Ingrid Peters

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Ingrid Peters
Ingrid Peters
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Komm doch mal rüber
  DE 29 31.05.1976 (7 Wo.)
Weißt du, wo du hingehst?
  DE 23 01.09.1980 (10 Wo.)
Afrika
  DE 41 12.09.1983 (10 Wo.)
Über die Brücke geh'n
  DE 45 21.04.1986 (7 Wo.)
Ingrid Peters im Juli 2011

Ingrid Peters (* 19. April 1954 in Dudweiler im Saarland; eigentlich Ingrid Probst) ist eine deutsche Sängerin und Rundfunkmoderatorin.

Leben[Bearbeiten]

Peters wuchs im Saarbrücker Stadtteil Malstatt auf und legte am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium das Abitur ab. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Saarbrücken und legte das Diplom in Arbeitslehre und Sport ab. Gleichzeitig erlernte sie an der Musikschule Saarbrücken das Klavierspiel. 1973 begann Ingrid Peters ihre musikalische Karriere als Sängerin in einer Band.

1976 folgte die erste Schallplatte. Für ihr Album Komm doch mal rüber mit der gleichnamigen Hitsingle erhielt sie die Goldene Europa und es folgten weitere Hits. Ihre ältere Schwester Linda Bergen versuchte in jener Zeit ebenfalls im Musikgeschäft Fuß zu fassen, ein Durchbruch gelang ihr jedoch nicht. Zwischen 1976 und 1985 standen insgesamt vier Lieder von Ingrid Peters in den offiziellen deutschen Verkaufshitparaden. 1979 bewarb sich Peters mit Du bist nicht frei bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest und erreichte Platz 8. Mit ihrem Lied Afrika belegte sie 1983 Platz 1 in der ZDF-Hitparade. Im selben Jahr wurde Ingrid Peters beim Seoul-Song-Festival in Südkorea Dritte. Außerdem bewarb sie sich 1983 zusammen mit July Paul erneut bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Ihr Titel Viva la mamma kam auf Platz 2. Beim Eurovision Song Contest 1986 nahm Peters mit dem Titel Über die Brücke geh’n teil und belegte den achten Platz.

Danach legte Ingrid Peters eine mehrjährige Pause ein und kündigte ihren Plattenvertrag mit Ralph Siegel. 1997 trat sie bei den Deutschen Schlager-Festspielen mit dem Titel Komm und halt mich fest (Musik: Willy Klüter) wieder auf und erreichte Platz 6. Seither schreibt sie nahezu alle ihre Texte und auch einen Teil der Melodien selbst. Das erste eigenerstellte Album war Aufgewacht. Einer ihrer künstlerischen Höhepunkte war 2000 ein Auftritt bei der großen Silvester-Show in Peking. 2002 brachte sie in ihrer Heimatstadt Saarbrücken ihr One-Woman-Musical Bin ich denn total verrückt?! mit der Premiere im Congress Centrum Saar auf die Bühne.

Seit 2004 singt Ingrid Peters Advents- und Weihnachtskonzerte in Kirchen, teilweise mit Peter Horton. 2005 erschien ihr Album Mit meinen Augen mit den Auskopplungen In deinen Augen sieht's nach Regen aus und Weit. 2007 nahm sie als Tribut den Titel Solang’ aus Liebe für das letzte Album von Drafi Deutscher, The Last Mile, auf. 2009 kam ihr Album mit Titeln wie Schwester, Freundin und Draußen, in einer anderen Welt auf den Markt, von denen einige schon im Jahr 2008 ausgekoppelt wurden.

Insgesamt war Ingrid Peters in weit mehr als 800 Fernsehsendungen zu sehen. Ihr künstlerischer Schwerpunkt sind allerdings Bühnenauftritte, wobei sie Auftritte mit einer Live-Band solchen mit Halbplayback vorzieht. Seit mehr als zehn Jahren ist Ingrid Peters auch als Rundfunkmoderatorin bei SR 3 Saarlandwelle tätig.

Im September 2011 nahm Ingrid Peters an dem TV-Format Cover my Song des Senders VOX teil. Dabei traf jeweils ein Schlagerstar auf einen Nachwuchsrapper, in diesem Fall Dr. Knarf. Er coverte Komm doch mal rüber als Rap, während Ingrid Peters den Rap 8 Takte zu einem Schlager umarbeitete. Diese neue Version von Komm doch mal rüber erschien nach der Sendung als Download, "8 Takte" auf dem Ingrid-Peters-Album "Lass es rocken".

