Insellösung

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Als Insellösung werden technische Systeme bezeichnet, die nur innerhalb ihrer eigenen Grenzen wirksam sind und nicht mit ähnlichen oder verwandten Systemen der Umgebungsvariablen zusammenwirken können bzw. kompatibel sind. Man spricht auch von interoperabilen Lösungen. Insellösungen findet man auch in Kernkraftwerken, damit ein manipulativer Fremdeingriff von außen verhindert werden kann.

Ein Beispiel dafür ist der Transrapid, der keine der Einrichtungen anderer Verkehrsmittel benutzen kann und auch selbst nicht für diese mitbenutzbar ist.

Ein weiteres Beispiel sind Schreibtelefone für Gehörlose, die zwar innerhalb des Telefonnetzes wirken, jedoch nur mit dem gleichen Gerät auf der Gegensprechstelle zusammenwirken können.

Ein zusätzliches Beispiel können Anwendungen oder IT-Lösungen, die mithilfe von Open-Source-Produkten oder Techniken realisiert werden, sein. Durch gezieltes als "Insellösung" Programmieren und Einrichten des Systems können die oben genannten Vorteile der Verhinderung von manipulativen Fremdeingriffen, wie zum Beispiel durch Computerviren, ausgenutzt werden.

In Deutschland wurde dieser Begriff populär in Zusammenhang mit der Einführung des Dosenpfandes Anfang 2003. Während sich vor allem Tankstellen und kleine Getränkemärkte unter Verbünden wie dem P-System zusammenschlossen, hatten sich vor allem große Unternehmen wie Aldi, Lidl und Plus zu Insellösungen entschlossen, bei denen man die bei der jeweiligen Handelskette gekauften Flaschen auch nur dort zurückgeben konnte. Seit dem 1. Mai 2006 sind solche Insellösungen jedoch nicht mehr zulässig. Jeder Verkäufer von bepfandeten Einweggebinden muss solche nun auch zurücknehmen, unabhängig davon, wo diese gekauft wurden.

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