Inner Circle

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Dieser Artikel behandelt die Reggae-Gruppierung „Inner Circle“. Informationen zum gleichnamigen Zusammenschluss norwegischer Black-Metal-Musiker finden sich im Artikel Black Metal.
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Inner Circle
Allgemeine Informationen
Genre(s) Reggae
Gründung 1968
Auflösung 1983
Neugründung 1986
Website www.innercircle-reggae.com
Gründungsmitglieder
Jacob Miller
Ian Lewis
Roger Lewis
Aktuelle Besetzung
Bass
Ian Lewis
Lead-Gesang
Kris Bentley
Schlagzeug, Percussion
Lancelot Hall
Gitarre
Roger Lewis
Keyboard
Bernard (Touter) Harvey

Inner Circle ist eine Reggae-Band aus Jamaika.

Geschichte[Bearbeiten]

Inner Circle wurde 1968 von den Brüdern Ian und Roger Lewis, auch „The Fatman Riddim Section“ genannt, in Jamaika gegründet. Man coverte anfangs in erster Linie Soul- und R&B-Hits aus den USA, daneben auch einige Reggae-Songs, hauptsächlich von Bob Marley.

Unter dem Label Trojan Records nahm die Band ab 1974 ihre ersten Alben auf, 1979 wechselte sie zu Island Records, wo das international erfolgreiche Album Everything Is Great entstand. Inner Circle war die erste jamaikanische Band, die durch die USA tourte.

Inner Circle war entscheidend durch das ausdrucksstarke Original Jacob Miller geprägt, der bis zu seinem Unfalltod am 23. März 1980 Frontmann und Lead-Sänger der Band war. Ende der 70er Jahre war Inner Circle mit Jacob „Killer“ Miller in Jamaika populärer als Bob Marley. Die Band tritt auch in dem Reggae-Kultfilm Rockers von 1978 in Erscheinung, als der Protagonist „Horsemouth“ bei ihr das Schlagzeug spielen soll.

Nach dem Verlust von Miller fiel Inner Circle auseinander, 1982 erschien noch das Album Something So Good. 1986 gründeten Ian und Roger Lewis sowie Bernard „Touter“ Harvey Inner Circle neu mit dem Sänger Carlton Coffie und dem neuen Drummer Lancelot Hall. Die Band erlebte ein Comeback mit dem Album Black Roses.

1987 brachte Inner Circle den Song Bad Boys heraus, welcher auch der Soundtrack für die US-Serie Cops ist. Er verkaufte sich 7 Millionen mal weltweit, er war in mehreren Ländern in Asien, Europa und Südamerika sowie in Neuseeland Nummer 1 der Charts. Die Band nennt sich seither „The Bad Boys of Reggae“. Einen weltweiten großen Erfolg hatten sie mit dem 1992 erschienenen Song Sweat (A La La La La Long), er war allein in Deutschland drei Monate auf Platz 1 der Charts. 1993 erhielten Inner Circle einen Grammy Award in der Kategorie bestes Reggae-Album für ihr Album Bad Boys. 1994 waren sie nochmals nominiert für ihr Album Reggae Dancer, der darauf enthaltene Song Summer Jammin wurde zum Soundtrack für Eddie Murphys Film Beverly Hills Cop 3. 1995 wurde ihr Song Bad Boys erneut zum Hit, als eine Hip-Hop-Version für den gleichnamigen Film Bad Boys – Harte Jungs mit Will Smith und Martin Lawrence herauskam.

Lead-Sänger Carlton Coffie erkrankte 1995 für längere Zeit und beschloss, nach seiner Genesung eine Solokarriere zu starten. An seine Stelle trat der jetzige Sänger Kris Bentley, ehemaliger Leadsänger der populären jamaikanischen Band Skool und Gewinner des Caribbean Music Song Festival 1994.

In den Jahren 1997 bis 2000 hatte Inner Circle besonders erfolgreiche Phasen. Auf ihrem Album Big Tings, das im Jahr 2000 erschienen ist, arbeiteten sie u. a. mit Beenie Man, Luciano, Anthony B und Mr. Vegas zusammen. Blood a Run, ein Lied gegen den Krieg, wurde mit Junior Reid aufgenommen.

Das bislang letzte Album State of da World ist im August 2009 erschienen.

