (Bronze, Silber, Gold etc.) eingestuft wurde. Durch die Medaillenzuteilung erfüllte Voraussetzungen für einen Levelaufstieg hoben die entsprechenden Spiele unmittelbar in den höheren Level, wenn die übrigen Voraussetzungen bereits erfüllt waren.

Am 5. März 2015 wurde die „Sojourner“ Medaille implementiert. Der Sinn hinter ihr ist, jeden Tag (im Zeitraum von 24 Stunden) mindestens ein Portal zu hacken.

Rezeption[Bearbeiten]

Der Publizist Sascha Lobo bezeichnete Ingress in seiner Kolumne für Spiegel Online als „cleveres Amalgam aus Spielfreude, Datensammlung und Begleitmehrwerten für Google“. Es sei ein „Musterbeispiel“ für Gamification, da Google durch den Einsatz der Spieler zahlreiche Daten erhalte, die für das Geschäftsmodell des Konzerns hilfreich seien. Dazu zählen beispielsweise Aufnahmen und Beschreibungen von Gebäuden, Denkmälern und Objekten, die zur Verbesserung der firmeneigenen Anwendungen wie Street View verwendet werden könnten. Auch sei es dem Unternehmen gelungen, selbst Google-Skeptiker zum Sammeln von Bewegungs- und Landschaftsdaten zu animieren.[11]

Kritik[Bearbeiten]

Kritik wird an der Möglichkeit geübt, auch historisch belastete Orte, wie KZ-Gedenkstätten als Portal einzurichten.[12] Nach der Kritik wurden einige entsprechende Orte gelöscht.[13]

Kooperationen[Bearbeiten]

Bereits 2013 schloss Niantic mit Vodafone Deutschland einen Werbevertrag. Seitdem war jeder Vodafone-Shop gleichzeitig ein Ingress-Portal. Vodafone bot aufgrund dessen einen speziellen "Ingress"-Vertrag an. Neben einem erhöhten Datenvolumen erhielten die Kunden als Bonus für jede Aufladung der Guthabenkarte einen Passcode mit vielen, teils sehr seltenen Items. Der Kooperationsvertrag mit Vodafone ist im Februar 2015 ausgelaufen; alle Vodafone-Portale sind in diesem Zusammenhang aus dem Spiel entfernt worden.

Seit Dezember 2014 ist der Versicherungskonzern AXA eine Partnerschaft mit Niantic eingegangen. Aufgrund der Partnerschaft erschienen das sog. "Axa-shield", eine neue Mod, sowie AXA-Portale, die an ausgewählten AXA Filialen positioniert wurden.

Anfang/Mitte Juni, wurde die Kooperation mit 2 japanischen Banken bestätigt. Infolge dessen kamen 2 neue Items, die MUFG-Kapsel, eine Kapsel die nach dem Zinsverfahren Items in sich vermehrt, sowie ein Linkamp, der SOFTBANK Ultra Linkamp, welcher die Reichweite, nicht wie der Normale Linkamp verdoppelt sondern verfünffacht. Des Weiteren hebt er die maximale Anzahl an Links, welche vom Portal aus erstellt werden können, um 8 an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Greanias: The Alignment: Ingress (E-Book). @lantis Media Corp., Seattle, 2. April 2013.[14]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ingress – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angeklickt: Alternate Reality Games (Memento vom 26. August 2013 im Internet Archive), WDR, 23. August 2013
  2. Ingress – Das Google Spiel im Kurztest
  3. Ingress Intel Map. In: Ingress. Google Inc., abgerufen am 19. August 2013 (englisch).
  4. Create a Control Field. In: Ingress. Google Inc., abgerufen am 19. August 2013 (englisch).
  5. New Portal submissions. In: Ingress. Google Inc., abgerufen am 19. August 2013 (englisch).
  6. caschy: Augmented-Reality-Spiel Ingress offen für alle. stadt-bremerhaven.de, 31. Oktober 2013, abgerufen am 13. Dezember 2014: „War es bislang nur auf Einladung nutzbar, so ist die Betaversion von Ingress für Android nun offen für alle nutzbar.
  7. Marcel Laser: Mobile Gaming: Ingress für Apple iOS erschienen. pocketpc.ch, 14. Juli 2014, abgerufen am 13. Dezember 2014.
  8. „Ingress“ für iPhone, iPod touch und iPad im App Store von iTunes, abgerufen am 15. August 2014
  9. http://www.pocketpc.ch/magazin/news/android/ingress-fuer-ios-ein-kurzer-leitfaden-fuer-den-einstieg-7275/#comment-1728
  10. Recruiter Medal
  11. S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Google macht die Welt zum Spielfeld
  12. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/ingress-google-app-nutzt-kz-als-spielkulisse-a-1041686.html
  13. http://www.zeit.de/news/2015-07/02/geschichte-nach-protest-von-holocaust-opfern-kz-spielorte-in-ingress-geloescht-02142607
  14. THE ALIGNMENT: INGRESS. @lantis Books, abgerufen am 16. März 2013 (englisch).