Inside a Skinhead

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Filmdaten
Deutscher Titel Inside a Skinhead
Originaltitel The Believer
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Henry Bean
Drehbuch Henry Bean
Produktion Susan Hoffman, Christopher Roberts
Kamera Jim Denault
Schnitt Mayin Lo, Lee Percy
Besetzung

Inside a Skinhead (Originaltitel: The Believer) ist ein US-amerikanischer Film von Henry Bean. Er basiert auf der Geschichte von Daniel Burros, einem Juden, der in den 1960ern Mitglied der American Nazi Party und des Ku Klux Klans war. Die Geschichte wurde jedoch in die Gegenwart übertragen.

Handlung[Bearbeiten]

Danny Balint ist ein US-amerikanischer Jude, der als Junge von seinen Eltern auf eine jüdische Religionsschule (Jeschiwa) geschickt wird. Nach langen Diskussionen mit seinem Lehrer bricht er mit der jüdischen Religion. Besonders die Geschichte von Abraham, der seinen eigenen Sohn opfern soll, stößt ihn ab. Als Erwachsener ist er zu einem neonazistischen Skinhead geworden, dessen Hass sich vor allem auf Juden kanalisiert. Bei einem Treffen mehrerer Neonazis in New York lernt er die nationalsozialistischen Intellektuellen Curtis Zampf und Lina Moebius kennen, die sich von seiner Intelligenz beeindruckt zeigen, seinen Antisemitismus jedoch als Schwäche abtun. Dennoch laden sie ihn und seine Freunde zu einem Neonazicamp im Wald ein. Er beginnt außerdem eine Affäre mit Carla Moebius, der Tochter von Lina. Kurz vor dem Beginn des Camps wird er von Guy Danielsen, einem Journalisten, der unter anderem für die New York Times arbeitet, kontaktiert. Dieser hat glaubwürdige Aussagen, die ihn als Jude entlarven würden. Danny bestreitet alles und bedroht den Journalisten mit einer Waffe. Unter anderem sagt er, er würde sich umbringen, wenn Guy den Artikel publizieren würde.

Im Camp wird er an der Waffe ausgebildet und freundet sich mit einem Sprengstoffexperten an. Die Gruppe, die vor allem aus bulligen Neonazis besteht, wird in der Folge in einem koscheren Restaurant auffällig und wird zu Sozialstunden verurteilt. In einem Geschichtsseminar wird sie mit Holocaust-Überlebenden konfrontiert. Obwohl die Gruppe sich über die älteren Menschen lustig macht und Vernichtungsphantasien kolportiert, ist Danny vom Bericht eines Vaters sehr bewegt. Dieser hatte regungslos zugesehen, wie deutsche Soldaten sein Kleinkind mit einem Bajonett ermordeten. Spätestens ab diesem Zeitpunkt merkt man, dass Danny die Juden wegen ihrer "Schwäche" hasst. Kurz darauf plant die Gruppe ein Sprengstoffattentat auf eine Synagoge. Als die Gruppe sich über eine Tora-Rolle lustig macht und diese beschmutzt, entwendet Danny diese heimlich und flickt sie wieder. Dabei stellt er sich vor, er sei der Wehrmachtssoldat gewesen, der das Kind ermordete. Die Bombe geht letztlich nicht hoch, da die Batterie der Zeitschaltuhr zu schwach war. Mit dem Schützen Drake soll Danny den jüdischen Banker Ilio Manzetti erschießen. Danny schießt allerdings daneben und Drake unterstellt ihm, dies absichtlich getan zu haben. Während ihres Disputs entdeckt Drake einen Tallit, den Danny unter seinem Outfit versteckt trug. Vor Panik schießt er Drake an und verlässt das Anwesen Illios.

In der Zwischenzeit bringt er Carla Hebräisch bei und findet wieder zu seiner jüdischen Gemeinde in New York. Trotz der zwei missglückten Anschläge haben Zampf und Moebius noch Vertrauen zu Danny. Auf Grund seiner Intelligenz und seiner rhetorischen Fähigkeiten soll er für eine neonazistische Organisation auf Veranstaltungen Reden halten und so neue Sympathisanten gewinnen. Die ersten Auftritte verlaufen erfolgreich, bis Danny auf einer Versammlung amerikanischer Neonazis ein jüdisches Gebet anstimmt und die Teilnehmer schockiert, als er erklärt, man könne die Juden nur vernichten, wenn man sie wahrhaft lieben würde. Zampf und Moebius werfen Danny raus, doch kurz darauf wird Ilio Manzetti umgebracht und die Presse bringt Danny mit dem Mord in Verbindung. Guy Danielsen enthüllt Dannys jüdische Herkunft.

Als letzten Coup plant er, beim Vorbeten in einer Synagoge eine Bombe zu zünden und sich dabei umzubringen. Beim Gebet sind jedoch sowohl Carla als auch Dannys jüdische Freunde anwesend. Kurz bevor die Bombe zündet, schickt er alle nach draußen und bleibt selbst im Zentrum der Explosion. Die letzte Szene zeigt Daniel als Schüler seiner alten Talmudschule und seinen alten Lehrer. In einer Endlosschleife läuft Daniel die Treppen zum Klassenraum hoch, unter den Worten des Lehrers, dass dort oben nichts sei.

Kritiken[Bearbeiten]

Moviereporter.net[Bearbeiten]

„‚Inside a Skinhead‘ besitzt die Wirkung eines Schlages in die Magengrube. Denn anders als beim vielgelobten „American History X“ verwischen die Konturen zwischen Semitismus und Nationalsozialismus und machen eine einfache Betrachtungsweise schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Das Wagnis einzugehen einen Juden zum überzeugten Nazi zu machen, grenzt unwillkürlich an ein gesellschaftliches Verbot. Doch gerade dieser Umstand bietet die einzigartige Möglichkeit, beide Seiten zu beleuchten. Ohne es zu wollen wird man zunächst von den feurigen Reden Dannys angezogen. Mit enormer Intelligenz ausgestattet, erstrahlt durch ihn das verführerische Element der Blendung. Die Altersfreigabe ab 18 ergibt hier wirklich einen Sinn, denn die Zuschauer sollen erst reif genug sein, um die Auslotung der Grenzen rassistischer Motive zu erfassen. Denn jedes Wort kann für sich genommen auch falsch ausgelegt werden. Erst im Kontext des gesamten Films ergeben sie eine differenzierte und mutige Sicht auf das moderne Judentum und dem ihm gegenüberstehenden Neo-Faschismus.“[1]

OFDb.de[Bearbeiten]

„Dieser Film lässt American History X wie eine MTV – Verfilmung aussehen“ werben die Produzenten auf dem Cover. Und in der Tat brilliert der Film mit in den Bann ziehenden Dialogen, mit einer omnipotenten Präsenz des Hauptdarstellers und seinem Wort. Im Gegensatz zur physischen Gewalt in American History X schleicht sich hier die Gewalt des Wortes subtil ein. Die Gewaltszene am Anfang dient hier eher dazu den angestauten Frust zu zeigen und die Enttäuschung, welche er in der Kindheit erlebte, zu symbolisieren.“[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2001 gewann der Film den Großen Preis der Jury des Sundance Filmfestivals.

Weiteres[Bearbeiten]

Der Film kostete $1,5 Million und spielte lediglich $416.925 wieder ein[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Linktext, Moviereporter.net.
  2. (engl.)