Inkubationszeit

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Die Inkubationszeit (lat. incubare = ausbrüten) ist ein Begriff aus der Infektiologie und beschreibt die Zeit, die zwischen Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht.[1] Die Inkubationszeit kann, abhängig von der Krankheit, zwischen wenigen Stunden und einigen Jahrzehnten betragen. Dies hängt davon ab, wie unterschiedlich schnell und auf spezifische Weise sich die entsprechenden Erreger im Körper vermehren (Temperenz, Virulenz).

Bei Vergiftungen wird diese Phase Latenzzeit genannt.

Beispiele
  • Das Poliovirus vermehrt sich in den lymphatischen Geweben des Verdauungstrakts (Enterovirus). Nach einer bis zwei Wochen kann es dann zu unspezifischen Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen kommen; dies ist dann die Inkubationszeit. Etwa eine halbe Woche später kann dann das volle Krankheitsbild der Kinderlähmung folgen.
  • Bei der Tollwut hängt die Dauer der Inkubationszeit von der Lokalisation des Bisses ab, mit dem das Virus übertragen wurde. Je länger sein Weg entlang der peripheren Nerven ins Gehirn, desto länger die Inkubationszeit.
  • Lokalinfektionen haben eine entsprechend kurze Inkubationszeit.

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 256 Auflage. de Gruyter, Berlin, New York 1990, ISBN 3-11-010881-x.