Injektionslipolyse

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Die Fettwegspritze ist eine Methode zur Behandlung von kleineren bis mittleren Fettdepots am Körper und im Gesicht ohne einen operativen Eingriff. Die Methode wird auch zur Behandlung von Tränensäcken unter den Augen angewandt. Zur Behandlung von Cellulite kommt eine Sonderform der Fettwegspritze, die „Feinnadel-Intervention“, zum Einsatz.

Durch Anwendung der Fettwegspritze sind Umfangsreduktionen von 2–4 cm an den behandelten Körperregionen möglich. Die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode wurde 2005 in einer Studie bestätigt[1]. Ist ein weiterreichender Effekt gewünscht, kann dieser mittels einer Fettabsaugung erzielt werden. Die Fettwegspritze stellt keine vollwertige Alternative zur Fettabsaugung dar.

Technik[Bearbeiten]

Nach örtlicher Desinfektion und Betäubung der zu behandelnden Stellen wird mittels dünner Injektionsnadeln (Außendurchmesser: 28–33 G, Länge: 6–12 mm) der Wirkstoff Phosphatidylcholin injiziert[2]. Dieser aus dem Öl der Sojabohne hergestellte Wirkstoff bewirkt, dass das Fettgewebe auf natürlichem Wege abgebaut und ausgeschieden wird.

Die Behandlung kann ambulant erfolgen. Als Nebenwirkungen können vorübergehende Schwellungen für ca. zwei bis drei Tage, Rötungen und Brennen und seltener blaue Flecken auftreten. Etwa 5 % der Patienten sprechen auf den Wirkstoff gar nicht und weitere 10–15 % nur vermindert an.

FDA-Verbot[Bearbeiten]

Die Methode ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die zum Einsatz kommenden chemischen Agenzien (Phosphatidylcholin) sind für diesen Einsatz nicht zugelassen und stellen daher einen „Off-Label-Use“ dar. Die Methode ist in einigen Ländern verboten.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich, K.-G.: Efficacy of injections of phosphatidylcholine into fat deposits – a non-surgical alternative to liposuction in body-contouring. In: Indian J Plast Surg. 38, Nr. 2, 2005, S. 118–121.
  2. Rittes, P.: The Use of Phosphatidylcholine for Correction of Localized Fat Deposits. In: Aesth Plast Surg. Nr. 27, 2003, S. 315–318.
  3. FDA Verbot von Substanzen zur Injektionslipolyse
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