init

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Der init-Prozess (von initiieren) ist bei unixartigen Betriebssystemen der erste Prozess eines Systems: Er hat meistens die Prozess-ID 1. Bei Mac OS X wurde er durch launchd ersetzt, der jetzt die PID 1 trägt. Traditionell startet er alle anderen Prozesse; auf welche Art er dies tut, wird unter Linux und anderen System-V-orientierten Systemen wie Solaris in der Datei /etc/inittab festgelegt (SysVinit), unter den BSDs in der Datei /etc/ttys.

Auf heutigen Systemen werden durch den Kernel auch noch andere interne Prozesse gestartet, die Aussage gilt daher primär für Benutzerprozesse.

Den init-Prozess mit dem Kill-Kommando zu beenden (kill -9) ist gleichbedeutend mit dem Herunterfahren des Systems. Will man während des laufenden Betriebs die Konfiguration wirkungsvoll ändern, muss nach dem Ändern der Konfigurationsdatei eingegeben werden:

> kill -1 1

Unter den an System V orientierten Betriebssystemen verwaltet der init-Prozess die verschiedenen Runlevel; die BSDs kennen dagegen traditionell nur zwei Modi, single-user und multi-user.

Da das Starten von Prozessen mit Hilfe von init auf heutigen Systemen, mit im laufenden Betrieb wechselnder Hardware, nicht mehr ganz zeitgemäß ist, gibt es Versuche, Alternativen einzuführen. Beispiele sind hier InitNG, eINIT, Upstart von Ubuntu Linux, Launchd in Mac OS X und systemd in Fedora.

Zukünftig soll Systemd auch in Debian und Ubuntu eingesetzt werden womit Systemd in den meisten verbreiteten Linux-Distributionen zum Einsatz kommt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fedora Project: Feature List. fedoraproject.org, abgerufen am 15. Februar 2012.