Innernzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Innernzell
Innernzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Innernzell hervorgehoben
48.8513.266666666667636Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schönberg
Höhe: 636 m ü. NHN
Fläche: 22,13 km²
Einwohner: 1573 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94548
Vorwahlen: 08554, 09908 (Hilgenreith)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 128
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Innernzell
Schulstr. 3
94548 Innernzell
Webpräsenz: www.innernzell.de
Bürgermeister: Josef Kern (CSU)
Lage der Gemeinde Innernzell im Landkreis Freyung-Grafenau
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Über dieses Bild

Innernzell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald. Innernzell befindet sich an der B 533 rund 14 km westlich von Grafenau, 23 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Hengersberg) und 28 km von Deggendorf entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Innernzell hat 19 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es existieren folgende Gemarkungen: Gmünd, Hilgenreith, Innernzell.

Blick auf Innernzell
Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Geschichte[Bearbeiten]

Im Urbar von Kloster Osterhofen wird Cell 1353 erwähnt. Im Jahr 1395 besaßen die Edlen von Hals in Czell drei Güter als Lehen des Bischofs von Passau. 1471 wurde die Filiale zum Vikariat der Pfarrei Aicha vorm Wald erhoben. In der Landkarte des Philipp Apian von 1568 ist der Ort als Iñera Zell eingetragen. 1578 brannte das gesamte Dorf einschließlich der Kirche ab.

In einer Beschreibung der Landgüter im Landgericht Bärnstein 1597 werden zwölf Güter der Hofmark als zum Kloster Osterhofen gehörig erwähnt, während allein die Tafern dem Landgericht Bärnstein gehörte. Um 1600 wurde eine weitläufige Pfarrei eingerichtet, die unter anderem auch Schöfweg betreute. Im Österreichischen Erbfolgekrieg plünderten 1742 ungarische Husaren das Dorf.

Innernzell gehörte im Kurfürstentum Bayern zum Rentamt Straubing und nach der Auflösung von Kloster Osterhofen zum Damenstift St. Anna (München). Das Damenstift hatte Ende des 18. Jahrhunderts sowohl die Besitzungen des Klosters Osterhofen (Grundherren in Innernzell) als auch die Dachsberger Hofmark Ranfels (Vogtei) erworben. Ein von Kurfürst Karl Theodor zugesichertes Herrschaftsgericht wurde 1802 widerrufen. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1842 wurde im klassizistischen Stil eine neue Kirche erbaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden die gesamte bis dahin selbständige Gemeinde Gmünd und ein Teil von Hilgenreit eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil der Gemeinde Solla hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1.530 Einwohner
  • 1987: 1.542 Einwohner
  • 2000: 1.701 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU: 9 Sitze (70,7 % der Stimmen)
  • CWU: 3 Sitze (29,3 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Kern (CSU), der bei der Kommunalwahl 2008 im ersten Wahlgang mit 72,46 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.

Finanzen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 843.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 382.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Schräglinks geteilt von Silber und Blau, darin ein schrägliegender von Rot und Gold geteilter Bischofsstab, darunter drei, eins zu zwei gestellte goldene Kugeln.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Innernzell

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 207 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 117 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 604. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 901 ha, davon waren 790 ha Dauergrünfläche.

In Innernzell befindet sich der Hauptverwaltungsstandort der Karl Bau GmbH.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 82 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 13 Lehrern und 194 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/104950&attr=OBJ&val=655
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 473

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Innernzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien