Inlinehockey

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Dieser Artikel beschreibt die Sportart Inlinehockey mit Puck. Zum Inline-Skaterhockey mit Ball siehe Inline-Skaterhockey
Inlinehockeyspieler

Inlinehockey ist eine auf Inlineskates gespielte Mannschaftssportart, die von der Ausrüstung, dem Spielgerät Puck und einem Großteil der Regeln stark dem Eishockey gleicht.

Verschiedene Lager in der Sportart[Bearbeiten]

Es zeigt sich innerhalb dieser Sportart eine Lagerspaltung: Einerseits wird Inlinehockey mit vier Feldspielern und Tormann auf einem ungefähr 20×40m großen Feld mit Inline-Puck gespielt, andererseits gibt es Ligen und Vereine, die auf Eishockeyfeldgröße und mit Spezialpucks ausgetragen werden.

Diese Lagerspaltung resultiert aus der Entwicklung der Sportart, bei dem sich zum einen ein „Sommer“-Spielbetrieb aus den Eishockeyvereinen unter dem Dach des zuständigen Eishockeyverbandes, zum anderen ein davon unabhängiger Spielbetrieb anderer Sportvereine unter dem Dach des zuständigen Rollsportverbandes ergab. Dies führt dazu, dass mehrere Weltmeisterschaften und nationale Meisterschaften existieren.

Die Spielstätten der Sportart sind Dreifachturnhallen mit normalen Flächenschwingböden, in den Sommermonaten Eisflächen ohne Eis und Außenanlagen mit Beton- oder Feinasphaltflächen.

In Deutschland wird der Spielbetrieb einerseits vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nur für Proficlubs, andererseits vom Deutschen Rollsport und Inline-Verband (DRIV) veranstaltet.

Aus diesem Grund existierten in Deutschland zwei Deutsche Meisterschaften im Inlinehockey: Der Deutsche Eishockey-Bund organisiert die Deutsche Inline-Hockey-Liga (DIHL), von der Fachkommission „Inlinehockey“ des Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) wird die IHD-Bundesliga (Inlinehockey-Bundesliga) organisiert. Nur der DRIV ist jedoch von der Internationalen Rollsport-Föderation (FIRS) anerkannt und kann Mannschaften für vom Internationalen Olympisches Komitee anerkannte internationale Begegnungen stellen.

Ab der Saison 2008 einigten sich der DEB und die IHD darauf, einen gemeinsamen Deutschen Inlinehockey-Meister auszuspielen. Die gemeinsame Liga übernahm den Namen DIHL, die IHD-Vereine mussten allerdings zusätzlich eine eigene IHD-Liga ausspielen, da nur so die Qualifikation für den Europapokal erlangt werden kann. Die beiden Verbände verständigten sich, dass nur der Sieger der DIHL den Titel des Deutschen Meisters tragen darf. Dabei organisierte die IHD den Spielbetrieb der Nord-, der DEB den der Süd-Divisionen.

In der DIHL sind dabei zu einem sehr großen Teil Eishockeyspieler und -clubs vertreten, die sich mit Inlinehockey in den Sommermonaten fit halten wollen.

Für Hobbyspieler gibt es auch einige verbandslose Ligen oder Einsteigerligen, die von den Landesverbänden des DRIV veranstaltet werden.

Auf Grund der gestiegenen Verbreitung des Inline-Skaterhockeys wie auch der Professionalität des dortigen Ligenbetriebes wechselte 2008/09 der mehrfache deutsche Inlinehockey-Meister (IHD) Assenheim Patriots von der IHD-Bundesliga zum ISHD-Spielbetrieb, obwohl er dort nur in der dritten Liga starten konnte.[1]

Inlinehockey in der Schweiz[Bearbeiten]

Deutschschweizer Vereine machen im Begriff keinen Unterschied und nennen auch die Sportart Inline-Skaterhockey ebenfalls Inlinehockey. Gespielt wird hauptsächlich auf Spielfeldgrössen von 60×30m oder 40×20m. Nur in Ausnahmefällen gibt es dazwischenliegende. Die Verbände sind getrennt organisiert. Während es nur einen 60×30m-Verband in der Schweiz gibt, existieren im 40×20m-Bereich verschiedene Verbände. Die verschiedenen Ligen:

  • SIHV Schweizerischer Inline Hockey Verband (Schweiz. Verband auf 40x20m-Spielfeldern mit Ball)
  • IHS Inline Hockey Schweiz (Schweiz. Verband auf 60x30m-Spielfeldern mit Puck)
  • RIHL Regional Inline Hockey Liga (Regionale Liga, Grossraum Luzern)
  • FSHBR Fédération Skater Hockey Broyard (Regionale Winterliga, Romandie)
  • Schweizer Inlinehockey Pokal (Wintermeisterschaft auf 60x30m-Spielfeldern)

Stand: 12. Dezember 2009

Inlinehockey in Österreich[Bearbeiten]

Die Inlinehockey-Liga des Wiener Eishockeyverbandes (WIHL) ist in zwei Klassen aufgeteilt und wird zum Unterschied der Liga des ÖRSV mit Puck und auf Eishockeyfeldgröße gespielt. Des Weiteren organisiert der Eishockeyverband eine Bundesliga, in der vor allem Eishockeyspieler der höheren Spielklassen vertreten sind. | Der Bereich Inline-Skaterhockey wird in Österreich von der ISHA (Inline Skaterhockey Austria) organisiert. Hierbei gibt es drei Klassen: die Österreichische Bundesliga, die Nationalliga welche ebenfalls Österreich weit betrieben wird, sowie die Landesliga diese ist jedoch regional aufgeteilt. Derzeit gibt es eine Landesliga Wien/Niederösterreich, eine für Burgenland/Steiermark, sowie eine in Oberösterreich. Stand: 28. Juli 2011

Welt- und Europameisterschaften[Bearbeiten]

So wie die nationalen Meisterschaften von unterschiedlichen Verbänden organisiert werden, finden auch von den unterschiedlichen internationalen Sportföderationen verschiedene Weltmeisterschaften statt. So organisiert einerseits die Internationale Rollsport-Föderation FIRS Weltmeisterschaften für Frauen und Männer, andererseits die Internationale Eishockey-Föderation IIHF-Weltmeisterschaften für Männer.

Europameisterschaften werden bislang genauso wie Junioren- und Frauenweltmeisterschaften sowie Kontinentalpokale der Landesmeister nur von der FIRS ausgetragen. Zumindest die Juniorenweltmeisterschaften und die Pokalturnier der Landesmeister Europas und Südamerikas sind jedoch bereits bei der IIHF in Planung.

Vom Internationalen Olympischen Komitee wird nur die FIRS als Träger des Inlinehockey-Sports anerkannt, weshalb für die vom IOC veranstalteten World Games, bei denen Inlinehockey seit 2005 vertreten ist, eine Nationalmannschaft vom DRIV zusammengestellt wurde.

Trivia[Bearbeiten]

Als längstes Inlinehockey-Spiel der Welt wurde die Partie zwischen den Scorpions aus Otjiwarongo in Namibia und einer Auswahl des namibischen Inline- und Eishockey-Verbandes am 7. Februar 2014 im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Die Partie dauerte insgesamt 27 Stunden und 31 Sekunden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAssenheim spielt nun (auch) Skaterhockey. Abgerufen am 3. August 2009; 17:15 Uhr.
  2. Weltrekord anerkannt: Inlinehockey-Spiel im Guinness-Buch. Allgemeine Zeitung Namibia, 11. Februar 2014 abgerufen am 12. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inline hockey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien