Innerstebergland

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Innerstebergland

Das Innerstebergland ist eine über 900 km² große und bis 358,9 m ü. NHN hohe Landschaft im nördlichen Teil der deutschen Mittelgebirge und im östlichen Teil des Weser-Leine-Berglands in Niedersachsen (Deutschland).

Namensgebend für das Innerstebergland ist die Innerste, ein Nebenfluss der Leine.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das Innerstebergland erstreckt sich im Einzugsgebiet der Innerste südöstlich von Hildesheim und südwestlich bzw. südlich von Salzgitter bis nach Goslar und Seesen am nordwestlichen Rand des Harzes. Im Nordwesten grenzt die Landschaft an die Calenberger Lößbörde, im Norden an die Braunschweig-Hildesheimer Lößbörde und im Osten an die Harzrandmulde – alle Teil der Lößbörden am Nordrand der Mittelgebirgsschwelle. Im Südosten grenzt der Harz, im Süden das Südwestliche Harzvorland und im Südwesten das Alfelder Bergland.

In seinem Zentrum und im Süden befindet sich der Ambergau, eine Niederungslandschaft an der Nette, einem Zufluss der Innerste. Das Tal mit den Hauptorten Sibbesse, Bodenburg und Lamspringe, zwischen dem Hildesheimer Wald im Nordosten und den Vorbergen und dem Sackwald im Südwesten, heißt Flenithigau.

Im und am Rand des Innersteberglands befinden sich diese deutlich abgrenzbaren Höhenzüge, die meist aus Schichtstufen aufgebaut sind und teilweise auf der Grenze zu Nachbarlandschaften liegen (in alphabetischer Reihenfolge betrachtet): Giesener Berge, Hainberg, Harplage, Heber, Hildesheimer Wald, Salzgitter-Höhenzug (mit den Lichtenbergen), Sauberge und Vorholz. Zwischen diesen Höhenzügen verlaufen diese Fließgewässer: Innerste, Lamme, Neile und Nette sowie deren Zuflüsse.

Landschaftsbild[Bearbeiten]

Die Höhenzüge des Innersteberglands sind überwiegend mit Laubwald, insbesondere Buchenwäldern überzogen. Die Fließgewässer verlaufen in leicht hügeligen, stark lössbedeckten Niederungen, zu denen auch der beckenartige Ambergau gehört. Die fruchtbaren Böden werden stark für die Ackerwirtschaft genutzt. Zum Landschaftsbild gehören auch die heute größtenteils stillgelegten und teils mit Wasser gefüllten Steinbrüche bzw. Tagebaue, in denen seit dem Mittelalter Keupersandstein abgebaut wurde.

Höhenzüge und Berge[Bearbeiten]

Zum Innerstebergland, dessen höchste Erhebung der 358,9 m hohe Griesberg im Hildesheimer Wald ist, gehören acht Höhenzüge – nach Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN) sortiert:

Fließgewässer[Bearbeiten]

Zu den Fließgewässern des Innersteberglands gehören:

  • Alme – im Westen, Zufluss der Riehe
  • Beuster – im Nordwesten, Zufluss der Innerste
  • Innerste – im Norden, Nordosten und Osten, Zufluss der Leine
  • Lamme – im Westen, Zufluss der Innerste
  • Neile – im südöstlichen Zentrum, Zufluss der Innerste
  • Nette – im Zentrum (Ambergau), Zufluss der Innerste
  • Riehe – im Westen, Zufluss der Lamme

Ortschaften[Bearbeiten]

Im Innerstebergland und an seinem Rand liegen unter anderem diese Ortschaften:

Weblinks[Bearbeiten]

52.01666666666710.116666666667358.9Koordinaten: 52° 1′ N, 10° 7′ O