Unter dem Titel "Zurück nach vorne" konzipierte Ingrid Peters gemeinsam mit dem französischen Gitarristen und Entertainer Laurent Kremer eine weitere Konzertreihe für den intimen Rahmen von Kulturhäusern und Kleinkunstbühnen. Dieses Programm setzt sich aus Titeln der 50er bis 70er Jahre zusammen, in denen aus der Schülerin, Studentin und Bandsängerin Ingrid Probst die professionelle Sängerin Ingrid Peters wurde. Es enthält Titel von Gilbert Bécaud, von Dalida und Joan Baez, den Carpenters, Beatles, Janis Ian und vielen anderen. Die Premiere war am 8. April im Studio 1 des Saarländischen Rundfunks.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten]

Spanischer Pferdewagen (Acryl/LW)

Ingrid Peters pflegt halbprofessionell die Malerei, dafür bildete sie sich autodidaktisch und bei der Kunstpädagogin Claudia Werel, sowie bei dem Dortmunder Maler Wilfried Borowski aus. In früheren Malphasen benutzte sie die Technik des Aquarellierens und des Malens mit Pastellkreide, heute malt sie fast ausschließlich mit Acryl-Farben. Ihre wichtigsten Werkphasen sind Landschaften, Mallorcinische Impressionen, Blumen und eine Blaue Serie. Ihr Stil änderte sich vom Figürlichen hin zur abstrakten Malerei, sie präsentierte ihre Werke bei neun Verkaufsausstellungen. Zur Bedeutung ihrer Kunst für sie selbst sagt sie: „Wenn ich mich nicht kreativ ausdrücken könnte, würde ich platzen“.

Congresshalle Saarbrücken am Abend (Acryl/LW)

Ehrungen – Auszeichnungen[Bearbeiten]

Am 9. Oktober 2007 erhielt Ingrid Peters die höchste Auszeichnung des Saarlandes für Verdienste einzelner Bürger, den Saarländischen Verdienstorden. Sie erhielt ihn für ihr gesamtes Lebensbild als Sympathieträgerin für das Saarland. In der Begründung durch die Landesregierung, die die Auszeichnung vergibt, wird aufgeführt, Ingrid Peters wirke national und international als „Botschafterin für das Saarland“.

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1976: Komm doch mal rüber
  • 1977: Geh an mir vorbei
  • 1977: Aber nicht mit mir
  • 1978: Schmeiß den Kuckuck aus dem Nest
  • 1979: Du bist nicht frei
  • 1979: Feigling
  • 1979: Nicht zu fassen
  • 1980: Weißt du wo du hingehst (Pilot of the Airwaves)
  • 1981: Ich halte zu dir
  • 1981: Weinen kann jeder
  • 1982: Einmal bleibst du hier
  • 1982: Berührungen (Dann gehören sie zusammen) / Sag' endlich "Ja"
  • 1983: Afrika
  • 1983: Viva la mamma (& July Paul)
  • 1984: Tango
  • 1984: Schwarz & weiß
  • 1984: Lösch' das Feuer
  • 1985: Noch eine Nacht (One More Night)
  • 1986: Über die Brücke geh’n
  • 1997: Komm und halt mich fest
  • 1999: Wir ziehen in ein neues Jahrtausend (mit Peter Petrel, Florence Mottier und Michel Suly)
  • 2000: Es wird alles gut
  • 2004: Mitten im Sommer

Alben[Bearbeiten]

  • 1976: Komm doch mal rüber
  • 1983: Schwarz & weiß
  • 1986: Über die Brücke geh’n
  • 1994: Aufgewacht
  • 1995: Ihre großen Erfolge
  • 1999: Musik ist Gefühl
  • 1999: Weihnachten daheim
  • 2002: Gänsehaut
  • 2004: Weißt du, wo du hingehst
  • 2005: Mit meinen Augen
  • 2006: Meine Besten
  • 2009: Es trommelt
  • 2012: Lass es rocken

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-ROM, Taurus Press

Weblinks[Bearbeiten]