Innenministerkonferenz

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Konferenz Innenminister der Länder, 1990

Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder, kurz Innenministerkonferenz (IMK) ist eine regelmäßige Konferenz der deutschen Innenminister und Innensenatoren der Länder. Daran nimmt auch der deutsche Bundesinnenminister teil.

In der Innenministerkonferenz arbeiten die Minister der Länder seit 1954 länderübergreifend zusammen. Diese Zusammenarbeit ist freiwillig. Die Geschäftsstelle der Innenministerkonferenz ist dem Bundesrat angegliedert, doch ist die IMK weder ein Organ noch ein Organteil des Bundes. Sie weist insgesamt keine hinreichend verfestigten Strukturen auf, um Anspruchsgegner etwa eines Informationszugangsanspruchs zu sein.

Normalerweise tagt die IMK zweimal im Jahr. Wird es aufgrund aktueller politischer Entwicklungen oder Gefahrenlagen für die Innere Sicherheit erforderlich, können kurzfristige Sondersitzungen einberufen werden. Beschlüsse können auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden.

Unmittelbar vor den Sitzungen der Innenministerkonferenz tagen die Staatssekretäre und Staatsräte zur Vorbereitung der Sitzungen der Minister und Senatoren.

Unterstützt wird die Arbeit der Innenministerkonferenz durch sechs Facharbeitskreise. Den Arbeitskreisen gehören die jeweiligen Abteilungsleiter der Innenressorts der Länder und des Bundes an. Im "Arbeitskreis II" (AK II) sind außerdem die Präsidenten des Bundeskriminalamtes und der Deutschen Hochschule der Polizei Mitglieder. Im "Arbeitskreis IV" (AK IV) nimmt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz an den Sitzungen teil. Für die Beschlussfassung der IMK gilt das Prinzip der Einstimmigkeit, es besteht dabei auch die Möglichkeit, sich zu enthalten.

Die Beschlüsse der Innenministerkonferenz sind öffentlich, falls nicht ein Bundesland oder der Bund der Veröffentlichung widerspricht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zusammensetzung

Die Innenministerkonferenz besteht aus den 16 Innenministern der Länder - in Berlin, Bremen und Hamburg tragen diese Ressortleiter für Inneres die Bezeichnung "Senator", in Bayern und Sachsen den Titel "Staatsminister".

Bundesland Name Amtsantritt Regierung [1] Partei
Baden-Württemberg Heribert Rech 14. Juli 2004
29. April 2005
14. Juli 2006
Teufel IV
Oettinger I
Oettinger II
CDU
Bayern Joachim Herrmann 16. Oktober 2007
30. Oktober 2008
Beckstein
Seehofer
CSU
Berlin Ehrhart Körting 16. Juni 2001
17. Januar 2002
23. November 2006
Wowereit I
Wowereit II
Wowereit III
SPD
Brandenburg Jörg Schönbohm 29. September 1999
26. Juni 2002
19. September 2004
Stolpe III
Platzeck I
Platzeck II
CDU
Bremen Ulrich Mäurer 7. Mai 2008 Böhrnsen II SPD
Hamburg Christoph Ahlhaus 7. Mai 2008 von Beust III CDU
Hessen Volker Bouffier 7. April 1999
5. April 2003
5. Februar 2009
Koch I
Koch II
Koch III
CDU
Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier 7. November 2006
6. Oktober 2008
Ringstorff III
Sellering
CDU
Niedersachsen Uwe Schünemann 4. März 2003
26. Februar 2008
Wulff I
Wulff II
CDU
Nordrhein-Westfalen Ingo Wolf 24. Juni 2005 Rüttgers FDP
Rheinland-Pfalz Karl Peter Bruch 25. Februar 2005
18. Mai 2006
Beck III
Beck IV
SPD
Saarland Klaus Meiser 3. September 2007 Müller II CDU
Sachsen Albrecht Buttolo 22. November 2005
18. Juni 2008
Milbradt II
Tillich
CDU
Sachsen-Anhalt Holger Hövelmann 24. April 2006 Böhmer II SPD
Schleswig-Holstein Lothar Hay 15. Januar 2008 Carstensen SPD
Thüringen Manfred Scherer 8. Mai 2008 Althaus II CDU

[Bearbeiten] Liste der Arbeitskreise

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Im Jahr 2006 wurde der Bundesinnenministerkonferenz der Negativpreis Big Brother Award für die Einrichtung einer zentralen Antiterrordatei verliehen.[2]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. In den Bundesländern Berlin, Hamburg und Bremen heißt die Regierung "Senat", in den restlichen Bundesländern "Kabinett".
  2. Big Brother Awards Preisträger 2006
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