Initiativbewerbung

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Die Initiativbewerbung (auch: Blindbewerbung, Spontanbewerbung) ist eine besondere Form der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Eine Initiativbewerbung erfolgt ohne vorherige Angebote oder spezifische Aufforderungen durch Stellenausschreibungen. Allerdings weisen viele Arbeitgeber auf ihren Karriereseiten ausdrücklich darauf hin, dass Initiativbewerbungen erwünscht sind und geben weiterführende Hinweise zu gesuchten Berufsprofilen. Sie kann entweder als Kurzbewerbung oder als ausführliche Bewerbung gestaltet werden.

Die telefonische Kontaktaufnahme zu einem Unternehmen oder einer Organisation mit der Intention einer Stellensuche kann bereits als Initiativbewerbung gewertet werden. Bei Interesse wird der Bewerber dann um seine Unterlagen gebeten. Der Kontakt kann aber auch schriftlich per Brief oder Fax oder elektronisch per E-Mail oder - immer häufiger - über ein standardisiertes Web-Bewerbungsformular erfolgen. Die Initiativbewerbung hat typischerweise nicht denselben Umfang wie eine Bewerbung auf eine Stellenausschreibung. Sie kann eine Kurzbewerbung sein, der im Falle, dass das Unternehmen Interesse zeigt, die bewerbungstypischen Unterlagen zeitnah folgen.

Große Arbeitgeber erhalten meist zahlreiche Initiativbewerbungen, gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. Dies wird durch die geringen Kosten elektronischer Bewerbungen noch begünstigt. So erhielt die BMW Group 2003 über 200.000 Bewerbungen – etwa das Doppelte des damaligen weltweiten Personalbestands.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Initiativbewerbung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Einblicke in die digitale Personalbeschaffung der Zukunft“, in: „Forschung Frankfurt“, 3/2005, Seite 15.