Inguiomer

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Inguiomer (lateinische Form: Inguiomerus, eingedeutscht auch Ingomar) war Anfang des 1. Jahrhunderts ein mächtiger Gau-Häuptling der Cherusker.

Inguiomer war der Bruder des Segimer, des Vaters von Arminius, und kam im Jahr 15 n. Chr. seinem Neffen im Kampf gegen Germanicus zu Hilfe. Er wollte sich der klug abwartenden Strategie Arminius' nicht beugen und verlor dadurch den Sieg über das Heer des Caecina bei dessen Rückzug durch die moorigen Landschaften. Inguiomer wurde selbst verwundet. Auch im Folgejahr konnte er keine Erfolge erringen. Bald darauf ging er – vielleicht aus Neid gegen seinen Neffen – auf die Seite Marbods über.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon. Band 8, Altenburg 1859, S. 913, online