Circlehouse Studio[Bearbeiten]

Das Circlehouse Studio wurde 1995 in Miami, Florida errichtet. Es war anfangs nur für den Eigenbedarf von Inner Circle gedacht, wird heute jedoch auch von anderen Hip-Hop- und Reggae-Musikern wie P. Diddy, Pitbull, Trick Daddy, 50 Cent genutzt. Stephen und Damian Marley sowie Inner Circle besitzen eigene Räume im Circlehouse Studio. Neben Lourdes Hersh, dem Manager von Inner Circle, leitet der älteste Sohn von Ian Lewis, Abebe Lewis das eigene Label Soundbwoy Entertainment.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Bad Boys
  US 64 22.05.1993 (49 Wo.) [1]
Bad to the Bone
  DE 12 21.09.1992 (41 Wo.) [2]
  AT 15 15.11.1992 (24 Wo.) [3]
  CH 6 13.09.1992 (31 Wo.) [4]
  UK 44 29.05.1993 (2 Wo.) [5]
Reggae Dancer
  DE 18 08.08.1994 (10 Wo.) [2]
  AT 14 14.08.1994 (8 Wo.) [3]
  CH 31 18.08.1996 (2 Wo.) [4]
Da Bomb
  AT 26 25.08.1996 (9 Wo.) [3]
Singles
Everything Is Great
  UK 37 24.02.1979 (8 Wo.) [5]
Stop Breaking My Heart
  UK 50 12.05.1979 (3 Wo.) [5]
Bad Boys
  DE 35 02.08.1993 (11 Wo.) [2]
  AT 21 08.08.1993 (7 Wo.) [3]
  UK 52 31.07.1993 (3 Wo.) [5]
  US 8 01.05.1993 (20 Wo.) [1]
Sweat (A La La La La Long)
  DE 1 17.08.1992 (33 Wo.) [2]
  AT 2 04.10.1992 (17 Wo.) [3]
  CH 1 06.09.1992 (25 Wo.) [4]
  UK 3 31.10.1992 (19 Wo.) [5]
  US 16 07.08.1993 (25 Wo.) [1]
Rock with You
  DE 8 07.12.1992 (23 Wo.) [2]
  AT 5 03.01.1993 (12 Wo.) [3]
  CH 7 10.01.1993 (17 Wo.) [4]
  US 98 18.12.1993 (2 Wo.) [1]
Wrapped Up in Your Love
  DE 50 03.05.1993 (13 Wo.) [2]
Games People Play
  DE 27 11.07.1994 (20 Wo.) [2]
  AT 11 17.07.1994 (12 Wo.) [3]
  CH 7 31.07.1994 (14 Wo.) [4]
  UK 67 10.09.1994 (2 Wo.) [5]
  US 84 03.09.1994 (5 Wo.) [1]
Da Bomb
  DE 55 29.07.1996 (14 Wo.) [2]
  AT 20 25.08.1996 (9 Wo.) [3]
Not About Romance
  US 92 01.08.1998 (6 Wo.) [1]
[2]

[3] [4] [5]

[1]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1974: Rock the Boat
  • 1975: Blame It on the Sun
  • 1976: Reggae Thing
  • 1977: Ready for the World
  • 1978: Heavyweight Dub
  • 1978: Killer Dub
  • 1979: Everything Is Great
  • 1980: New Age Music (letztes Album mit Jacob Miller)
  • 1982: Something So Good
  • 1986: Black Roses
  • 1987: One Way
  • 1991: Identified
  • 1992: Bad to the Bone
  • 1994: Reggae Dancer (letztes Album mit Carlton Coffie)
  • 1997: Da Bomb
  • 1998: Speak My Language
  • 1999: Jamaika Me Crazy
  • 2000: Big Tings
  • 2000: Reggae Man
  • 2001: Jah Jah People
  • 2001: Barefoot in Negril
  • 2002: Log On
  • 2002: Kool Operator
  • 2009: State of da World
  • 2010: Blazzin'Fire

Singles[Bearbeiten]

Livealben[Bearbeiten]

  • 1999: Forward Jah-Jah People (Highlights from the 9th Cartagena Festival 1990)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. a b c d e f g h i Inner Circle in den deutschen Single-Charts
  3. a b c d e f g h i Inner Circle in den österreichischen Single-Charts
  4. a b c d e f Inner Circle in den Schweizer Single-Charts
  5. a b c d e f g Inner Circle in den UK-Single-Charts

Weblinks[Bearbeiten]